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Trichomonaden-Infektion: Therapie

Eine Infektion mit Trichomonaden lässt sich mit Antibiotika behandeln. Kontrolluntersuchungen sind wichtig, um zu überprüfen, ob die Behandlung erfolgreich war

03.03.2014
Frau nimmt Tablette

Zur Therapie der Trichomoniasis verschreibt der Arzt üblicherweise ein bestimmtes Antibiotikum in Tablettenform


Eine Trichomoniasis behandelt der Arzt normalerweise mit bestimmten Antibiotika zum Einnehmen. Eine örtliche, vaginale Therapie ist nicht ausreichend. Eine Trichomonaden-Infektion hat bei der richtigen Therapie eine gute Prognose. Bei den meisten Betroffenen schlägt das Medikament schnell und effektiv an. In manchen Fällen muss aber über einen längeren Zeitraum behandelt werden. Kontrolluntersuchungen sind von entscheidender Bedeutung, um mittels Scheidenabstrich den Therapieerfolg zu sichern.

In der Praxis hat sich das Antibiotikum Metronidazol durchgesetzt. Die Ärzte verabreichen bei Trichomonaden-Infektionen einmal oder mehrmals zwei Gramm in Tablettenform. Nach einer Woche sollte eine Kontrolluntersuchung stattfinden.

Für schwangere Patientinnen gilt: zur geeigneten Therapie individuell vom Arzt beraten lassen.

Warum ist eine Partnerbehandlung so wichtig?

Ganz wesentlich ist es, dass sich beide Partner therapieren lassen. Beim Mann verschwinden die Symptome manchmal auch ohne Behandlung. Trotzdem bleibt er ansteckend. Auch wenn ein Mann keine Beschwerden hat oder nie welche hatte, muss er sich gemeinsam mit seiner Partnerin einer Therapie unterziehen. Ohne Behandlung würde er sie sonst immer wieder von neuem anstecken (sogenannter Ping-Pong-Effekt).

Wie lässt sich einer Infektion vorbeugen?

Da Trichomonaden durch ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen werden, bleibt der Gebrauch von Kondomen der sicherste Schutz vor einer Infektion.

Sollten Beschwerden im Genitalbereich oder beim Wasserlassen auftreten, ist es wichtig, sich untersuchen zu lassen. Nach entsprechender Diagnose ist eine gemeinsame Therapie mit dem Sexualpartner oder der Partnerin unerlässlich. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen und im Zweifelsfall gezielte Tests beim Frauenarzt oder Urologen bringen mehr Sicherheit.