Thema: Hausstauballergie

Hausstaubmilbenallergie: Symptome

Eine Hausstaubmilbenallergie äußert sich durch morgendliches Niesen sowie eine laufende oder häufig verstopfte Nase. Bei langjähriger Allergie kann es zu chronischem Husten, Enge in der Brust und erschwertem Atmen kommen
10.09.2013

Hatschi! Hausstaubmilbenallergiker leiden besonders morgens unter Niesattacken oder einer verstopften Nase

Thinkstock/iStockphoto

Viele Menschen reagieren allergisch auf Hausstaubmilben, ohne dass die Allergie Beschwerden bereitet. Bei einem Teil der Betroffenen macht sie sich jedoch durch typische Symptome bemerkbar: Vor allem morgens läuft die Nase oder ist verstopft, begleitet von Niesattacken. Mediziner sprechen von einer allergischen Rhinitis. Manchmal jucken oder tränen die Augen und sind gerötet. Es kommt allerdings selten zu dieser allergischen Bindehautentzündung.

Ist die Allergie ausgeprägter, reagieren auch die unteren Atemwege gereizt. Dies äußert sich durch Husten, erschwertes Atmen oder pfeifende Atemgeräusche. Diese Symptome müssen nicht permanent auftreten. Sie können sich auch nur während körperlicher Anstrengung oder kurz danach ausbilden. Besonders bei Kindern weist dieses Anstrengungs-Asthma auf eine Hausstaubmilbenallergie hin. Es taucht kurz nach oder bereits während intensiver körperlicher Betätigung auf und hält etwa eine halbe Stunde lang an.

Beschwerden vor allem nachts und morgens

Die Symptome treten vor allem in der Nacht und morgens auf, weil der Allergiker im Schlaf am stärksten den Allergenen auf der Matratze ausgesetzt ist. Die Allergene werden bei jeder Drehung im Schlaf erneut aufgewirbelt. Aber auch Saugen oder Staubwischen kann die Beschwerden auslösen. Denn dabei werden Staub und die Allergene aus dem Milbenkot in die Luft gewirbelt und kann auf die Schleimhäute gelangen. Je mehr Milben in der Wohnung vorkommen, desto heftiger ist die Allergie.

Obwohl es das ganze Jahr über zu Beschwerden kommt, leiden Hausstaubmilbenallergiker vor allem im Herbst und Winter. Der Grund: Während des Sommers vermehren sich die Hausstaubmilben, da die Bedingungen für sie ideal sind. Im Herbst, wenn die Heizperiode beginnt und geringe Luftfeuchtigkeit herrscht, sterben sie größtenteils ab. Ihr Kot, der sich in größeren Mengen angesammelt hat, trocknet aus und wird über die trockene Heizungsluft mit dem Hausstaub verteilt.

Chronisch verstopfte Nase durch Hausstaubmilben

Wer langjährig unter einer Allergie gegen Hausstaubmilben leidet, kann dauerhafte Beschwerden entwickeln. Diese stellen sich nicht nur im Schlafzimmer nachts oder morgens ein, sondern auch anderen Orten und zu anderen Zeiten. Zum einen kann sich die Nasenschleimhaut durch die permanente Allergenbelastung chronisch entzünden, was vorwiegend zu häufig verstopfter Nase führt. Manchmal stellen sich auch immer wiederkehrende Niesanfälle ein. Zum anderen kann sich die Bronchialschleimhaut entzünden. So entwickelt sich bei gut einem Drittel der Allergiker schleichend ein allergisches Asthma sowie eine allgemeine Überempfindlichkeit der Atemwege. Mediziner bezeichnen dies als "unspezifische bronchiale Hyperreaktivität". Letzteres äußert sich durch lästigen Reizhusten oder kann sporadisch zu einem Engegefühl in der Brust führen.

Wichtig: Ist die Nase chronisch verstopft, wenden Allergiker häufig abschwellende Nasensprays über längere Zeit an – öfters auch, ohne zu wissen, dass die Beschwerden durch eine Allergie verursacht werden. Die Mittel befreien die Nase jedoch nur kurzzeitig. Wer sie dauerhaft anwendet, bei dem verlieren die Sprays ihre Wirkung. Die Nasenschleimhaut trocknet durch die Mittel aus und schwillt als Gegenreaktion wieder zu. Wer dann noch öfter sprüht, gerät nicht selten in eine Abhängigkeit.


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