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Video: Darmkrebs früh erkennen

Jährlich erkranken über 60.000 Menschen in Deutschland an Darmkrebs. Eine Darmspiegelung dient der Früherkennung und wird Männern ab 50 und Frauen ab 55 Jahren empfohlen

von Corinna Hilss / Kamera: Philipp Rabe, Tilo Abele, Schnitt: Eric Demiriz, www.apotheken-umschau.de, aktualisiert am 27.06.2019

Darmkrebs, genauer gesagt Dickdarmkrebs (Kolonkarzinom) und Mastdarmkrebs (Rektumkarzinom) gehören zu den häufigsten Krebsarten bei Männern und Frauen. Das Risiko an Darmkrebs zu erkranken, steigt mit dem Lebensalter. Daher ist eine frühzeitige Vorsorgeuntersuchung so wichtig. Gesetzlich versicherte Männer haben seit 2019 ab einem Alter von 50 Jahren Anspruch auf eine Darmspiegelung (Koloskopie), Frauen ab einem Alter von 55 Jahren (Anmerkung der Redaktion: Bitte beachten Sie, die im VIDEO genannten Altersgrenzen für Untersuchungen zur Darmkrebsfrüherkennung sind nicht mehr gültig). Seit 2019 werden Männer werden fünf Jahre früher zur Darmspiegelung eingeladen, da wissenschaftliche Daten zeigen, dass sie im Vergleich zu Frauen ein höheres Darmkrebsrisiko haben und früher erkranken. Ist die Darmspiegelung unauffällig, muss sie erst nach zehn Jahren wiederholt werden. Ab einem Alter von 50 Jahren können gesetzlich Versicherte außerdem einen Test auf Blut im Stuhl in Anspruch nehmen.

Darmkrebs früh erkennen und verhindern

"Die Prävention beziehungsweise die Vorsorge bezüglich Darmkrebs ist so wichtig, weil je früher die Diagnose gestellt wird, desto besser ist die Prognose", erklärt Professor Dr. Wolfgang Schmitt, ehemaliger Chefarzt der Gastroenterologie am Klinikum München Neuperlach. "Darmkrebs ist eine bösartige Erkrankung, die sehr gut erforscht ist. Wenn man es rechtzeitig erkennt, kann man Darmkrebs verhindern."

Endoskopische Untersuchung von Darmpolypen

In unserem Video wird eine endoskopische Untersuchung des Dickdarmes gezeigt und erklärt, warum es so wichtig ist, Darmpolypen rechtzeitig zu erkennen. Je größer ein Darmpolyp ist, desto höher ist das Risiko, dass er bösartig sein kann. 

Bei der Darmspiegelung wird ein dünner Kunststoffschlauch rektal eingeführt. Mit einer Kamera untersucht der Arzt das Innere des Dickdarms. So kann er die Oberflächenstruktur der Schleimhautvorwölbungen ganz genau analysieren. "Prinzipiell hat jeder Mensch, der einmal einen Darmpolyp hatte, das erhöhte Risiko solche nachzubilden. In der Regel brauchen solche Patienten in der Folge eine Kontrolle", sagt Dr. Markus Dollhopf, zum Zeitpunkt des Videodrehs Oberarzt und seit 2017 Chefarzt der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Innere Medizin München Klinik Neuperlach.

Keine Angst vor der Darmspiegelung

Vorsorge ist wichtig und kann Leben retten. Vor einer Darmspiegelung muss man keine Angst haben. Umso früher Darmkrebs erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Durch Behandlung von Vorstufen lässt Darmkrebs sich sehr häufig sogar ganz vermeiden.