Blähungen, Luft im Bauch: Ursachen

Eine natürliche Quelle von Darmgas ist das Zusammenspiel von Nahrung und Darmbakterien. Blähungen sind aber auch ein Symptom bei Reizdarm oder anderen Krankheiten. Zudem plagen Schwangere sich oft damit herum
von Dr. med. Claudia Osthoff, aktualisiert am 12.12.2016

Ballaststoffreich essen ist für den Darm gesund, kann ihn aber auch sehr in Anspruch nehmen

W&B/Winfried Fischer

Luftfülle im Bauch: meist harmlos

Grundsätzlich gilt: Die Luft im Bauch ist zunächst einmal nicht besorgniserregend. Das ändert aber nichts daran, dass sie sehr lästig bis peinlich sein kann. Gibt es eine Art Toleranzgrenze?

Schwierig, da die Voraussetzungen individuell ganz verschieden sind. Vielleicht als Orientierungshilfe: Der normale Darmgasgehalt liegt etwa bei 150 Millilitern. Wenn Luft häufiger als etwa 24-mal pro Tag abgeht, könnte etwas nicht stimmen.

Was steckt alles dahinter?

Häufig wird bei einer Überblähung zu viel Gas im Darm gebildet, darunter Kohlenstoffdioxid (CO2). Dabei spielt die Ernährung eine große Rolle. Manchmal liegen Besonderheiten vor wie eine Schwangerschaft, oder es steht ein neues Medikament auf dem Verordnungsplan. In der Folge kann der Darm jeweils träger werden. Dies kann sich wiederum auf die Darmbakterien auswirken, und die Neigung zu Blähungen nimmt zu.

Die Beweglichkeit des Darmes kann auch aus anderen Gründen verändert sein. Manchmal läuft der Weg der Nahrung nicht normal, etwa nach einer Magen-Darm-Operation. Oder der Darminhalt trifft auf ein Hindernis, etwa eine Verengung. In der Folge kann er sich anstauen – ein Nährboden für vermehrtes Bakterienwachstum und Gasbildung. Ist die Passage dagegen zu kurz oder zu schnell, kann das ebenfalls zu Blähungen führen, weil die Nahrung nicht mehr richtig aufgenommen und dann von den Darmbakterien vergoren wird.

Oder der Abtransport von CO2 über das Blut klappt nicht richtig.

Dann können jeweils bestimmte Erkrankungen zugrunde liegen, die neben Blähungen meist noch weitere Beschwerden nach sich ziehen. Nachfolgend mehr zu den möglichen Ursachen.

Probleme in der Schwangerschaft und frühen Babyzeit

– Schwangerschaft: Darmträgheit bereitet vielen Schwangeren Probleme. Das Hormon Progesteron (Gelbkörperhormon) entspannt den Darm und macht ihn träger. Es bilden sich vermehrt Darmgase. Schon in der ersten Phase der Schwangerschaft macht sich die Umstellung mit Verstopfung und Blähungen bemerkbar. Meist lässt sich der Darm jedoch mit natürlichen Mitteln (siehe Kapitel "Selbsthilfe, Therapie") wieder mehr in Schwung bringen. In der Spätschwangerschaft kann das Baby den Darm behindern und das Problem verstärken.

– Frühes Säuglingsalter: Manche Säuglinge leiden in den ersten Lebensmonaten öfter unter Überblähung, da sich ihr Darm erst an die neue Nahrung gewöhnen muss. Luft im Bauch spielt offenbar auch bei den sogenannten Dreimonatskoliken eine Rolle. Dabei kommt es meist zu Schreiattacken nach Mahlzeiten oder am frühen Abend, die für das Baby und seine Eltern sehr strapaziös sein können. Manche Säuglinge schlucken zu viel Luft beim Trinken und Weinen, kämpfen besonders mit ihrem noch unreifen Darm oder reagieren vielleicht empfindlicher auf Anspannungen der Eltern. Auch Zigarettenrauch in ihrer Umgebung mag sie manchmal stören. Letztlich sind die genauen Ursachen, warum die Allerkleinsten sich gleich so schwer tun, auch wenn sie eigentlich gut gedeihen, noch unbekannt.

Verdauungsprobleme? Vielleicht steckt auch ein Medikament dahinter

Thinkstock/Goodshot

Arzneimittel, Psyche

– Medikamente: Bekannt für Flatulenz als Nebenwirkung sind Arzneistoffe wie Acarbose oder Miglitol zur Senkung eines erhöhten Blutzuckers bei Diabetes mellitus Typ 2 (sie hemmen die Aufspaltung von Glukose im Darm), einige penicillinhaltige Antibiotika (mehr zu Antibiotika weiter unten), entzündungshemmende Medikamente wie Diclofenac oder der Stoff Laktulose. Er wirkt als Abführmittel und hilft Funktionsstörungen des Gehirns bei Leberzirrhose vorzubeugen, indem er die Bildung von bakteriellen Giftstoffen im Darm hemmt. Unsachgemäßer Gebrauch von Abführmitteln verändert die Darmschleimhaut, und damit auch das Spektrum der Darmbakterien. Zudem wird der Darm träge. Damit tritt das Gegenteil der eigentlich erwünschten Wirkung ein – nämlich Verstopfung. Außerdem kommt es vermehrt zu Blähungen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über mögliche Lösungen.

