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Glaukom (grüner Star): Wissenswertes

Eine Vorbeugung gegen das Glaukom gibt es nicht, Früherkennung aber schon

aktualisiert am 10.09.2018
Aktive Senioren

Gesund leben: Wohltat auch für die Augen


A & O fürs Augenlicht: Früherkennung und gesunder Lebensstil

Vorbeugung gegen den grünen Star wäre schön, doch leider gibt es sie nicht wirklich. Wenigstens ist eine Früherkennung möglich (siehe Kapitel "Glaukom: Diagnose"). Und: Eine gesunde Lebensweise, zu der auch Rauchverzicht und regelmäßige körperliche Bewegung gehören, erhält das Normalgewicht aufrecht und schont den Stoffwechsel wie auch die Gefäße.

Die Vorbeugung vorzeitiger Gefäßverkalkung (Arteriosklerose) kann im weitesten Sinne dazu beitragen, krankhafte Gefäßveränderungen und Durchblutungsstörungen auch im Bereich des Sehnervs und des Kammerwinkels im Auge zu vermeiden.

Arzt mit Patientin

Empfehlungen zur Früherkennung

Die Deutsche Gesellschaft für Augenheilkunde (Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft) empfiehlt ab einem bestimmten Lebensalter regelmäßige (leider kostenpflichtige) Kontrollen des Augeninnendrucks. Über 65-Jährige sollten sich alle ein bis zwei Jahre beim Augenarzt untersuchen lassen. Bei Menschen ab 40 Jahren können Kontrollen alle drei Jahre sinnvoll sein (siehe auch Kapitel "Glaukom (grüner Star)" und "Glaukom: Diagnose").

Ebenfalls wichtig: Rauchen und Volkskrankheiten wie Bluthochdruck und Zuckerkrankheit (Typ-1-Diabetes, Typ-2-Diabetes) greifen die Gefäße an. Dies kann auch die Augen betreffen. Lassen Sie sich von Ihrem Hausarzt vorsorglich auch auf diese Risikokrankheiten hin untersuchen. Die Krankenkassen übernehmen zum Beispiel alle zwei Jahre eine Früherkennungsuntersuchung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Nierenerkrankungen für gesetzlich Versicherte ab 35 Jahren (dieser "Check-up 35" gehört zu den kostenlosen Vorsorgeangeboten).

Augentropfen

Tipps zum Umgang mit Augentropfen

Augentropfen zur Glaukombehandlung müssen zum regelmäßigen Bestandteil des Alltags werden wie Essen und Trinken. Unregelmäßigkeiten können auf Dauer dazu führen, dass das Glaukom doch wieder fortschreitet.

Sollten Unverträglichkeiten, beispielsweise Augenbrennen, Juckreiz an den Lidrändern, Kopfschmerzen oder andere Beeinträchtigungen der Grund für die zögerliche Einnahme sein, so gibt es nur eine Empfehlung: zum Augenarzt. Er wird sich nach Möglichkeit darum bemühen, individuell besser verträgliche Tropfen auszuwählen.

Die Tropfen werden bei leicht zurück geneigtem Kopf in die Vertiefung des heruntergezogenen Unterlides, den Bindehautsack, getropft. Danach die Augen sanft schließen. Gehen Sie mit Medikamentenfläschchen hygienisch um, mit sauberen Händen, und ohne die Tropferspitze zu berühren. Halten Sie sich auch an die Lagerungshinweise. Falls Sie Augenlinsen tragen, beim Tropfen herausnehmen.