Herpes genitalis: Therapie

Mit Hilfe von virushemmenden Medikamenten (Virustatika) lässt sich Herpes genitalis gut behandeln

aktualisiert am 11.03.2014
Hand mit Tablette

Spezielle Tabletten verhindern, dass sich die Herpesviren im Körper weitervermehren


Um eine Infektion mit Herpes-Simplex-Viren (HSV-Viren) zu therapieren, gibt es bislang die Wirkstoffe Aciclovir, Famciclovir und Valaciclovir. Diese Mittel (Virustatika) verhindern, dass sich die Viren vermehren und mildern so den Krankheitsverlauf ab.

Bei Herpes genitalis werden die Virustatika in Tablettenform eingenommen – meist für fünf bis zehn Tage. Beginnt die Therapie früh genug, lässt sich mit Aciclovir auch die Ausbreitung der Viren von den Nervenbahnen aus einschränken. Wiederkehrende Infektionen treten somit seltener auf.

Besteht die Gefahr, dass eine schwangere, mit Herpes genitalis infizierte Frau das Virus während der Schwangerschaft oder bei der Geburt an ihr Kind weitergibt (Herpes neonatorum), erfolgt eine Infusionsbehandlung mit einem virushemmenden Mittel.

Im Gegensatz zu Lippenherpes (Herpes labialis) spielt die äußerliche Behandlung in Form von Cremes bei Herpes genitalis eine eher untergeordnete Rolle.