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Menschen mit Behinderung in der Corona-Krise

Dieser Text informiert in Einfacher Sprache zum Thema: Menschen mit Behinderung in der Corona-Krise.

20.05.2020

Wie ist die aktuelle Situation für Menschen mit Behinderung?

In Deutschland leben fast 13 Millionen Menschen mit einer Behinderung. Viele von ihnen haben ein geschwächtes Immunsystem. Manche haben auch andere Vorerkrankungen. Deshalb kann COVID-19 für Menschen mit Behinderung besonders gefährlich sein.

Welche Probleme haben Menschen mit Behinderung in der Corona-Krise?

Viele Menschen mit Behinderung leben in Pflege-Einrichtungen. Einige Menschen mit Behinderung werden zu Hause gepflegt. Durch die Corona-Krise gibt es bei der Pflege von Personen zum Beispiel diese Probleme:

  1. Es fehlt Schutzkleidung.
  2. Pfleger erkranken selbst an COVID-19.
  3. Es fehlen Pfleger aus dem Ausland.
  4. Pflegedienste kommen nicht mehr.

Darüber erfahren Sie hier mehr.

1. Es fehlt Schutzkleidung: In der Corona-Situation brauchen die Pfleger dringend Desinfektionsmittel und Schutzkleidung. Damit können die Pfleger sich und andere Personen vor dem Corona-Virus schützen. Die Pfleger haben keine Schutzkleidung? Dann kann sich das Corona-Virus sehr schnell ausbreiten. Die Pfleger können den Mindestabstand von 1,5 Metern nämlich nur selten einhalten. Schutzkleidung besteht zum Beispiel aus:

2. Pfleger erkranken selbst an COVID-19? Dann können sich die Pfleger nicht mehr um pflegebedürftige Personen wie zum Beispiel Menschen mit Behinderung kümmern.

3. Es fehlen Pfleger aus dem Ausland. Die Grenzen sind aktuell geschlossen. Deshalb kommen keine ausländischen Pfleger mehr nach Deutschland. Aus diesem Grund gibt es zu wenige Pfleger.

4. Pflegedienste kommen nicht mehr. Eine pflegebedürftige Person erkrankt an COVID-19? Dann kommt der Pflegedienst nicht mehr. Der Pflegedienst muss nämlich die Pfleger vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus schützen.

Wie versorgen Sie Menschen mit Behinderung zu Hause?

Die Corona-Krise belastet die Angehörigen von Menschen mit Behinderung stark. Viele Angehörige müssen pflegebedürftige Personen jetzt oft allein versorgen. Sehr viele Pflege-Einrichtungen sind nämlich wegen der Corona-Krise geschlossen. Und manche Pflegedienste arbeiten nicht mehr. Auch Schulen und Behindertenwerkstätten sind geschlossen.

Ein Tipp für die Versorgung von Menschen mit Behinderung zu Hause:

Planen Sie Ihren Tag. Ein geplanter Tag gibt den betroffenen Personen Normalität. Zu einem geplanten Tag gehört es:

  • sich nach dem Aufstehen anzuziehen,
  • geregelte Mahlzeiten einzunehmen und
  • sich ausreichend an der frischen Luft zu bewegen.

So unterstützen Sie das Immunsystem und die mentale Gesundheit der betroffenen Person.

Wie erklären Sie Menschen mit Behinderung die Situation?

Die aktuelle Lage ist schwer zu verstehen. Man kann das Virus nicht sehen. Trotzdem ist das Virus da und gefährlich. Deshalb müssen sich alle an die Regeln halten. Sie müssen zum Beispiel Ihre Hände gründlich mit Seife waschen. Und Sie müssen Abstand zu anderen Personen halten.

Das Video zeigt Ihnen: So waschen Sie sich richtig die Hände.

Menschen mit einer Behinderung verstehen diese Regeln manchmal nur schwer. Mit Informationen in Leichter Sprache können Sie Menschen mit Behinderung das Corona-Virus vielleicht besser erklären: Suchen Sie im Internet nach Informationen in Leichter Sprache.

Informationen vom Bundesgesundheitsministerium zu COVID-19 finden Sie hier.

Informationen vom Robert Koch-Institut finden Sie hier.

Wo finden Angehörige Unterstützung?

Viele Personen haben im Moment Fragen. In dem Pflege Ratgeber "An deiner Seite" finden Sie Tipps und Erfahrungsberichte zur aktuellen Corona-Krise. Klicken Sie für mehr Informationen hier. Achtung: Dieser Link führt aus unserem Einfache-Sprache-Angebot heraus. Die Informationen sind dann nicht mehr in Einfacher Sprache.

Im folgenden Abschnitt finden Sie Antworten auf einige Fragen:

  • Sie betreuen Angehörige und können deshalb nicht mehr arbeiten? Dann können Sie sich eine Auszeit von Ihrer Arbeit nehmen. Die Auszeit kann bis zu 10 Arbeitstage dauern. Sprechen Sie mit Ihrem Arbeitgeber.
  • Sie bekommen in der aktuellen Lage keinen Lohn von Ihrem Arbeitgeber? Dann können Sie Pflegeunterstützungsgeld beantragen. Sprechen Sie mit Ihrer Krankenkasse. Ihre Krankenkasse gibt Ihnen mehr Informationen zum Pflegeunterstützungsgeld.
  • Wie finde ich einen neuen Betreuungsplatz? Wenden Sie sich an Ihre Krankenkasse oder an Ihre Pflegekasse. Bei diesen Stellen gibt es Informationen im Internet auch in barrierefreier Form.
  • Welcher Pflegedienst kommt noch zu uns in die Wohnung? Wenden Sie sich an Ihren regionalen Pflegestützpunkt. Ihr regionaler Pflegestützpunkt gibt Ihnen mehr Informationen.
  • Woher bekomme ich Schutzkleidung? Wenden Sie sich an Ihre Krankenkasse. Ihre Krankenkasse gibt Ihnen mehr Informationen.

Sie können sich auch mit anderen Betroffenen austauschen. Sie sind nämlich nicht allein. Vielleicht haben andere betroffene Personen nützliche Tipps für Sie. Rufen Sie Freunde, Bekannte und Familie einfach an. Oder schreiben Sie diesen eine Nachricht. Sprechen Sie mit Freunden oder mit Ihrer Familie über Ihre Probleme.

Wo bekommen Sie noch mehr Informationen?

Sie wollen noch mehr über Menschen mit Behinderung in der Corona-Krise lesen? Mehr Informationen finden Sie hier. Achtung: Dieser Link führt aus unserem Einfache-Sprache-Angebot heraus. Die Informationen sind dann nicht mehr in Einfacher Sprache.

Achtung: In diesem Text finden Sie nur allgemeine Informationen. Die Texte ersetzen die Beratung durch den Arzt nicht. Nur ein Arzt kann Ihnen genaue Informationen geben. Sie fühlen sich krank? Oder Sie haben Fragen zu einer Krankheit? Dann sollten Sie immer mit Ihrem Arzt sprechen. Rufen Sie in der Arztpraxis an.

Einfache Sprache Siegel

Die Texte haben wir zusammen mit der Forschungsstelle Leichte Sprache geschrieben. Die Forschungsstelle Leichte Sprache ist an der Universität Hildesheim.