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Radicchio: Bitter, aber gesund

Radicchio enthält Bitterstoffe, aber auch Vitamine und Mineralstoffe. Der Salat hält sich relativ lange und verleiht Gerichten eine charakteristische Note

aktualisiert am 29.12.2014
Radicchio

Stammt aus Italien: Radicchio


Inhaltsstoffe: Bitterstoffe beeinflussen Geschmack

Salate der Zichoriengruppe – zu denen Radicchio gehört – gelten als besonders vitamin- und mineralstoffreich. Radicchio (Radikkio ausgesprochen) enthält Bitterstoffe (Intybin), außerdem unter anderem Vitamin C sowie B-Vitamine. Auch mit Mineralstoffen punktet Radicchio: Eisen, Kalium und Kalzium finden sich zum Beispiel in ihm. Dazu weist Radicchio bestimmte sekundäre Pflanzenstoffe auf, die Anthocyane.  

Herkunft des Radicchio: Ein echter Italiener

Radicchio kommt ursprünglich aus Südeuropa. Schon in der Antike aß man die Ursprungsform des Radicchio, die bläuliche Wegwarte. Anfangs war das Kraut als Heilpflanze bekannt. Ab dem 16. Jahrhundert nutzte man die Eigenschaft des Radicchios, im Winter zu wachsen. Heute wird er hauptsächlich in Norditalien angebaut, hat sich aber auf der ganzen Welt verbreitet. Hierzulande ist Radicchio erst seit wenigen Jahrzehnten bekannt.

Botanik: Verwandt mit Chichorée

Radicchio gehört zur Gattung der Wegwarten (Cichorium). Es gibt viele verschiedene Typen. Er ist eng verwandt mit Chicorée und Endivie. Daher kommt auch ein weiterer Name, unter dem Radicchio bekannt ist: Rote Endivie. Er gehört anders als etwa Kopfsalat nicht zur sogenannten Lattich-Gruppe, sondern zur Zichoriengruppe.

In Deutschland wird eher der runde Sommerradicchio angebaut und verzehrt. Man benennt ihn auch nach der italienischen Region Chioggia. Er hat dunkelrote Blätter und weiße Stiele. Einen zapfenförmigen Kopf weist der Typ Treviso Precoce auf. Winterradicchio kann rund oder zapfenförmig sein, rote oder grüne Blätter haben oder sogar einem Kopfsalat ähneln. Dieser Typ ist winterhart, das heißt, er überlebt auch kühlere Nächte. Nicht nur das: Erst die Frostnächte sorgen für die rote Färbung des Salats.

Saison des Radicchio: Im Freiland von Juli bis Oktober

Das ganze Jahr über kann man Radicchio aus Italien im Supermarkt kaufen. Radicchio kann auch in Deutschland angebaut werden: Von Juli bis Oktober gibt es ihn aus Freilandanbau, im Mai, November und Dezember auch aus Unterglasanbau.

Lagerung des Radicchio: Bis zu eine Woche

Radicchio ist lange haltbar. Wer ihn gut verpackt, zum Beispiel in ein Papiertuch, kann ihn bis zu eine Woche im Kühlschrank aufbewahren.

Tipps zur Zubereitung: Radicchio im Risotto

Radicchio schmeckt relativ bitter. Daher empfiehlt es sich, ihn gemischt mit anderen Salat- oder Gemüsesorten zuzubereiten. Süßes Obst balanciert die Bitternote aus, wie etwa im Orangen-Radicchio-Salat. Radicchio lässt sich auch sehr gut dünsten. In italienischen Gerichten kommt er häufig vor, zum Beispiel in Risotto. Probieren Sie es aus!

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Nährwerttabelle: Radicchio (pro 100 Gramm)


Energie


kcal
14

Fett


gesamt (g)
Spuren

Kohlenhydrate


gesamt (g)
2

Mineralstoffe (mg)


Natrium (Na)
10
Kalium (K)
240
Calcium (Ca)
40
Magnesium (Mg)
10
Phosphat (P)
25
Eisen (Fe)
1,5
Zink (Zn)
0,2

Vitamine


Beta-Carotin (µg)
800
Vitamin E (mg)
0,5
Vitamin B1 (mg)
0,07
Vitamin B2 (mg)
0,03
Vitamin B6 (mg)
0,05
Folsäure (µg)
35
Vitamin C (mg)
30

 

Quelle der Nährwertangaben: Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Die Nährwerttabelle


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