 – Psychische Faktoren: Einflüsse seelischer Spannungen, Belastungen und Konflikte auf den Körper sind von Beschwerden durch andere Ursache manchmal schwer zu trennen. Angst und Stress schlagen häufig auf Magen und Darm und spiegeln sich auch in der Ernährung wider. Betroffene essen mitunter einseitig, hastig und verschlucken zu viel Luft (Aerophagie). Natürlich kann das auch aus reiner Gewohnheit passieren. Gegebenenfalls können aber eine Verhaltens- und Entspannungstherapie Abhilfe bringen oder auch eine Ernährungsberatung, die auf ein schonendes Essverhalten und eine gesündere Ernährungsweise hinwirkt.

Zu viel Gas im Darm: Ballaststoffe, Zuckerausstauschstoffe, Nahrungsmittelunverträglichkeit & Co.

– Ballaststoffreiche Ernährung: Ballaststoffe sind Bestandteile in Pflanzen: nicht verdauliche Zuckerstoffe, fachsprachlich Kohlenhydrate oder Polysaccharide. Der Mensch kann diese Kohlenhydrate nicht als Energieträger nutzen. Im Darm binden sie Wasser und quellen dann mehr oder weniger auf. Es gibt lösliche und nicht lösliche Ballaststoffe. Lösliche wie zum Beispiel die Pektine in Äpfeln sorgen für einen weichen, regelmäßigen Stuhl. Auch die natürliche Darmflora profitiert von den Stoffen: Die Bakterien verwerten sie und gedeihen bestens. Unlösliche Ballaststoffe wie etwa Zellulose wiederum erhöhen das Stuhlvolumen und regen so die Darmtätigkeit an.

Ballaststoffe bringen zweifellos viel Gutes mit sich. So beeinflussen sie beispielsweise den Cholesterin-Stoffwechsel günstig. Menschen, die sich ballststoffreich ernähren, erkranken seltener an Herz-Kreislauf-Krankheiten und Diabetes. Ballaststoffe können auch dazu beitragen, das Risiko für Darmerkrankungen wie Divertikelkrankheit, Hämorrhoiden und Darmkrebs zu senken. Wobei umfangreiche Studien zeigen, dass sich hier die günstigen Effekte verschiedener gesundheitsfördernder Lebensstilfaktoren ergänzen.

Reichlich Ballaststoffe enthalten zum Beispiel Vollkornprodukte (nicht löslich), Kohlgemüse, Artischocken, Hülsenfrüchte, Obst, Lauch- und Zwiebelgewächse (löslich). Doch nun zu den Nachteilen: Die bakterielle Verwertung löslicher Ballaststoffe trägt wesentlich zur Darmgasbildung bei. Zum richtigen Umgang mit Ballaststoffen erfahren Sie mehr im Kapitel "Selbsthilfe, Therapie" in diesem Beitrag.

– Zuckeraustauschstoffe wie Sorbit oder Xylit sind natürliche Zuckeralkohole, werden aber auch industriell (auf pflanzlicher Basis) hergestellt. Ab einer gewissen Dosis wirken sie abführend und blähend. Denn sie gelangen teilweise ungespalten in den Dickdarm, binden dort Wasser und werden ebenfalls prompt von den Bakterien vergoren.

– – Sorbit findet sich in vielen Diät- und Lightprodukten (Kennzeichnung E 402 als Lebensmittelzusatzstoff). Auch zuckerfreie Kaugummis, Gummibärchen, Lutschpastillen sind Sorbitquellen. Außerdem wird der Stoff als Feuchthalter in Fertiglebensmitteln verwendet. Doch enthalten auch einige Obst- und Trockenobstsorten sowie Fruchtsäfte Sorbit – neben Fruchtzucker (Fruktose, siehe unten). Beispiel: 100 Gramm Birnen enthalten etwa 2 Gramm Sorbit, dazu zirka 7 Gramm Fruktose. Sorbit ist übrigens der Zuckeralkohol der Fruktose; die relative Süße ist etwa halb so groß wie die von Haushaltszucker (Saccharose) oder Fruktose. Wenn jemand etwa Aprikosen, insbesondere als Dörrobst, oder Birnen nicht so gut verträgt, können beide natürlichen Zuckerbestandteile der Grund sein. Denn Sorbit behindert vorübergehend die Aufnahme der Fruktose durch den Darm. Im Allgemeinen kann es bei Erwachsenen ab etwa 50 Gramm Sorbit zu Beschwerden wie Durchfall und Blähungen kommen. Sehr empfindliche Menschen tolerieren unter Umständen weniger.

