Haarausfall: Wissenswert

Informationen zum Haarwachstum und Tipps für die Haarpflege
aktualisiert am 26.06.2017
Jupiter Images/FRENCH PHOTOGRAPHERS ONLY

Im Schnitt stehen auf jedem Kopf 100.000 Haare. Bei Blonden sind es mehr, bei Dunkelhaarigen und Rothaarigen weniger. Die Haarfarbe entsteht durch das Pigment Melanin, genauer durch das individuelle Mischungsverhältnis verschiedener Arten von Melanin. Mit zunehmendem Lebensalter nimmt die Melaninproduktion in den Haaren ab, sie werden allmählich grau. Die Kopfhaare wachsen etwa einen Zentimeter pro Monat. Die "Lebensdauer" eines Haares beträgt rund zwei bis sechs Jahre (hier gibt es unterschiedliche Angaben). Dann fällt es aus.

Nicht alle Kopfhaare befinden sich gleichzeitig im Wachstum. Denn jedes Haar durchläuft nacheinander verschiedene Phasen:

  • Wachstumsphase (Anagenphase)
    Sie dauert einige Jahre (zwei bis sechs). Solange die Pigmentbildung funktioniert, entsteht ein pigmentierter Haarschaft. Mehr als 80 bis 90 Prozent aller Haare befinden sich im Wachstum.
  • Übergangsphase (Katagenphase)
    Sie dauert zwei bis drei Wochen. Das Haar stellt das Wachstum ein und löst sich von seiner Wurzel. In dieser Phase befindet sich etwa ein Prozent aller Haare.
  • Ruhe- beziehungsweise End- und Ausfallphase (Telogenphase)
    Sie dauert circa drei Monate und betrifft bis zu 15 Prozent der Haare. In dieser Zyklusphase wird das alte Haar vom nachwachsenden Haar allmählich nach außen geschoben und fällt schließlich aus.

Im Laufe des Lebens durchläuft jede Haarwurzel etwa zehn bis 20 solcher Zyklen.

Tipps für die Haarpflege:

  • Shampoo sind zur Reinigung von Haaren und Kopfhaut da, nicht zu viel verwenden und die Haare anschließend gut ausspülen
  • Die Haarpflegeprodukte sollten auf Haar und Kopfhaut abgestimmt sein
  • Ab und zu freuen sich die Haare über Spülungen und Kuren, dadurch wird das Haar besser kämmbar
  • Haare nach dem Waschen nicht trockenrubbeln sondern behutsam "trocken drücken" und gerne einige Minuten im Handtuch belassen
  • Nur lauwarm föhnen, den Föhn nicht zu dicht ans Haar halten, alternativ die Haare an der Luft trocknen lassen
  • Haare und Kopfhaut vor UV-Strahlung schützen
  • Nicht zu häufig Stylingprozeduren wie Bleichen, Glätten oder Dauerwellen anwenden – das kann die Haare strapazieren und Haare brüchiger machen. Haarausfall entsteht dabei in der Regel nicht.
  • Bürsten mit abgerundeten Borsten und Kämme mit weit auseinander stehenden Zinken verwenden

  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4
  5. 5
  6. 6
  7. 7

Zum Thema

Hilfe bei haarigen Problemen

Verliere ich zu viele Haare?

Glänzende, dichte Haare strahlen Schönheit und Gesundheit aus. Umso schlimmer ist es, wenn die Pracht plötzlich ausfällt. Welche Anzeichen dafür sprechen »

Newsletter abonnieren

Hier können Sie unseren kostenlosen Newsletter abonnieren »

Symptome-Finder

Wählen Sie:

Spezial

Frau mit langen Haaren

Schönes Haar für immer

Glänzen soll das Haar, dicht und seidig sein. Und das am liebsten jeden Tag. Mit diesen Tipps gelingt das auch Ihnen. »

Zum Thema

Katzen

Katzenpilz: Lästig für Mensch und Tier

Wer im Urlaub streunende Katzen streichelt, kann sich eine Infektion einfangen – den Katzenpilz. Mitunter führt er zu hartnäckigen Haut- und Haarproblemen »

Lesetipp

Haartransplantation

Haartransplantation (Haarverpflanzung)

Trost nach Haarausfall: Um verlorenes Haar zu ersetzen, verpflanzen Ärzte bei der Haartransplantation Haarwurzeln von dichteren Bereichen auf kahlere Stellen »

© Wort & Bild Verlag Konradshöhe GmbH & Co. KG

Weitere Online-Angebote des Wort & Bild Verlages