Fersensporn: Diagnose

Typische Symptome wie Fersenschmerzen deuten meist schon auf den Fersensporn hin. Manchmal wird er auch zufällig bei einer Röntgenuntersuchung entdeckt

aktualisiert am 22.04.2014

Röntgenaufnahme des Fußes: Der Fersensporn ist am Fersenbein erkennbar


Der Arzt erkundigt sich nach den Beschwerden des Patienten und nach der individuellen Krankengeschichte.

Dann untersucht er den betroffenen Fuß. Der Arzt prüft unter anderem, ob und an welchen Stellen der Fuß druckschmerzhaft ist. Ein sehr großer Fersensporn lässt sich durch den Schmerz genau lokalisieren. Ein Druckschmerz an der Fußsohle auch bei ausgestreckten Zehen, kann auf einen entzündeten Fersensporn hindeuten. Der Schmerz wird in diesem Fall zu den Zehnen fortgeleitet.

Um einen Fersensporn sicher nachzuweisen, ist eine Röntgen-Untersuchung erforderlich. Auf dem Röntgenbild ist ein Fersensporn deutlich sichtbar. Er zeigt sich als dornenförmiger Knochenfortsatz, der entweder von der Unterseite des Fersenbeins in Richtung Fußspitze nach vorn ragt (unterer, plantarer Fersensporn, siehe Bild und Kapitel Ursachen). Oder er befindet sich am oberen seitlichen Rand des Fersenbeins (oberer, kranialer Fersensporn).

Bei leichten Fersenschmerzen und wenn keine Hinweise auf andere Ursachen für die Beschwerden vorliegen, ist eine Röntgen-Untersuchung aber oft entbehrlich. Stattdessen kann direkt mit der Therapie begonnen werden.

Besteht der Verdacht auf andere Auslöser der Fersenschmerzen, kann – je nach Vermutung des Arztes – das Röntgenbild, eine Ultraschalluntersuchung oder eine Magnet-Resonanz-Tomografie (MRT) Klarheit bringen. Vermutet der Arzt eine entzündliche Grunderkrankung wie Rheuma oder Gicht kann er eventuell eine Blutprobe untersuchen und charakteristische Veränderungen darin nachweisen.

Manchmal wird ein Fersensporn rein zufällig auf einem Röntgenbild entdeckt. Solange er keine Beschwerden oder Entzündungen verursacht, muss er nicht behandelt werden.