– – Xylit fungiert ebenfalls als Feuchthalter. Zugleich wird es als zahnschützender Zuckeraustauschstoff  in Zahnpasten, Zahnpflegekaugummis oder -pastillen angeboten, darüber hinaus als Süßungsmittel für die Küche. Die bei empfehlungsgemäßem Gebrauch aufgenommene Menge gilt in Sachen Darm normalerweise als unbedenklich.

Achtung: Lebensmittel und Tafelsüßen, die mehr als zehn Prozent Zuckeralkhohole wie Sorbit oder Xylit enthalten, müssen den Hinweis tragen, dass sie bei übermäßigem Verzehr abführend wirken können.
Der Verzehr von unter 50 g pro Tag sind laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung (DGE) akzeptabel; laut Bundesamt für Risikobewertung (BfR) ist bei einer Gesamtmenge von unter 20 g pro Tag keine unangenehme Wirkung auf den Darm zu erwarten.

Manchmal lohnt sich ein Blick auf die Zutatenlisten von Lebensmitteln, um möglichen Auslösern von zu viel Luft im Bauch auf die Schliche zu kommen. Dies gilt natürlich auch für Laktose und Gluten, um die es weiter unten geht.

– Unverträglichkeit von Fruktose (Fruktosemalabsorption oder -intoleranz, wobei nicht die schwerwiegende erbliche Form angesprochen ist): Lebensmittel, die natürlichen Fruchtzucker (Fruktose) enthalten, zum Beispiel klassische Obstsorten wie Äpfel und Birnen, oder aber industriell gefertigte Produkte, die mit Fruktose (etwa Glukose-Fruktose-Sirup) gesüßt werden, vertragen viele Menschen nicht. Möglicherweise liegt das daran, dass der Darm der Fruktose in Nahrungsmitteln inzwischen zunehmend häufig ausgesetzt ist. Fruktose ist definitionsgemäß kein Lebensmittelzusatzstoff und daher nicht zulassungspflichtig. Wer empfindlich reagiert, dem kann es passieren, dass er sich nach dem Genuss entsprechender Erzeugnisse mit Blähungen, Bauchschmerzen und womöglich Durchfall herumplagt.

Der Beitrag "Fruchtzucker-Unverträglichkeit" geht näher auf die Krankheit ein.

– Unverträglichkeit von Milchzucker (Laktoseintoleranz): Das Dünndarmenzym Laktase spaltet Milchzucker in Traubenzucker (Glukose) und Schleimzucker (Galaktose). Beide werden über den Dünndarm ins Blut aufgenommen und im Körper verwertet. Bei Laktasemangel – er ist am häufigsten entwicklungsgenetisch bedingt, aber auch bei Dünndarmerkrankungen möglich – gelangt der ungespaltene Milchzucker in den Dickdarm. Dort vergären ihn Bakterien zu Fettsäuren, Kohlenstoffdioxid und Wasserstoff. Die bakteriellen Stoffwechselprodukte verursachen oft Blähungen und Durchfall. Mit einer laktosearmen Ernährung lassen sich die Beschwerden häufig vermeiden. Ist eine Darmerkrankung Ursache einer Laktoseintoleranz, ist eine gezielte Therapie notwendig. Laktose in Arzneimitteln sind normalerweise veträglich, da der Gehalt sehr niedrig ist. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn sie hier ein Problem vermuten.

Mehr über Ursachen, Diagnose und Therapie dieser Nahrungsmittelunverträglichkeit können Sie im Ratgeber "Milchzuckerunverträglichkeit (Laktoseintoleranz)" nachlesen.

– Zöliakie: Das Krankheitsbild, bei Kindern auch glutensensitive Enteropathie genannt, geht mit einer Veranlagung zu einer krankhaften Immunreaktion (Autoimmunreaktion) einher. Diese wiederum führt zur Unverträglichkeit eines Bestandteils in Glutenen, dem Klebereiweiß in Getreiden wie Weizen, Roggen, Gerste. Der Verzehr glutenhaltiger Nahrungsmittel verursacht dann im Dünndarm eine Entzündung, welche die Dünndarmschleimhaut mit der Zeit schädigt. Je nach Ausmaß können, müssen aber nicht mehr oder weniger starke Verdauungsstörungen die Folge sein, unter anderem Blähungen. Zöliakie kommt in verschiedenen Ausprägungen vor. Zudem gibt es Verbindungen zu anderen Autoimmunerkrankungen wie Diabetes mellitus Typ 1, Schilddrüsenentzündungen vom Typ Hashimoto-Thyreoiditis oder bestimmten Hautkrankheiten. Manchmal tritt auch eine Milchzuckerunverträglichkeit auf. Außerdem gibt es zöliakieähnliche Krankheitsbilder wie Weizenallergie und Weizenüberempfindlichkeit.
Symptome: Betroffene mit typischen (klassischen) Beschwerden leiden unter einem überblähten Bauch und voluminösen, fettigen Stühlen. Sie verlieren Gewicht und können einen Mangel an fettlöslichen Vitaminen erleiden. Folgeerscheinungen: Blutarmut, Muskelschwäche, Zungenbrennen, Augenstörungen (Nachtblindheit, trockene Augen), Störungen des Knochenstoffwechsels, bei Kindern Gedeihstörungen bis hin zum Minderwuchs. Ein Teil der Patienten hat keine Darmbeschwerden, dafür treten möglicherweise Zeichen einer parallelen Autoimmunkrankheit (siehe oben) auf. Wieder andere sind symptomfrei und weisen lediglich Antikörper im Blut auf, die mit einer Zöliakie / glutensensitiven Enteropathie vereinbar sind, dazu schwankend ausgeprägte oder fehlende Veränderungen der Dünndarmschleimhaut. Solche Konstellationen lassen sich zum Beispiel bei Familienuntersuchungen finden.

