{{suggest}}


Herztumoren

Herztumoren kommen insgesamt selten vor. Sie können vom Herzgewebe selbst ausgehen oder als Absiedlung (Metastase) anderer Tumore entstehen. Mehr zu Symptomen, Diagnose und Therapie

aktualisiert am 27.03.2014
 Ultraschall-Untersuchung am Herzen

Herztumoren werden manchmal zufällig bei einer Ultraschalluntersuchung (Echokardiografie) des Herzens entdeckt


Herztumoren sind selten. Es gibt primäre Herztumoren, die vom Herzgewebe selbst gebildet werden. Sie sind in etwa 75 Prozent der Fälle gutartig und zu zirka 25 Prozent bösartig. Des Weiteren gibt es sekundäre, bösartige Tumoren, die als Absiedlung (Metastasen) zum Beispiel eines Lungen- oder Brustkrebs in das Herz einwachsen. Die sekundären Tumoren kommen sehr viel häufiger vor als die primären Tumoren.

Der häufigste gutartige primäre Herztumor ist das Myxom, ein kugelförmiges, an einem Gewebsstiel bewegliches Gebilde, das meistens im linken Vorhof vorkommt. Es wird deshalb auch Vorhofmyxom genannt. Sehr seltene, bösartige primäre Herztumoren sind die Sarkome.

Herztumoren: Symptome und Diagnose

Unspezifische Allgemeinsymptome wie leichtes Fieber, Blutarmut (Anämie), Gewichtsverlust, Atemnot, Herzrhythmusstörungen sind häufige Begleiterscheinungen. Aber auch Ohnmachtsanfälle, Herzschwäche, Schlaganfall können in Abhängigkeit von Lokalisation und Größe des Tumors vorkommen.

Die Diagnose eines Herztumors und eines eventuell vorhandenen Herzbeutelergusses (maligner Perikarderguss) wird in der Regel als Zufallsbefund bei der Ultraschalluntersuchung (Echokardiografie) des Herzens gestellt. Zuvor sollte ein großer Blutpfropf (Thrombus) im Herz als Ursache ausgeschlossen werden. Ergänzende Untersuchungstechniken sind Computer- und Magnetresonanztomografie.

Prof. Dr. Med. Wolfram Delius

Therapie: Wie werden Herztumoren behandelt?

Auch gutartige Herztumoren werden operativ unter Einsatz der Herzlungenmaschine entfernt, da Tumoranteile oder aufsitzende Blutgerinnsel als Embolien in den Kreislauf gelangen können. Die Therapie bei bösartigen Herztumoren erfolgt in Abstimmung von Onkologen, Strahlentherapeuten und Herzchirurgen. In manchen Fällen ist eine Operation am Herzen möglich. Meistens kommen bei bösartigen Tumoren jedoch nur eine Chemo- oder Strahlentherapie in Betracht. Größere Herzbeutelergüsse müssen durch Herzbeutelpunktion abgelassen werden, um eine Kompression der Herzkammern von außen zu verhindern.

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.