Blutungen außerhalb der Regel: Therapie und Selbsthilfe

Die Behandlung von unregelmäßigen Blutungen richtet sich immer nach der Ursache. Mit einem gesunden, ausgeglichenen Lebensstil kann eine Frau ihren Menstruationszyklus positiv beeinflussen
von Andrea Blank-Koppenleitner , aktualisiert am 14.11.2016

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BananaStock/ RYF

Die "Tage" sind normalerweise kein Grund für eine Frau, sich besonders zu schonen oder zurückzuziehen. Meistens kann sie auch während der Periode körperlich und sportlich aktiv sein. Moderne Monatsbinden und Tampons ermöglichen es, sich unbefangen zu bewegen. Wichtig ist es, Binden und Tampons mehrmals täglich zu wechseln und auf die richtige Intimpflege zu achten.

Um das Scheidenmilieu nicht zu reizen, genügt es, den äußeren Genitalbereich mit warmem Wasser zu waschen. Auch auf Geschlechtsverkehr muss eine Frau, die ihre Tage hat, nicht verzichten, es sei denn, sie oder ihr Partner fühlten sich durch die Blutung gestört. Hat einer von beiden eine Reizung oder Infektion an den Geschlechtsorganen, ist es jedoch ratsam zu warten, bis die Entzündung ausgeheilt ist. Denn in dieser Zeit können Krankheitserreger leichter von außen durch die Scheide in die Gebärmutter gelangen.

Unregelmäßige Blutungen: Die Ursache bestimmt die Therapie

Kommt es zu Blutungen außerhalb der Regel, sollte eine Frau immer zu ihrem Frauenarzt gehen. Die Therapie zielt dann auf die jeweilige Ursache ab. Je nachdem, ob ein organischer oder hormoneller Auslöser vorliegt, behandeln die Ärzte mit Medikamenten, Hormonpräparaten oder chirurgische Maßnahmen. Bei bestimmten Krankheitsbildern wie Wucherungen oder Tumoren werden oft auch operative Eingriffe mit Hormontherapien kombiniert.

Mögliche Infektionen mit Bakterien oder Pilzen können meist mit Medikamenten wie Antibiotika beziehungsweise Antimykotika (Mittel gegen Pilze) ausheilen. Kleine Wucherungen, Myome oder Polypen entfernt der Frauenarzt in der Regel in einem chirurgischen Eingriff. Das gilt auch für bösartige Tumore, die je nach Stadium und Krebsart durch Operationen, Strahlentherapie und gegebenenfalls Chemotherapie behandelt werden. Ist eine Spirale Ursache für die Blutungen, wird der Arzt sie gegebenenfalls herausnehmen.

Was eine Frau selbst tun kann: Infektionen vorbeugen, die Seele stärken

Da einer der Hauptübertragungswege für krankmachende Keime ungeschützter Geschlechtsverkehr ist, sollten Frauen mit wechselnden Partnern auf der Verwendung von Kondomen bestehen.

Die Psyche übt einen wesentlichen Einfluss auf das Wechselspiel der Geschlechtshormone aus. Ungleichgewichte in anderen Hormonregelkreisen stören deren Gleichgewicht oft empfindlich. Zu viele Stresshormone, zu wenig positive Stimmungshormone etwa können sich auf den Menstruationszyklus und damit verbundene Beschwerden auswirken. Unabhängig von der Ursache ihrer Blutungsstörung hilft es vielen Frauen schon, im Alltag für mehr Entspannungsphasen zu sorgen, Sport zu treiben und sich gesund zu ernähren. Dazu gehört es auch, nicht zu rauchen und möglichst auf Alkohol zu verzichten.

Bei stärkeren seelischen Belastungen und ernsten Erkrankungen kann es sinnvoll sein, unterstützend zur ärztlichen Behandlung gezielt Entspannungstherapien zu erlernen und sich gegebenenfalls psychotherapeutisch beraten zu lassen.


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