Diagnose: Sogenannte Autoantikörper wie Transglutaminase-Antikörper und endomysiale Antikörper im Blut gelten als typischer positiver Befund. Da manche Betroffenen jedoch einen IgA-Mangel (IgA = Immunglobulin A) und dann trotz aktiver Erkrankung einen negativen IgA-Autoantikörpertest haben können, werden auch die IgA-Spiegel (Gesamt-IgA) im Blut bestimmt. Bei IgA-Mangel lassen sich weitere Antikörper untersuchen. Die Analyse von Gewebeproben aus dem Zwölffingerdarm ist ein wichtiger Beitrag zur Diagnose, muss aber – etwa bei Kindern – nicht unbedingt in jedem Fall erfolgen. Im Stuhl kann sich eine erhöhte Fettausscheidung zeigen. Die Gewebeproben aus dem Dünndarm und die Beschwerden können sich unter glutenfreier Ernährung verbessern und unter erneuter Glutenbelastung verschlechtern. Selten werden auch molekulargenetische Tests empfohlen.
Therapie: Bei gesicherter Diagnose zeitlebens glutenfreie, eventuell vorübergehend auch laktosearme Diät und Ersatz fehlender Vitamine und Mineralstoffe sowie ärztliche Kontrollen in festgelegten Abständen. Eine glutenfreie Ernährung kann auch bei Betroffenen mit milden oder "maskierten" Zöliakieformen die Befunde und das Befinden verbessern.

Unter "Zöliakie" mehr zu dem Krankheitsbild.

– Chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung: Die Drüse im mittleren und linken Oberbauch bildet neben dem blutzuckersenkenden Hormon Insulin den Bauchspeichel: Verdauungshormone sowie Enzyme für die Aufspaltung von Stärke, Eiweiß und Fett. Wenn die Bauchspeicheldrüse an diesem Punkt geschädigt ist, kann das die Verdauung erheblich beeinträchtigen (Maldigestion). Eine nur mäßige Funktionsstörung kann dagegen nahezu unbemerkt bleiben. Chronische Entzündungen der Bauchspeicheldrüse haben zahlreiche Ursachen. Sie können Folge einer schweren, akuten Entzündung der Bauchspeicheldrüse sein, bei immunologischen Erkrankungen auftreten, durch verschiedene Arzneimittel, häufig auch durch überhöhten Alkoholkonsum entstehen. Rauchen begünstigt das Fortschreiten der Entzündung. Auch genetische Faktoren spielen eine Rolle. Auslösend kann außerdem eine Mukoviszidose sein. Oft bleibt die Ursache unklar. Eine chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung ist ein Risikofaktor für Bauchspeicheldrüsenkrebs.
Symptome: Eine chronische entzündete Bauchspeicheldrüse kann wiederholt, dauerhaft, häufig auch nahrungsabhängig Schmerzen in der Mitte im Oberbauch verursachen. Da die Schmerzen – das führende Symptom – oft in den Rücken ausstrahlen, werden sie mitunter als Rückenschmerzen fehlgedeutet. Weitere typische Beschwerden sind Übelkeit und Brechreiz. Außerdem kann es zur Unverträglichkeit von fetten Speisen, Fettstühlen, Durchfällen und Blähungen kommen. Mangel an fettlöslichen Vitaminen und Gewichtsverlust sind ebenfalls möglich.
Diagnose: Die Krankengeschichte und Beschwerden, verschiedene Laboranalysen des Blutes und Stuhles (Elastase-Test) sowie ein spezieller Atemtest führen zusammen zur Diagnose. Hinzu kommen sogenannte Schnittbildverfahren wie Ultraschall (Sonografie), Endosonographie (endoskopischer Ultraschall via Endoskopie des Magens), Computertomografie und Magnetresonanztomografie beziehungsweise MRCP. In Einzelfällen führt der Arzt auch eine ERP durch, das heißt eine Röntgendarstelllung des Bauchspeicheldrüsenganges über eine Endoskop. Außerdem gilt es, den Zuckerstoffwechsel zu überprüfen und auszuschließen, dass die Verdauungsstörung durch eine andere Erkrankung des Verdauungssystems – von Dünndarm, Galle oder Leber – bedingt ist.
Therapie: Die konservative Therapie umfasst eine individuell angepasste, gegebenenfalls anfangs leicht verdauliche Kost, die sich auf mehrere Mahlzeiten pro Tag verteilen kann. Ziel: Normalkost mit ausreichendem Kalorienangebot. Während des Essens nehmen Betroffene bei typischen Verdauungsproblemen jeweils ein Präparat mit Bauchspeicheldrüsenenzymen (Pankreatin) ein. Bei Bedarf müssen die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K sowie Mineralstoffe ersetzt werden. Rauchen und Alkohol sind strikt tabu. Bei schwelender Entzündung mit ständigen Schmerzen und Ernährungsstörungen ist eine erneute Diagnostik der Bauchspeicheldrüse sinnvoll. Je nach Befund kann eventuell eine endoskopische Therapie (interventionelle Therapie) helfen. Eine Operation wird erwogen, wenn das Krankheitsbild mit den genannten Maßnahmen einschließlich Schmerztherapie nicht beeinflussbar ist, wenn eine anders nicht beherrschbare Komplikation auftritt oder wenn der Verdacht auf eine bösartige Veränderung besteht.

