Hagebutte: Nicht nur als Tee beliebt

Die Hagebutte enthält viel Vitamin C. Die Früchte schmecken süßsäuerlich und sind beliebt in Früchtetees und Konfitüren

aktualisiert am 24.09.2014
Hagebutte

Die Hagebutte ist die Frucht verschiedener Wildrosenarten


Inhaltsstoffe: Enthält viel Vitamin C

Ihr hoher Gehalt an Vitamin C macht die Hagebutte interessant. Der Körper braucht das Vitamin unter anderem für den Aufbau des Bindegewebes. Auch andere Vitamine sind in relevanten Mengen enthalten: Vitamine der B-Gruppe spielen bei verschiedenen Stoffwechselprozessen eine wichtige Rolle. Provitamin A aus den Hagebutten wird im Körper in Vitamin A umgewandelt. Aus getrockneten Früchten wird Tee gemacht.

Herkunft: Anbau auf großen Plantagen

Wildrosen gedeihen weltweit bei gemäßigtem Klima. Bereits vor 4000 Jahren haben die Perser sie kultiviert. Ihre Anbaugebiete liegen heute vor allem in Osteuropa, Russland, China und Chile. Dort wachsen die Pflanzen auf großen Plantagen.

Botanik: Die Frucht der Wildrosen

Die Hagebutte ist die Frucht verschiedener Wildrosenarten. Schätzungsweise gibt es über 150 Arten davon. Wildrosensträucher werden je nach Art unterschiedlich hoch. Die kleinsten erreichen weniger als einen halben Meter, die größten schießen gleich mehrere Meter hoch. Die in Europa sehr häufig vorkommende Hundsrose gedeiht bevorzugt auf Lehmböden an Waldrändern und in Gebüschen. Ihre überhängenden Zweige sind dicht mit Stacheln besetzt. Die gefiederten Blätter sind kahl. Ihre Oberseite ist dunkler als die Unterseite. Zu Beginn des Winters verliert die Wildrose ihre Blätter. Im Mai und Juni erscheinen die weißen bis rosafarbenen Blüten mit den typisch goldgelben Staubblättern. Im Sommer entwickeln sich aus den Blüten die roten Früchte.

Die Hagebutten reifen bis in den Oktober hinein. Die Samen in ihrem Inneren werden auch als Nüsschen bezeichnet. In jeder Hagebutte befinden sich einige dieser Nüsse umschlossen von einem fleischigen Blütenboden. Beim Kontakt mit Hagebutten vor den Borsten der Nüsschen in Acht nehmen. Die Härchen können Juckreiz auslösen.

Hagebutten-Saison: Ernte auch im Winter

Hagebutten reifen im Spätsommer. Sie können ab etwa September gepflückt werden.

Lagerung: Nicht roh essen

Frisch verarbeitete Hagebutten weisen den höchsten Gehalt an gesunden Inhaltsstoffen auf. Man kann sie aber auch trocknen. Getrocknete Früchte kühl, dunkel und vor Feuchtigkeit geschützt lagern. Roh sollte man Hagebutten nicht essen.

Tipps zur Zubereitung: Als Tee, Gelee oder Likör

Vor dem Genuss die Nüsschen im Inneren der Hagebutten entfernen. Dabei Handschuhe tragen, um sich vor den juckreizauslösenden Härchen zu schützen. Getrocknete Hagebutten sind eine der Hauptzutaten von Früchteteemischungen. Den Tees sind oft noch Malve oder Hibiskus beigegeben. Getrocknete Hagebutten zur Teeherstellung gibt es in der Apotheke. Im frischen Zustand lässt sich das süßsäuerlich und aromatisch schmeckende Obst zum Beispiel zu Mus, Gelee oder Konfitüre verarbeiten. Auch zu diversen Wildgerichten setzen Köche die Früchte ein.

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