{{suggest}}


Stabiles Sprunggelenk: Bänderriss vermeiden

Nicht einknicken! Überdehnte oder gerissene Außenbänder am Sprunggelenk gehören zu den häufigsten Sportverletzungen. Mit diesen Maßnahmen und Übungen beugen Sie vor

von Diana Faust, 19.08.2019
Sportler bindet sich die Schnürsenkel

Ob im Alltag oder beim Sport, das Risiko umzuknicken besteht überall. Einen gewissen Schutz bieten Bandagen


Kleines Gelenk, große Belastung

Beschädigte Außenbänder zählen laut einem Beitrag in der Zeitschrift für Orthopädie und Unfallchirurgie mit einem Fall pro Tag und 10 000 Einwohner zu den häufigsten Verletzungen überhaupt. Die Hälfte davon ereignet sich beim Sport, vor allem bei Disziplinen wie Fußball, Basketball, Volleyball.

Aber auch im Alltag knicken Menschen um. Auf unebenem Untergrund wirken auf das verhältnismäßig kleine Sprunggelenk große Kräfte. "Bei ­­Bordsteinkanten, Treppen oder beim ­Tragen von High Heels ist es schnell geschehen", sagt Professor Markus Walther, Chefarzt im Fachzentrum für Fuß- und Sprunggelenkchirurgie in der Münchner Schön-Klinik.

Schützende Stiefel

Am besten beugen Sie vor, indem Sie die Muskeln um das Sprunggelenk gut trainieren (siehe Übungen unten). Darüber hinaus kann man bei Sportarten, bei denen das Risiko für Umknicken und damit für Bandverletzungen hoch ist, Bandagen tragen. "Manche Basketball- oder Volleyballvereine schreiben sogar vor, dass man nur mit solchen Schutzteilen spielen darf", berichtet Walther.

Auch passendes Schuhwerk kann helfen. Beim Spazierengehen etwa Wanderschuhe, die über den Knöchel reichen, oder Basketballstiefel. Gleichzeitig schränken solche Schuhe aber die Beweglichkeit ein. "Da muss man je nach Sportart abwägen", so Walther.

Übungen für stabile Gelenke

Heilsame Bewegung

Und wenn doch etwas passiert? Die Heilungsphase beträgt circa sechs Wochen. In den meisten Fällen wird konservativ behandelt, der Pa­tient trägt eine Sprunggelenk-Orthese. ­Belasten kann man, so gut es geht. "Sind die Schmerzen abgeklungen, muss der Fuß nicht mehr geschont werden", sagt Walther. Im Gegenteil: Bandverletzungen heilen besser durch moderate Bewegung.

Wichtig ist ein individuelles, gezieltes Training der Muskulatur, um nicht wieder um­zu­knicken. Das passiert nämlich oft. Operiert wird eher selten – zum Beispiel dann, wenn Schmerzen nicht abklingen wollen, man über längere Zeit ständig umknickt oder wenn alle Bänder gerissen sind.

Erste Hilfe bei Bänderverletzung: Was tun?

  • Ruhig stellen: Vermeiden Sie Be­lastung, um den Schaden gering zu halten. Legen Sie den Fuß hoch.
  • Kühlen und Kompression: ­Kühlpack und Kompressionsverband sollen Schwellungen und Einblutungen ­vorbeugen.
  • Schmerzen verringern: Bei Bedarf können Schmerzmittel eingenommen werden.