Weiterführende Informationen gibt Ihnen der Ratgeber "Chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung".

– Bakterielle Fehlbesiedlung des Dünndarmes (sogenanntes Blindsacksyndrom): Anders als im Dickdarm, der milliardenfach von Bakterien übersät ist, finden sich im Dünndarm normalerweise nur spärlich Keime. Unter krankhaften Bedingungen können sie sich jedoch auch im Dünndarm ausbreiten. Die Fehlbesiedlung kommt häufig dadurch zustande, dass der Darm nicht richtig arbeitet. Zum Beispiel wegen einer Schädigung von Darmnerven durch die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) oder, seltener,  durch eine Autoimmunerkrankung. Bei einer systemischen Sklerodermie etwa verhärtet sich das Bindegewebe, unter anderem im Verdauungstrakt. Dabei können Organe wie Speiseröhre, Magen und Darm versteifen. Wenn sich die Nahrung dann nicht mehr richtig durch den Darm bewegt, haben Bakterien leichteres Spiel.

Dabei bezieht sich "richtig" nicht nur darauf, ob und wie lange, sondern auch wo genau die Nahrung unterwegs ist. So nutzen Bakterien bisweilen nämlich auch veränderte anatomische Verhältnisse im Dünndarm, um sich anzusiedeln. Zum Beispiel eine Ausbuchtung (Divertikel) der Darmwand, in der Darminhalt sich staut: für Bakterien geradezu ein idealer Nährboden. Oder eine Kurzschlussverbindung zwischen Dünndarm und Dickdarm (Fistel). Das kommt häufiger bei der Crohn-Krankheit vor.

Weitere Möglichkeit: Nach einer Magenoperation oder einem Neuanschluss des Dünndarmes an den Dickdarm entfallen natürliche Keimbarrieren, etwa ausreichende Mengen sauren Magensaftes oder die Schleimhautklappe am Ende des Dünndarms. Dann können sich ebenfalls Darmbakterien im Dünndarm breit machen.

Die Folgen jeweils: Es kommt zur Störung der Fettverdauung und der Vitaminversorgung.

Symptome sind Fettstühle und Überblähung des Bauches, Schwäche, sowie Blutarmut durch einen Mangel an Vitamin B12 – die Bakterien nutzen es selbst und entziehen es dem Körper.
Die Diagnose beruht auf den Beschwerden und den klinischen Befunden und natürlich auch der Krankengeschichte des Patienten. Eine vorausgegangene Magen- oder Darmoperation etwa lässt den Arzt auf Anhieb an eine Blindsack-Problematik denken. Richtungweisend sind jeweils bestimmte Funktionstests (zum Beispiel ein Glukose-H2-Atemtest) und Bluttests. Dabei sucht der Arzt unter anderem nach einem Eisen- oder Vitamin-B12-Mangel. Bei Bedarf kommen außerdem Stuhltests, gegebenenfalls bildgebende Verfahren und feingewebliche Analysen von Gewebeproben aus dem Dünndarm über eine endoskopische Untersuchung hinzu.
Die Therapie gestaltet der Arzt der Diagnose entsprechend. Häufig ist eine kurz dauernde Behandlung mit geeigneten Antibiotika hilfreich. Bei einer Mangelernährung werden wichtige Nährstoffe – Vitamine und Mineralstoffe – ersetzt. Dies kann über Präparate zum Einnehmen, bei Bedarf auch über Spritzen geschehen. Außerdem kann eine fettmodifizierte Kost mit sogenannten mittelkettigen Triglyzeriden (MCT) sinnvoll sein. Möglicherweise ist auch eine milchzuckerarme oder laktosefreie Diät vorteilhaft. Manchmal kann ein operativer Eingriff notwendig sein.

