Eileiter- und Eierstockentzündung: Therapie

Eine Eileiter- und Eierstockentzündung wird meistens mit Antibiotika behandelt

aktualisiert am 26.02.2013

Gegen die Erreger der Eileiterentzündung kommen oft Antibiotika zum Einsatz


In vielen Fällen ist bei einer Eileiter- und Eierstockentzündung ein stationärer Aufenthalt im Krankenhaus sinnvoll – insbesondere dann, wenn auf eine ambulante Therapie keine wesentliche Besserung eintritt, oder wenn die Diagnose anfangs nicht eindeutig ist. Eine Adnexitis kann ähnliche Symptome hervorrufen wie eine Eileiterschwangerschaft oder eine Blinddarmentzündung.

Zur Behandlung einer Eileiter- und Eierstockentzündung gehören zunächst einige Basismaßnahmen. Neben Bettruhe ist sexuelle Enthaltsamkeit während der Behandlungszeit sinnvoll. Fremdkörper, wie die Spirale (Intrauterinpessar), müssen entfernt werden.

Antibiotika-Therapie

Die medikamentöse Behandlung einer Eileiter- und Eierstockentzündung erfolgt hauptsächlich durch Antibiotika. Zunächst wird ein Antibiotikum verabreicht, das sich gegen die wahrscheinlichsten Erreger richtet. In der Zwischenzeit werden durch einen Abstrich aus Scheide und Gebärmutterhals die tatsächlichen Erreger ermittelt. Mithilfe eines so genannten Antibiogramms kann die Empfindlichkeit der Bakterien auf bestimmte Antibiotika getestet werden. Auf diese Weise lässt sich die Eileiter- und Eierstockentzündung gezielt bekämpfen.

Je nach Erreger und Schwere der Eileiter- und Eierstockentzündung kann die Therapiedauer bis zu drei Wochen betragen. Bei sexuell übertragbaren Erregern, zum Beispiel Gonokokken oder Trichomonaden, ist auch eine entsprechende Behandlung des Partners ratsam.

Neben der antibiotischen Behandlung der Adnexitis können zusätzlich entzündungshemmende und schmerzstillende Medikamente gegen die Beschwerden der Eileiter- und Eierstockentzündung verordnet werden.