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Seborrhoisches Ekzem: Ursachen und Risikofaktoren

Die genauen Ursachen des seborrhoischen Ekzems sind derzeit noch nicht bekannt. Unter anderem spielt aber wohl ein bestimmter Hefepilz eine Rolle, der die Haut übermäßig besiedelt

aktualisiert am 21.05.2014
Schuppenbildung (Schematische Darstellung)

Vermehrt sich der Pilz Malassezia furfur auf der Kopfhaut, können sich sichtbare Schuppen bilden. Eine gesteigerte Aktivität der Talgdrüsen kann diese Vorgänge begünstigen


Das seborrhoische Ekzem ist der häufigste Grund für Kopfschuppen bei Erwachsenen. Durch welche Ursachen es genau entsteht, wissen Forscher derzeit noch nicht. Doch ihnen sind einige Faktoren bekannt, die in Zusammenhang mit dieser Hautkrankheit oft vorkommen oder sie begünstigen.

Der Hefepilz Malassezia furfur (Pityrosporum ovale) besiedelt die Haut und gehört zu den natürlich vorkommenden Hautkeimen. Bei Menschen, die eine entsprechende Veranlagung besitzen, kann sich dieser Mikroorganismus jedoch besonders stark vermehren. Die Haut der Betroffenen reagiert in Folge mit einer ausgeprägten Entzündungsreaktion, die Krankheitszeichen wie Rötung, Schuppung und eventuell auch Juckreiz hervorrufen kann.

Ob ein Zusammenhang zwischen einer gestörten Funktion der Talgdrüsen und dem Auftreten der Hautkrankheit besteht, konnten Wissenschaftler noch nicht abschließend klären. Doch die Drüsen kommen zum Beispiel vermehrt auf Kopfhaut, Stirn und Rücken vor – genau an den Stellen, an denen sich eine seborrhoische Dermatitis entwickelt. Daneben ist zum Teil die Zusammensetzung des Talgs verändert. Normalerweise bilden die Talgdrüsen ein fettiges Sekret, den Talg. Er verhindert, dass die Haut austrocknet und hält sie geschmeidig. Betroffene neigen jedoch zu trockener Haut. Bekannt ist zudem, dass Menschen mit Morbus Parkinson vermehrt eine seborrhoische Dermatitis entwickeln. Auch bei dieser Krankheit ist die Funktion der Talgdrüsen verändert.

Experten diskutieren, ob die männlichen Geschlechtshormone die Schuppen begünstigen können. Auf ein geschwächtes Immunsystem scheint dies zuzutreffen.

Denn bis zu 80 Prozent der Menschen, die an einer HIV-Infektion oder AIDS leiden, bekommen ein seborrhoisches Ekzem. Das körpereigene Abwehrsystem dieser Patienten ist teils stark beeinträchtigt.

Menschen, die aufgrund ihrer genetischen Veranlagung immer wieder die Schuppen bekommen, stellen häufig fest, dass sich die Krankheit bei Stress verschlechtert. Vermutlich wirkt sich die Psyche dabei negativ auf Entzündungsvorgänge in der Haut aus.

Schließlich beeinflussen klimatische Faktoren die Krankheit. So berichten Betroffene immer wieder, dass sie im Winter mehr unter den Schuppen leiden als im Sommer. Auch der Feuchtigkeitsgehalt der Luft spielt offensichtlich eine Rolle: Meeresklima und Sonnenlicht haben einen positiven Effekt auf den Krankheitsverlauf.