– Kurzdarmsyndrom: Eine deutliche operative Verkürzung des Dünndarmes kann die Verdauung erheblich stören und zu schweren Mangelerscheinungen führen. Unter anderem kommt es zu typischen Symptomen wie Durchfall, Fettstühlen, Blähungen und Gewichtsverlust. Die Ernährung muss professionell geplant werden, wobei die Strategie hier auch von der Art der Ableitung des Darminhaltes abhängt.

Ergänzende Informationen zu Störungen wie "Bakterielle Fehlbesiedlung" und "Kurzdarmsyndrom" finden Sie im Beitrag Durchfall (auf das Kapitel "Chronisch (2)" klicken).

– Giardiasis: Die Infektion mit dem weltweit verbreiteten Dünndarmparasit Giardia lamblia kommt in den Tropen oder Subtropen häufiger vor als in industrialisierten oder postindustrialisierten Ländern, wird aber gelegentlich eingeschleppt. Der Infektionsweg läuft über verunreinigtes Trinkwasser oder eine Schmierinfektion.
Symptome: Der Befall mit Giardia kann symptomlos verlaufen, aber je nach Ausmaß auch zu schweren Darmbeschwerden mit Bauchschmerzen, Durchfällen und Blähungen führen.
Diagnose: Ein vorausgegangener Aufenthalt in einem entsprechenden Risikogebiet ist ein wichtiges Indiz. Die Diagnose ergibt sich in erster Linie aus dem Nachweis von Giardia-Antigen in einer Stuhlprobe. Eine Stuhluntersuchung auf sogenannte Parasitenzysten kann gegebenenfalls auch andere Darmparasiten erkennen helfen.
Therapie: Wirksam sind Mittel gegen Parasiten wie etwa Metronidazol oder Benzimidazole. Nach Abklingen des Krankheitsbildes besteht oft noch längere Zeit eine Unverträglichkeit von Milchzucker mit Durchfall und Blähungen. Sie lässt sich durch eine laktosearme Ernährung in den Griff bekommen.

– Aufbau-, Trink- und Sondennahrung: Darunter versteht man Zubereitungen für die künstliche Ernährung über den Magen-Darm-Trakt, Fachbegriff: enterale Ernährung. Sie dienen zur Nahrungsergänzung oder, wenn normales Essen nicht möglich ist, zur vollen Ernährung. Eine Krebstherapie zum Beispiel erschwert nicht selten die Nahrungsaufnahme erheblich, wenn es vorübergehend zu starken Entzündungen im Mund (Mukositis) oder im Darm kommt. Bei Demenz, Kau- oder Schluckstörungen ist eine Ernährung auf natürlichem Wege oft nicht möglich – zeitweise oder dauerhaft. Patienten mit Wundheilungsstörungen oder chronisch-entzündlicher Darmerkrankung verordnet der Arzt manchmal eine speziell angepasste Ernährung. Wie auch immer: Je nach individueller Verdauungsleistung und Zusammensetzung der künstlichen Kost können einzelne Bestandteile manchmal nicht so gut vertragen werden, sodass Blähungen, eventuell auch Durchfälle auftreten. Insgesamt gibt es viele verschiedene Produkte, sodass bei fachgerechter Auswahl keine Probleme entstehen sollten. Wichtig ist die kompetente Betreuung und Beratung durch eine/n Diätassistenten/in.

– Behandlung mit Antibiotika: Ohne Antibiotika wäre so manche bakterielle Infektion, der wir heute eher gelassen begegnen, tödlich. Mitunter können sie allerdings Nebenwirkungen haben, die durchaus nicht immer harmlos sind. Auch beeinträchtigen sie nicht selten die natürliche Darmflora. Dann besteht die Gefahr, dass unerwünschte Bakterien die Überhand gewinnen. Das kann zum Beispiel die Belastung mit Darmgasen erhöhen und Durchfälle verursachen. Bis wieder ein natürliches Gleichgewicht herrscht, vergehen mitunter Wochen oder Monate. Studien haben gezeigt, dass schon nach einer Kurzzeitbehandlung mit Antibiotika die Zahl der Resistenzgene deutlich steigt und sich lange hält – ein Überlebensvorteil, den sich gerade auch schädliche Bakterien zunutze machen können.
Tipps und Infos, was man bei der Einnahme von Antibiotika beachten sollte, im Kapitel "Selbsthilfe, Therapie" in diesem Beitrag.

