Drachenfrucht: Das steckt in den pinken Exoten

Die pinken Exoten sind hübsch anzusehen und haben ein frisches, oft etwas wässriges Aroma. Verzehrt man Drachenfrucht in größeren Mengen, kann sie abführend wirken

aktualisiert am 14.06.2013

Die Drachenfrucht ist reif, wenn sie pink leuchtet und auf leichten Druck nachgibt


Inhaltsstoffe der Drachenfrucht: Circa 90 Prozent Wasser

Drachenfrüchte bestehen zu etwa 90 Prozent aus Wasser und sind daher relativ kalorienarm. Sie enthalten Eisen, Kalzium und Phosphor. Eisen ist wichtig für die Blutbildung, Kalzium und Phosphor für Knochen und Zähne. Auch enthalten die Exoten Vitamin E und C. Vitamin C spielt eine Rolle beim Aufbau des Bindegewebes. Verzehrt man eine größere Menge Drachenfrucht, kann sie abführend wirken.

Herkunft der Drachenfrucht: Mittelamerika

Die Wiege der Drachenfrucht befindet sich vermutlich im Süden Mexikos. Heute wächst sie in allen tropischen Klimazonen. Vor allem in Asien wird die Drachenfrucht kultiviert. Hauptanbauländer sind: China, Nicaragua, Vietnam, Israel. Früchte aus Sri Lanka sind besonders teuer, weil es dort nur wenige Bauern gibt, die sie anpflanzen.

Botanik: Pitahaya blüht nur eine Nacht

Die Drachenfrucht oder Pitahaya gehört zur Familie der Kakteengewächse. Sie ist die Frucht eines kletternden Kaktus, der sich mit seinen Haftwurzeln an Stützpflanzen oder Mauerwerk festhält. Die Sprossen haben keine spitzen Dornen.

Die Art Hylocereus undatus, zu der die Drachenfrucht zählt, trägt von Juni bis September Blüten, die sich an den Enden der Sprossen befinden. Die Blüten gehören zu den größten der Welt: Sie werden bis zu 30 Zentimeter lang und haben einen Durchmesser von bis zu 25 Zentimetern. Das Besondere an ihnen: Die Blüten öffnen sich nur für eine Nacht, dann verströmen sie einen betörenden Duft, der an Jasmin erinnert.

Aus den Blüten wachsen die Früchte: Sie sind zehn bis 15 Zentimeter lang, bis zu 500 Gramm schwer und wie ein Rugbyball geformt. Die Schale ist rosa bis rot und schuppig. Das weiße oder rote, nicht fasrige Fruchtfleisch ist durchzogen von vielen kleinen, schwarzen Kernen. Es schmeckt süßlich und tropisch frisch und erinnert an das Aroma von Erdbeeren, Kiwis und Bananen. Neben der pinkfarbenen Drachenfrucht gibt es auch Pitahayas mit gelber Schale und weißem Fruchtfleisch.

Drachenfrucht-Saison: Kleine Mengen immer verfügbar

Es ist schwierig, vollaromatische Drachenfrüchte zu kaufen, weil sie nach der Ernte nur kurze Zeit frisch bleiben. Wegen der langen Transportwege werden die nachreifenden Früchte meist unreif geerntet. Die Drachenfrucht ist reif, wenn sie pink leuchtet und auf leichten Druck nachgibt. Die Schale lässt sich problemlos abziehen. Vorher sollte man Pitahayas nicht verzehren, weil sie dann wässrig schmecken. Drachenfrüchte werden in kleinen Mengen zu jeder Jahreszeit angeboten. Von Juli bis Dezember kommen sie aus Mittelamerika, von Januar bis Juni aus Vietnam, das ganze Jahr über werden Früchte aus Thailand eingeführt.

Lagerung: Bei Zimmertemperatur – Vorsicht vor Druckstellen

Lagern Sie Drachenfrüchte am besten bei Zimmertemperatur. Wichtig: aufrecht lagern, also auf den Kopf stellen oder sogar aufhängen. Sonst bekommen sie leicht Druckstellen. Bei trockener Luft werden Pitahayas schnell schrumpelig. Will man die Frucht mit ihrem exotischen Aussehen als Dekoration nutzen, sollte man sie mehrmals am Tag befeuchten.

Tipps zur Zubereitung: Drachenfrucht schmeckt roh am besten

Genießen Sie die Drachenfrucht roh. Die Frucht halbieren und das Fruchtfleisch herauslöffeln. Gekühlt ist die Drachenfrucht sehr erfrischend. Die äußere Schale darf man nicht essen, sie ist ungenießbar. Alternativ kann man die Enden der Drachenfrucht abschneiden und die Schale abziehen, dann das Fruchtfleisch würfeln und in Obstsalate geben.

Zur Übersichtsseite des Obst- und Gemüselexikons