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Sonnenallergie: Diagnose

Der Arzt erkennt die polymorphe Lichtdermatose meist an typischen Hauterscheinungen und am Krankheitsverlauf. Lichttests können die Diagnose absichern

aktualisiert am 20.02.2018
Sprechstunde

Das Gespräch mit dem Patienten liefert dem Arzt wichtige Hinweise


Wer eine Sonnenallergie vermutet, sollte einen Arzt aufsuchen. Er wird sich zunächst nach der Krankengeschichte, möglichen Vorerkrankungen, der Einnahme von Medikamenten, nach den Beschwerden und dem Zeitpunkt ihres Auftretens erkundigen.

Hautuntersuchung

Als nächstes wird der Arzt die Haut genau untersuchen. Eventuell sind Hautveränderungen wie Flecken, Knötchen oder Bläschen noch sichtbar (siehe Kapitel Symptome). Der Arzt inspiziert sie dann meist mit einem lupenähnlichen Gerät, dem Dermatoskop.

Nicht selten stellen sich die Symptome einer Sonnenallergie in den ersten Urlaubstagen ein. Die Betroffenen suchen aber erst anschließend ihren Arzt auf. Zu diesem Zeitpunkt sind die Hauterscheinungen oft schon wieder völlig abgeklungen oder kaum noch sichtbar.

Neben der polymorphen Lichtdermatose kommen etliche weitere sogenannte Sonnenallergien als Ursache der Beschwerden infrage (siehe Kapitel Weitere Lichtdermatosen). Der Arzt muss diese Krankheiten mit geeigneten Methoden ausschließen.

Lichttest (Phototest, Photoprovokation)

Bestehen Zweifel an der Diagnose, kann der Arzt einen Lichttest – eine Phototestung – vornehmen. Dazu bestrahlt er ausgesuchte Hautstellen unter streng kontrollierten Bedingungen mit UV-Licht (Photoprovokation). Treten nach Stunden oder Tagen charakteristische Hautveränderungen auf, deutet das sehr stark auf die polymorphe Lichtdermatose hin. Der Arzt erkennt außerdem, auf welchen Anteil des Sonnenlichts der Betroffene besonders reagiert (meist UVA-Strahlung).

Achtung: Solche Phototests dürfen nur beim Arzt und keinesfalls in Eigenregie vorgenommen werden! Andernfalls könnte die Haut geschädigt werden. Handelt es sich um eine andere Art der "Sonnenallergie" – zum Beispiel eine Lichturtikaria – droht bei übermäßiger Bestrahlung im schlimmsten (sehr seltenen) Fall sogar ein anaphylaktischer Schock, der sofort ärztlich behandelt werden muss.