Vitiligo: Diagnose

Meistens genügt dem Arzt die Untersuchung der Haut mit dem bloßen Auge, um auf Vitiligo zu schließen. Im Zweifel helfen zusätzliche Untersuchungen, die Diagnose abzusichern

aktualisiert am 15.11.2016

Bei Verdacht auf Weißfleckenkrankheit untersucht der Arzt die Haut des Patienten


Es ist ratsam, einen Hautarzt (Dermatologen) aufzusuchen, wenn weiße Flecken oder andere Hautveränderungen auftreten.

Meist erkennt der Arzt die Weißfleckenkrankheit bereits anhand der typischen Symptome. Trotzdem wird er den Patienten gründlich untersuchen und zusätzlich befragen, um andere Ursachen der Hautveränderungen möglichst sicher auszuschließen. So bilden sich helle Hautflecken manchmal auch nach bestimmten Hautpilzinfektionen oder durch chronische Hautausschläge (Ekzeme).

Von Interesse ist, wann und unter welchen Umständen die Flecken auftraten – ob zum Beispiel Hautverletzungen, starke Sonnenbrände oder belastende emotionale Situationen vorausgingen. Der Arzt erkundigt sich außerdem, ob Fälle von Vitiligo in der Verwandtschaft bekannt sind – mögliches Zeichen für eine familiäre Veranlagung.

Untersuchung mit Wood-Lampe

Der Hautarzt kann die Haut mit der sogenannten Wood-Lampe untersuchen. Sie strahlt ultraviolettes Licht einer bestimmten Wellenlänge aus. Charakteristisch für die Weißfleckenkrankheit ist, dass die Vitiligo-Herde unter dem Wood-Licht weißlich-gelb aufleuchten.

Weitere Untersuchungen

Zusätzlich kann der Arzt aus einem veränderten Hautareal eine Gewebeprobe (Biopsie) entnehmen. Diese wird anschließend unter dem Mikroskop beurteilt. Im Fall der Vitiligo befindet sich kein braunes Hautpigment (Melanin) in den Zellen der Oberhaut, wie es normalerweise der Fall ist. Meist fehlen bei der Weißfleckenkrankheit die Pigmentzellen (Melanozyten) vollständig. In manchen Fällen finden sich Ansammlungen bestimmter Zellen des Abwehrsystems (Lymphozyten) in der Haut.

Eine zusätzliche Augen-Untersuchung kann sinnvoll sein. Denn manchmal zieht Vitiligo die Augen in Mitleidenschaft.

Blut-Untersuchungen sind im Rahmen der Diagnose der Weißfleckenkrankheit wichtig, um mögliche Begleiterkrankungen wie Schilddrüsen-Funktionsstörungen oder Diabetes mellitus festzustellen.