Fenchel: Tolle Knolle

Den Anisduft des Fenchels bestimmen ätherischen Öle. Das Gemüse gilt als verdauungsfördernd. Roh als Salat passt es gut zu Nüssen, aber auch gegart schmeckt es fein
aktualisiert am 08.04.2014

Die Fenchelknolle ist weiß-grünlich und seitlich abgeflacht

Fotolia/Wim L.

Inhaltsstoffe: Fenchel enthält unter anderem ätherische Öle

Das ätherische Öl des Fenchels (mit Inhaltsstoffen wie Anethol, Menthol und Fenchon) sind der Grund für seinen intensiven Anisgeschmack. Sie haben eine positive Wirkung bei bestimmten Magen-Darm-Beschwerden wie Blähungen. Fenchel gilt daher auch als Heilpflanze. Auch Vitamin C und Eisen enthält der Fenchel. Letzteres wird unter anderem zur Blutbildung benötigt. Daneben kommen zum Beispiel auch Provitamin A und Kalium im Fenchel vor. 

Herkunft: Sonniges Mittelmeer und Vorderasien

Die Gegend ums Mittelmeer und Vorderasien ist die Heimat des Fenchels. Während des Mittelalters wurde er in Klostergärten angebaut und vor allem als Heilpflanze geschätzt.

Botanik: Fleischige Knolle in weiß und grün

Foeniculum vulgare kommt aus der Familie der Doldenblütler. Die krautige Pflanze wird bis zu zwei Meter hoch, ihre Speicherblätter bilden eine fleischige knollenähnliche Zwiebel. Diese wird etwa so groß wie eine Faust und wiegt ungefähr zwischen 250 und 400 Gramm. Sie ist weiß-grünlich und seitlich abgeflacht.

Fenchel-Saison: Juni bis Oktober

Fenchel ist quasi das ganze Jahr über erhältlich, Hauptsaison ist zwischen Juni und Oktober.

Lagerung: Kühl im Gemüsefach

Fenchel sollte möglichst frisch gegessen werden. Im Gemüsefach des Kühlschranks hält er sich einige Tage. Einfrieren kann man ihn zum Beispiel blanchiert. Dazu schneidet man ihn am besten klein.

Tipps zur Zubereitung: Gründlich waschen

Beim Kauf gilt: Die Knolle sollte prall und weiß bis hellgrün sein. Bei der Zubereitung wird die Knolle unter fließendem Wasser gründlich gewaschen, die grünen Stängel und der Wurzelansatz werden herausgeschnitten, dickere Fasern entfernt. In Hälften, Viertel oder längliche Stücke geschnitten, lässt sich der Fenchel nun garen. Das Fenchelkraut wird frisch benutzt.

Nicht jeder mag dieses Gemüse mit seinem intensiven Anisaroma, dabei ist es vielseitig verwendbar. Roh eignet es sich als Snack, im Salat passt es hervorragend zu Nüssen. Als wichtiger Bestandteil der mediterranen Küche lässt sich der Fenchel gebraten, gedünstet und geschmort mit anderen Gemüsesorten des Mittelmeerraumes kombinieren. Als Beilage passt er sowohl zu Fisch, Fleisch als auch zu Meeresfrüchten.

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Nährwerttabelle: Fenchel-Knolle (pro 100 Gramm)


Energie


kcal
19

Fett


gesamt (g)
Spuren

Kohlenhydrate


gesamt (g)
3

Mineralstoffe (mg)


Natrium (Na)
25
Kalium (K)
395
Calcium (Ca)
40
Magnesium (Mg)
10
Phosphat (P)
50
Eisen (Fe)
1,0
Zink (Zn)
0,2

Vitamine


Beta-Carotin (µg)
140
Vitamin E (mg)
0,1
Vitamin B1 (mg)
0,03
Vitamin B2 (mg)
0,11
Vitamin B6 (mg)
0,06
Folsäure (µg)
35
Vitamin C (mg)
9

 

Quelle der Nährwertangaben: Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Die Nährwerttabelle


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