Die Magen- oder Darmbewegungen sind krankhaft verändert (akute oder chronische Motilitätsstörung)

– Reizdarm: Dieses Krankheitsbild ist eine sehr häufige, vielleicht sogar die häufigste krankheitsbezogene Ursache für Verdauungsprobleme und beschwerliche Blähungen. Es betrifft mehr Frauen als Männer. Der Darm reagiert auf normale Luftansammlungen vermehrt schmerzhaft. Die Darmbeweglichkeit ist verändert, und es kommt zu Unregelmäßigkeiten beim Stuhlgang (Verstopfung, Durchfall). Ein Reizdarm ist manchmal auch mit psychischen Störungen oder Stress verbunden, sie sind aber nicht die eigentliche Ursache. Diese ist unbekannt.
Diagnose und Therapie des Reizdarmes sollte immer in der Hand eines Facharztes für Magen-Darm-Heilkunde (Gastroenterologe) liegen. Denn es gilt, andere mögliche Magen-Darm-Erkrankungen sorgfältig auszuschließen und weitere Beschwerden wie hartnäckige Verstopfung oder Durchfälle bei der Behandlung mit zu berücksichtigen.

Gegen die Beschwerden beim Reizdarmsyndrom empfehlen Ärzte bestimmte pflanzliche Präparate (Phytotherapeutika). Kümmel, Fenchel und Anis in Form von Tees wirken entblähend. Wasserlösliche Ballaststoffe wie zum Beispiel Flohsamenschalen eignen sich bei Neigung zu Verstopfung. Kurzfristig können auch Arzneistoffe gegen Muskelverkrampfungen (Spasmolytika) oder entschäumende Medikamente helfen. Probiotika (Präparate mit Bakterienkulturen) haben ebenfalls ihren Platz bei der Behandlung, etwa bei Bauchschmerzen. Stehen Symptome einer begleitenden Depression im Vordergrund, ist möglicherweise eine Psychotherapie, manchmal auch eine Therapie mit einem Antidepressivum sinnvoll. Das kann ein Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie kompetent beurteilen. Wählt er in Abstimmung mit dem Betroffenen ein Psychopharmakon, so wird er mögliche unerwünschte Effekte auf die Verdauungsorgane abwägen und die Dosis entsprechend einstellen.

Über Ursachen, Diagnose und Therapie informiert Sie der Ratgeber "Reizdarmsyndrom" ausführlich.

– Magenlähmung (Gastroparese, Magenatonie): Die Muskeltätigkeit in der Magenwand kann durch verschiedene Ursachen dauerhaft oder akut geschwächt sein: chronisch etwa durch verschiedene Bindegewebs-, Muskel- oder neurologische Erkrankungen, akut durch Nebenwirkungen von Medikamenten, Operationsfolgen, akut und chronisch – wenn auch selten – bei Diabetes. Im Ergebnis wird es schwierig für den Magen, die Nahrung für den weiteren Transport aufzubereiten und weiterzugeben, vor allem feste.

Fast die Hälfte aller Diabetes-Patienten erleidet nach einiger Zeit Nervenschädigungen. Sind diejenigen Nerven betroffen, die Magen (und Darm) steuern, ist auch eine Schwäche oder Lähmung des Magens und Darmes möglich. Wenn dann die Nahrungs-Kohlenhydrate nicht richtig aufgenommen werden und blutzuckersenkende Medikamente wie zum Beispiel Insulin zu stark wirken, steigt die Gefahr von Unterzuckerungen. Akut entgleiste Blutzuckerwerte, meist in ein diabetisches Koma mündend, können eine akute Magen- und Darmlähmung auslösen. Bei all diesen Diabetes-Entgleisungen (Notfälle!) treten weitere relativ kennzeichnende Symptome auf. Insgesamt sind Magen-Darm-Lähmungen jedoch seltene Formen der diabetischen Nervenschädigung (autonome diabetische Neuropathie).
Symptome: Sie hängen von der Ausprägung der Muskelerschlaffung in der Magenwand ab. Leitsymptome sind ein Völlegefühl und vorzeitige Sättigung, kaum dass etwas gegessen wurde. Hinzu kommen eventuell Blähungen (wenn etwa auch der Darm mitbetroffen ist), Druck oder Schmerzen im Oberbauch, Sodbrennen, Erbrechen (auch älterer Nahrung). Ohne Therapie droht eine Mangelernährung.
Diagnose: Das Beschwerdebild und die Krankengeschichte sind oft meist richtungweisend. Mit verschiedenen Verfahren, etwa Ultraschall, lassen sich die Wandbewegungen und die Entleerungszeit des Magens überprüfen.
Die Therapie richtet sich nach die Ursache und nach dem Schweregrad. Gering beeinträchtigten Patienten hilft oft schon eine magenfreundliche leichte Kost, die sich auf mehrere kleine Mahlzeiten aufteilt. Alkohol und Nikotin sind tabu. Bestimmte Medikamente regen die Magentätigkeit an, andere wirken gegen Brechreiz. Bei einem Diabetes ist die optimale Stoffwechseleinstellung ausschlaggebend. In ausgeprägten Fällen kann eine künstliche Ernährung notwendig sein, entweder über eine Sonde oder mittels Infusionen über die Blutbahn. Im äußersten Fall bringt ein Magenschrittmacher Abhilfe: Er kann vor allem die Übelkeit und das Erbrechen mildern.

