Infantiles Hämangiom: Diagnose

Der Arzt erkennt ein Hämangiom, wenn er die Haut untersucht. Weitere Verfahren dienen unter anderem dazu, die Entwicklungsphase des Blutschwamms festzustellen

von Dr. Angela Unholzer, aktualisiert am 15.11.2016
Untersuchung vom Kleinkind

Ein Blutschwämmchen kann der Arzt normalerweise mit dem bloßen Auge erkennen, wenn er das Kind untersucht


Indem er die Eltern des betroffenen Kindes genau befragt und die Haut mit dem bloßen Auge untersucht, stellt der Arzt die Diagnose eines infantilen Hämangioms. Weitere Untersuchungen dienen dazu, die genaue Entwicklungsphase des Blutschwamms zu ermitteln, die exakte Größenausdehnung festzustellen und mögliche Komplikationen auszuschließen.

Der Arzt erkundigt sich bei den Eltern des betroffenen Kindes, in welchem Lebensalter sich die Veränderung erstmalig bemerkbar gemacht hat. Außerdem fragt er, ob der Blutschwamm im Vergleich zum übrigen Körperwachstum überproportional an Größe zugenommen hat und ob er in letzter Zeit weiter gewachsen ist. Anschließend untersucht er die Haut des Kindes mit dem bloßen Auge. Indem er das Hämangiom und dessen Umgebung vorsichtig abtastet, gewinnt er Hinweise darauf, wie weit sich der Gefäßtumor in die Tiefe erstreckt. Außerdem misst er den Blutschwamm aus und führt eine Fotodokumentation durch.

Bei einem ausgedehnten infantilen Hämangiom veranlasst der Arzt zusätzlich Ultraschalluntersuchungen, um die genaue Tiefenausdehnung zu ermitteln und um eine Mitbeteiligung innerer Organe auszuschließen. Im Falle einer Hämangiomatose mit zahlreichen kleinen Hämangiomen an der Haut lässt er gezielt die Bauchorgane mittels Ultraschall untersuchen. Wenn ein infantiles Hämangiom mehr als zehn Zentimeter durchmisst, schließt er eine begleitende Herzschwäche mit Hilfe einer Ultraschalluntersuchung des Herzens (Echokardiografie) aus. Zusätzlich lässt er Blutbild und Gerinnungswerte bestimmen.