Springerknie (jumpers knee): Diagnose

Angaben des Betroffenen über Sportgewohnheiten und Beschwerden, eine orthopädische Untersuchung, Ultraschall – so erkennt der Arzt ein Springerknie
von Dr. med. Claudia Osthoff, aktualisiert am 15.09.2014

Knie im Test: Probleme beim Beugen und Strecken, mit und ohne Widerstand?

W&B/LiquidLibrary/ DynamicGraphics

Springerknie: Diagnose mit einfachen Mitteln

Der Arzt stellt ein Springerknie in erster Linie klinisch fest. Dabei bewertet er zunächst die Beschwerden und ihre Entwicklung, wie der Patient sie beschreibt, ferner dessen Angaben über sportliche Aktivitäten und eventuelle frühere Kniebeschwerden oder -verletzungen (Krankengeschichte oder Anamnese).

Bei der anschließenden orthopädischen Untersuchung prüft der Arzt, ob die Kniescheibensehne an ihrem Ursprung druckschmerzhaft oder hier sogar eine Schwellung fühlbar ist.

Verspürt der Patient Schmerzen, wenn er das Knie gegen Widerstand aktiv streckt, weist das ebenfalls auf ein Springerknie hin. Dazu passt, wenn der Druckschmerz in Beugestellung nachlässt.

Außerdem überprüft der Arzt die Stellung und Verschieblichkeit der Kniescheibe in ihrem Gleitlager und ihre Beschaffenheit. Auch testet er die Stabilität der Bänder am Knie sowie die Muskelkraft und -spannung am Oberschenkel.

Mituntersucht werden Wirbelsäule, Hüftgelenke und Füße, da sie die Knie statisch beeinflussen. Nicht zuletzt kontrolliert der Arzt die Muskelreflexe und tastet die arteriellen Pulse ab.

Bildgebende Verfahren nur ausnahmsweise

Routinemäßig sind bildgebende Verfahren nicht erforderlich. Bei einer Ultraschalluntersuchung lässt sich eine degenerativ veränderte Kniescheibensehne zwar darstellen, weniger jedoch das Ausmaß der Schädigung, zum Beispiel ein Teilriss.

Das gelingt jedoch sehr gut mittels Magnetresonanztomografie (MRT). Sie ist vor allem angezeigt, um Diagnose und Therapie so effektiv wie möglich aufeinander abzustimmen, etwa im Leistungssport, außerdem vor einer Operation, um den geschädigten Bereich genau festzulegen.

Andere bildgebende Verfahren wie Röntgen, Computertomografie (CT) oder Szintigrafie dienen speziellen Fragestellungen bei Knieschmerzen oder -verletzungen.


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