– Darmlähmung (Darmparese): Auslösend können verschiedene, teilweise ähnliche Umstände sein wie zuvor unter Magenlähmung beschrieben. Letztlich kommt die Darmtätigkeit zum Erliegen, der Bauch ist aufgebläht. Vorausgehen kann auch ein Darmverschluss durch ein mechanisches Hindernis (mechanischer Ileus). Manchmal ist die Darmparese auch eine Reaktion auf eine Bauchoperation, eine Nierenkolik, eine akute Bauchspeicheldrüsenentzündung, eine Durchblutungsstörung des Darmes, eine Vergiftung oder eine ausgeprägte Bauchinfektion mit Bauchfellentzündung (paralytischer Ileus).
Symptome, Diagnose: Verdächtig ist eine starke Überblähung des Bauches. Die Bauchdecke ist meist sehr angespannt, Stuhl und Darmluft sind blockiert, es gehen keine Winde ab. Je nach Ursache bestehen ausgeprägte Übelkeit, Erbrechen (möglicherweise "im Schwall"), heftige Bauchschmerzen und andere Symptome. Der Arzt erhält Hinweise bei der körperlichen Untersuchung und kann die Diagnose mittels einer Ultraschall- oder Röntgenaufnahme, eventuell auch einer Computertomografie (CT), sichern. Die  Behandlung ist ursachenbezogen und muss unverzüglich in der Klinik stattfinden (Tel. Notarzt 112; siehe auch Kapitel "Überblick: Blähungen" in diesem Beitrag).

Nahrungsstoffe, die vor allem der Dünndarm aufnimmt, gelangen über die Pfortader in die Leber

W&B/Dr. Ulrike Möhle

Zu wenig Gas verlässt den Darm über das Blut (gestörte Gasabsorption)

– Pfortaderhochdruck (Portale Hypertension): Die Pfortader, eine große Vene, transportiert das nährstoffreiche Blut in die Leber. Ein Hochdruck in diesem Gefäßgebiet kann verschiedene Ursachen haben. Häufig liegt eine Verhärtung der Leber, eine Leberzirrhose, vor. Sie führt dazu, dass sich das Pfortaderblut in Venen im Magen und in der Speiseröhre zurückstaut. Die überfüllten Gefäße erweitern sich und werden zu Krampfadern. Diese sogenannten Varizen können gefährlich bluten. Zudem wirkt sich ein Pfortaderhochdruck ungünstig auf den Magen und die gesamte Verdauung aus.
Symptome: Im Vordergrund steht, auf den Bauch bezogen, ein Völle- und Überblähungsgefühl. Es kommt unter anderem dadurch zustande, dass weniger Kohlenstoffdioxid aus dem Darm ins Blut gelangt. Teilweise sammelt sich sogar Flüssigkeit im Bauchraum an (Bauchwassersucht, Aszites), sodass der Bauch besonders stark aufgetrieben ist.
Die Diagnose ergibt sich aus den klinischen Befunden, die natürlich auch von der Grunderkrankung abhängen, sowie aus Laboranalysen und weiteren Diagnosemaßnahmen. Das können Ultraschalluntersuchungen der Bauchorgane (Oberbauchsonografie) sein, eine Sonografie der Gefäße (Doppler- und Duplex-Sonografie) oder auch eine Spiegelung des Magens und der Speiseröhre (Endoskopie, hier: Ösophago-Gastro-Duodenoskopie).

Weitere Informationen finden Sie unter "Leberzirrhose".

 – Herzschwäche: Wenn die reche Herzkammer oder das Herz insgesamt stark geschwächt ist (Herzinsuffizienz), wirkt sich das auch ungünstig auf den Blutfluss von der Leber zum Herzen hin aus. Die Leber verhärtet sich, der Druck in der Pfortader nimmt zu, das Blut staut sich in die anderen Bauchorgane zurück (siehe oben: Pfortaderhochdruck).
Symptome: Neben Appetitlosigkeit, Überblähung und einem Druckgefühl im rechten Oberbauch sowie möglichen Komplikationen des Pfortaderhochdrucks prägt vor allem die Herzschwäche das Befinden der Patienten. Sie verursacht unter anderem Schwellungen (Ödeme) an den Füßen, Unterschenkeln und im Kreuz, Atemnot und einen schnellen Puls. Die Betroffenen wirken krank, sind stark geschwächt und in dieser Phase oft bettlägerig.

Mehr zu diesem Thema im Ratgeber "Herzinsuffizienz".


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