Feldsalat: Reich an Nährstoffen

Feldsalat ist wegen seines Vitamingehalts und seiner Mineralstoffe eine der nährstoffreichsten Salatsorten. Hauptsaison ist im Winter, denn Feldsalat trotzt dem Frost
aktualisiert am 19.03.2014

Feldsalat: Reich an Vitamin C, Eisen und Folsäure

Thinkstock/Zoonar

Inhaltsstoffe: Feldsalat ist vitamin- und mineralstoffreich

Feldsalat gilt als der gesündeste Salat. Er ist besonders reich an Provitamin A wie zum Beispiel Beta-Carotin und an Vitamin C. Provitamin A wird im Körper zu Vitamin A, das für verschiedene Wachstumsprozesse wichtig ist und Sinnesleistungen wie den Sehvorgang unterstützt. Vitamin C stärkt das Immunsystem und ist wichtig für den Aufbau von Bindegewebe und Knochen. Die ebenfalls enthaltene Folsäure ist erforderlich für die Neubildung von Zellen. Der Eisenanteil im Feldsalat ist höher als in anderen Salaten. Eisen ist unentbehrlich für den Sauerstofftransport im Körper. Relevant sind auch die Anteile an den Mineralstoffen Kalium, Kalzium und Magnesium. Die ätherischen Öle aus dem Salat verfeinern nicht nur den Geschmack. Speziell dem Baldrianöl wird nachgesagt, dass es schwache Venen stärkt.

Herkunft: Feldsalat wuchs lange nur wild

Seit der Steinzeit nutzen Menschen den Feldsalat als Nahrungspflanze. Jahrhundertelang wurde er ausschließlich wild gesammelt. Angebaut wird er erst seit etwa 100 Jahren. Heute findet die Kultivierung der Salatpflanze in weiten Teilen Europas statt.

Botanik: Feldsalat trotzt dem Frost

Der Gewöhnliche Feldsalat Valerianella locusta aus der Pflanzenfamilie der Baldriangewächse ist eine einjährige Salatpflanze. Bekannt ist er auch als Kleine Rapunzel. Es gibt ihn in groß- und kleinblättrigen Sorten. Die Stängel erreichen Wuchshöhen von bis zu 15 Zentimetern. Die Blätter sind spatelförmig und durchschnittlich drei bis fünf Zentimeter lang. Sie stehen in einer Rosette zusammen. Bei der Ernte wird die Rosette direkt über der Erde abgeschnitten.

Feldsalat ist frostbeständig. Im gefrorenen Zustand sollten die Blätter allerdings nicht geerntet werden. Sie fallen sonst welk zusammen. Bei steigenden Temperaturen kann die Ernte eingeholt werden. Nach dem Winter erscheinen ab April die Blüten. Sie sind blassblau gefärbt und stehen in kleinen Gruppen (Trugdolden) zusammen. Die Blüten können sich selbst bestäuben oder lassen das von Insekten erledigen. Die Früchte des Feldsalats enthalten jeweils einen Samen. Botaniker bezeichnen sie als Nüsse. Sie sind asymmetrisch geformt und seitlich etwas zusammengedrückt.

Zu unterscheiden ist zwischen Feldsalat vom Acker und Treibhausware. Der Freilandsalat ist in der Regel knackiger. Beim Treibhaussalat sind die Blätter dafür zarter und heller. Ihr Aroma ist allerdings weniger intensiv.

Saison: Feldsalat grünt im Winter

Das Gemüse ist ein typischer Herbst- und Wintersalat. Die Haupterntezeit für Feldsalat liegt in Deutschland zwischen Oktober und Dezember. Freilandware ist vor dem ersten Frost am knackigsten. Durch Importe und dank vielfältiger Kultursorten ist er heute ganzjährig verfügbar.

Lagerung: Rasch verbrauchen

Im Gemüsefach des Kühlschranks ist Feldsalat wenige Tage lang haltbar. Inhaltsstoffe und Aroma gehen bei der Lagerung allerdings verloren und die Blätter welken rasch.

Tipps zur Zubereitung: Passt hervorragend zu Nüssen

Im Inneren der Rosetten können sich Rückstände von Erde oder Sand anzusammeln. Daher den Feldsalat vor dem Verzehr gründlich waschen. Der Schmutz lässt sich am besten entfernen, wenn der Salat zuerst mit der Hand geputzt und anschließend in kaltes Wasser gelegt wird. Die feuchten Blätter danach in ein Sieb geben, noch mal mit Wasser abspritzen und in einer Salatschleuder trocknen. Mit seinem ausgefallenen Nussaroma entschädigt der Salat für die aufwendige Zubereitung. Er schmeckt sowohl alleine als auch gemischt mit anderen Blattsalaten. Lecker dazu sind Nüsse.

Serviert wird Feldsalat zu deftigen und fleischhaltigen Gerichten oder mit geröstetem Speck. Kartoffelsalat veredeln die grünen Blätter auch optisch. In Fleischbrühe gekocht haben die Menschen Feldsalat früher als Gemüse zubereitet. Da beim Erhitzen allerdings Vitamine verloren gehen und die Blätter schleimig werden, ist der Einsatz in der kalten Küche empfehlenswerter.

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Nährwerttabelle: Feldsalat (pro 100 Gramm)


Energie


kcal
14

Fett


gesamt (g)
Spuren

Kohlenhydrate


gesamt (g)
1

Mineralstoffe (mg)


Natrium (Na)
4
Kalium (K)
420
Calcium (Ca)
35
Magnesium (Mg)
10
Phosphat (P)
50
Eisen (Fe)
2,0
Zink (Zn)
0,5

Vitamine


Beta-Carotin (µg)
3900
Vitamin E (mg)
0,6
Vitamin B1 (mg)
0,07
Vitamin B2 (mg)
0,08
Vitamin B6 (mg)
0,25
Folsäure (µg)
145
Vitamin C (mg)
35

 

Quelle der Nährwertangaben: Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Die Nährwerttabelle


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