Zöliakie: Versteckte Glutenfallen

Menschen, die das Klebereiweiß Gluten nicht vertragen, müssen aufpassen: Es steckt in vielen Lebensmitteln, bei denen man das nicht unbedingt erwartet

von Sophie Kelm, aktualisiert am 15.10.2018
Frau isst Pommes

Vorsicht, Fertigpommes enthalten oft verstecktes Gluten


Zöliakiepatienten, also Menschen, die das Klebereiweiß Gluten nicht vertragen, müssen ihren Speiseplan grundlegend umstellen – ein Leben lang. "Es gibt bis heute keine andere Therapie für Betroffene, als die Vermeidung glutenhaltiger Speisen", erklärt Dr. Stephanie Baas, Ärztin von der Deutschen Zöliakie Gesellschaft in Stuttgart.

Gluten: Zum Beispiel in Weizen, Roggen, Gerste und Dinkel

Gluten ist ein Eiweißgemisch, das ganz natürlich in den Körnern verschiedener Getreidesorten vorkommt, beispielsweise in Weizen, Roggen, Gerste und Dinkel. Essen Zöliakiekranke allerdings Gluten, entzündet sich ihre Darmschleimhaut. Sie können dann Nährstoffe nicht mehr richtig aufnehmen. In der Folge droht eine Mangelernährung. Bei Kindern kann es zum Beispiel zu Wachstumsverzögerungen kommen.

Zöliakie kann unterschiedliche Beschwerden verursachen

Später zeigt sich die Zöliakie oft sehr unterschiedlich: Manche Betroffene haben kaum Beschwerden, andere leiden immer wieder unter Verdauungsproblemen wie Bauchschmerzen, Blähungen und Stuhlunregelmäßigkeiten. Möglich sind aber auch diverse andere Symptome wie Hautausschlag oder Unfruchtbarkeit.

Dass viele Brotsorten sowie die meisten Nudeln und Backwaren für Zöliakiepatienten tabu sind, wissen die meisten Menschen. Aber auch in Produkten, bei denen man es nicht gleich erwarten würde, steckt Gluten. In unserer Bildergalerie haben wir zwölf Beispiele für Glutenfallen gesammelt, in die Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit lieber nicht tappen sollten.

Hier versteckt sich Gluten:

Zuletzt noch ein Tipp: Spezialisierte Ernährungsberater informieren Sie darüber, wie Sie die Ernährungstherapie bei Zöliakie am besten umsetzen. Die meisten Krankenkassen erstatten zumindest einen Teil der Beratungskosten. Und: "Die DZG bietet für ihre Mitglieder eine Liste von Lebensmitteln aus dem herkömmlichen Sortiment an, die glutenfrei sind. So kann man den Einkauf sicher gestalten", rät Baas.