Eileiter- und Eierstockentzündung: Komplikationen

Normalerweise heilt eine Eileiter- und Eierstockentzündung bei rechtzeitiger Behandlung aus. Komplikationen und Spätfolgen sind aber möglich

aktualisiert am 26.02.2013

Bleibt eine Eileiter- und Eierstockentzündung längere Zeit unentdeckt, können Komplikationen auftreten. So können Eiteransammlungen (Abszesse) in den Eileitern oder Eierstöcken den Krankheitsverlauf verschlechtern. Es ist auch möglich, dass die Infektion auf andere Organe übergreift.

Im Extremfall kommt es zu einer Entzündung des Bauchfells (Peritonitis) im gesamten Bauchraum. Breiten sich die Erreger über die Blutbahn aus, spricht man von einer Blutvergiftung oder Sepsis. Diese seltenen Komplikationen der Adnexitis sind lebensbedrohlich. Besonders gefürchtet sind Infektionen mit speziellen Bakterien, wie Anaerobiern oder Haemophilus influenzae.

Risiko Eileiterschwangerschaft

Als Spätfolge einer Eileiter- und Eierstockentzündung können Verwachsungen auftreten. Durch die Entzündungen im Bauchraum verkleben die Organoberflächen miteinander. Solche Verklebungen können unter Umständen Schmerzen verursachen. Auch können sie die Passage der Eizelle vom Eierstock in die Gebärmutter blockieren. Findet dennoch eine Befruchtung statt, ist das Risiko einer Eileiterschwangerschaft erhöht.

Risiko Unfruchtbarkeit

Bei einem vollständigen Verschluss der Eileiter ist eine natürliche Schwangerschaft so gut wie ausgeschlossen.  Es ist möglich, Verwachsungen operativ zu lösen.

Unerkannte Eileiter- und Eierstockentzündungen sind eine häufige Ursache für ungewollte Kinderlosigkeit. Insbesondere Erreger wie Chlamydien können schleichende, kaum merkbare Verläufe verursachen und zur Unfruchtbarkeit führen.

Regelmäßige Kontroll-Untersuchungen durch den Frauenarzt und die konsequente Anwendung von Kondomen können vor Infektionen schützen und das Risiko einer Adnexitis mindern.