Feigwarzen: Vorbeugen

Kondome vermindern das Infektionsrisiko. Auch eine Impfung gegen HPV kann vor Feigwarzen schützen

aktualisiert am 04.07.2018

Kondome tragen zum Schutz vor Geschlechtskrankheiten bei


Humane Papillomaviren (HPV) werden über direkten Hautkontakt oder eine Schmierinfektion übertragen, in erster Linie durch ungeschützten Geschlechtsverkehr. Kondome können daher die Gefahr von Feigwarzen verringern, wenn sich diese an Vagina oder Penis befinden. Haben sich die Hautwucherungen an einer anderen Stelle im Intimbereich gebildet, bieten Kondome allerdings keinen Schutz.

Ist ein Partner bereits infiziert, sollte der andere den direkten Hautkontakt mit den befallenen Stellen vermeiden. Ebenfalls ratsam ist die Benutzung getrennter Bade- und Handtücher.

Die HPV-Impfung kann – je nach Impfstoff – vor einer Infektion mit humanen Papillomaviren verschiedener Typen schützen. In erster Linie dient sie dazu, Gebärmutterhalskrebs vorzubeugen.

In Deutschland sind derzeit zwei HPV-Impfstoffe verfügbar. Einer von ihnen schützt vor einer Infektion durch die HPV-Typen 16 und 18, welche Gebärmutterhalskrebs auslösen können. Das Risiko, dass die geimpfte Person an Feigwarzen erkrankt, kann dieser Impfstoff jedoch nicht vermindern.

Der zweite derzeit in Deutschland verfügbare Impfstoff schützt vor einer Infektion mit humanen Papillomviren der Typen 16 und 18 sowie der Typen 31, 33, 45, 52 und 58, welche ebenfalls Gebärmutterhalskrebs auslösen können. Zusätzlich zur breiteren Schutzwirkung geben den Krebs bietet dieser Imfpstoff auch einen vorbeugenden Effekt gegen ein Infektion mit den HPV-Typen 6 und 11 und damit gegen das Auftreten von Feigwarzen.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut in Berlin empfiehlt für Mädchen und Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren in Deutschland die Impfung mit einem der beiden HPV-Impfstoffe. Die Impfung ist nur prophylaktisch wirksam, schützt also vor Neu-Infektionen mit den betreffenden HPV-Typen, kann aber keinen Beitrag zur Behandlung einer bereits bestehenden HPV-Infektion leisten. Außerdem ist zu beachten, dass keiner der beiden Impfstoffe einen absoluten Schutz vor Gebärmutterhalskrebs oder anderen Krebsarten im Genitalbereich oder Feigwarzen bietet da es neben den oben genannten HPV-Typen noch andere HPV-Typen gibt, die Krebs beziehungsweise Feigwarzen auslösen können. Junge Frauen und Männer beziehungsweise ihre Eltern sollten sich vorab vom Arzt über Vor- und Nachteile der Impfung aufklären lassen.