{{suggest}}


Warzen: Ursachen und Risikofaktoren

Die meisten Warzen werden durch humane Papillomaviren verursacht. Bestimmte Faktoren begünstigen eine Infektion mit den Viren

aktualisiert am 04.07.2018
Humane Papillomviren

Diese mikroskopische Aufnahme zeigt die Warzenauslöser: humane Papillomaviren (HPV)


Fast allen Warzenarten liegt eine Infektion mit humanen Papillomaviren (HPV) zugrunde. Die Erreger werden meist von Mensch zu Mensch übertragen – zum Beispiel, wenn eine Person einer anderen die Hand gibt. Doch HPV findet sich auch in der Umwelt. Wer barfuß im Schwimmbad oder der Sauna herumläuft, kann sich die Viren schnell einfangen – über eine sogenannte Schmierinfektion. Auch beim ungeschützten Geschlechtsverkehr wird HPV übertragen.

Gelangen die Viren auf Haut oder Schleimhaut, können sie über winzige Risse oder Verletzungen in die oberste Hautschicht eindringen. Dort siedeln sie sich an, infizieren einzelne Zellen und können so die Haut wuchern lassen.

Allerdings bekommt nicht jeder, der HPV in sich trägt, automatisch Warzen. Dazu bedarf es meist begünstigender Faktoren. Wer zum Beispiel leicht schwitzt, nicht-atmungsaktive Schuhe trägt oder oft feuchte Hände bekommt, neigt eher zu Warzen. Auch ein geschwächtes Immunsystem kann schuld sein oder eine angegriffene Haut, wie dies zum Beispiel bei Menschen mit Neurodermitis der Fall ist. Zudem können Rauchen und Diabetes das Risiko erhöhen.

Humane Papillomaviren gelten als Risikofaktor für das Entstehen von Gebärmutterhalskrebs und anderen Krebsarten im Genitalbereich.  Allerdings gibt es rund 90 verschiedene HPV-Typen, von denen Experten in erster Linie die Typen 16 und 18 für gefährlich halten. Warzen werden überwiegend von anderen HPV-Typen ausgelöst, weshalb es als sehr unwahrscheinlich gilt, dass sich aus einer Warze ein bösartiger Tumor entwickelt. Lediglich für Feigwarzen besteht ein gewisses Risiko, da sie in seltenen Fällen auch die HPV-Typen 16 und 18 enthalten.

Hinter Dellwarzen stecken bestimmte Pockenviren, die ebenfalls durch eine Schmierinfektion in den Körper gelangen.

Kinder und Jugendliche haben ein erhöhtes Risiko für Warzen. Kommt ihr Immunsystem das erste Mal mit den Erregern in Kontakt, kann sie der Körper noch nicht ausreichend bekämpfen. Eine spezifische Immunantwort gegen die Viren bleibt zunächst aus, und die Warzenerreger haben leichtes Spiel.    

Bei Alterswarzen spielen Viren keine Rolle. Hierbei führt wahrscheinlich das Alter – zusammen mit einer durch UV-Strahlen chronisch geschädigten Haut – zu den gutartigen Hautwucherungen. Alterswarzen treten ab dem 50. Lebensjahr vermehrt auf, bei entsprechend veranlagten Menschen auch schon in jüngeren Jahren. Sie entwickeln sich typischerweise aus sogenannten Altersflecken.


Weitere Krankheitsratgeber zum Nachlesen

Feigwarzen

Dellwarzen