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Home-Office: So machen Sie das Beste daraus

Sie sollen wegen des neuartigen Coronavirus von zuhause arbeiten oder müssen es sogar? Wir geben Ihnen praktische Tipps

von Sabine Schulz, 20.03.2020
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Entspannt im Homeoffice: Anfangs mag das Sofa als Arbeitsplatz verlockend erscheinen, auf Dauer ist ein ergonomischer Stuhl sinnvoller


Das neuartige Coronavirus macht es möglich: Zahlreiche Unternehmen schicken jetzt ihre Mitarbeiter in das Home-Office, um die Ansteckungsgefahr zu verringern. Für einige ist das eine ungewohnte und vielleicht sogar beängstigende Arbeitssituation.  Für andere bietet es die Chance, die Heimarbeit auszuprobieren. Und vielleicht etabliert sich diese Möglichkeit sogar in dem einen oder anderen Unternehmen.

Hier ein paar praktische Tipps für das Arbeiten zuhause:

  • Richten Sie sich einen bequemen Arbeitsplatz ein. Der Küchentisch oder das Sofa ist nur kurzfristig bequem. Ideal ist ein höhenverstellbarer Schreibtisch und ein ergonomischer Schreibtsischstuhl, der ein aktives und rückenfreundliches Sitzen unterstützen.
  • Arbeiten Sie möglichst immer zu den gleichen Zeiten und strukturieren Sie sich den Tag. Dadurch entsteht eine Routine und es fällt ihnen leichter, sich an den Schreibtisch zu setzen und mit der Arbeit zu beginnen.
  • Machen Sie ordentliche und regelmäßige Pausen.
  • Halten Sie den Kontakt mit Kollegen per Telefon, E-Mail, Videokonferenzen und so weiter. Kommunikation war noch nie so einfach wie heute.
  • Telefonieren Sie im Stehen und Gehen, um das lange Sitzen zu unterbrechen.
  • Sorgen Sie für eine gute Trennung von Arbeit und Privatleben. Im Home-Office kann sich beides sehr schnell vermischen und zu dadurch zu mehr Stress führen.
  • Seien Sie sich selbst und Ihrem Chef gegenüber ehrlich und fair, wenn Sie Ihre Arbeitszeit notieren.

Home-Office mit Kindern – eine große Herausforderung

Hier ist Kreativität und Flexibilität in ganz besonderem Maße gefordert. Kitas und Schulen sind zu und eine andere Kinderbetreuung ist schwierig zu finden oder ganz einfach viel zu teuer. Enkel sollen möglichst keinen Kontakt zu den Großeltern haben, um sie nicht durch eine Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus zu gefährden. Was bleibt dann noch?

Sind die Kinder bereits älter, können sie sich leichter und länger alleine beschäftigen, vielleicht ja schon Aufgaben im Rahmen der Familie übernehmen. Bei den Kleinen geht das noch nicht. Arbeiten beide Elternteile, können zeitversetzte Arbeitsschichten sinnvoll sein. Einer kann sich jeweils um die Kinder kümmern. Vielleicht ist es aber auch an der Zeit, Überstunden und Urlaubstage abzubauen und sich komplett der Familie zu widmen, um die Doppelbelastung zu verringern.

Bleiben Sie in Bewegung

So schön es ist, nicht mehr im Stau oder in der U-Bahn zu sitzen, war doch bisher automatisch ein bisschen Bewegung in den Tagesablauf integriert. Diverse Einkaufswege, der Besuch des Fitnessstudios oder des Sportvereins entfällt nun ebenfalls komplett. Trotzdem ist es wichtig, sich ausreichend zu bewegen. Wenn es geht, verbinden Sie Ihre Pause mit einem kleinen Spaziergang. Nutzen Sie jede Treppe, die Sie finden können. Im Internet gibt es jede Menge Yoga-, Pilates- und Fitness-Kurse. Vielleicht wird das ja zu einer gemeinsamen Familienaktion. Drehen Sie zwischendrin mal Ihre Lieblingsmusik auf und tanzen Sie, was das Zeug hält. Das lockert die verspannten Muskeln, verbrennt ein paar zusätzliche Kalorien und regt den Kreislauf an.

Was tun, wenn doch das Kopfkino losgeht?

Zukunftsängste kennt sicherlich jeder. Lebenskrisen wie beispielsweise drohende Arbeitslosigkeit, Geldsorgen, Krankheit oder Trennung gehören zum Leben dazu. Die aktuelle Pandemie-Situation ist neu, unberechenbar und verunsichert zutiefst. Plötzlich droht Kontrollverlust, neue Regeln werden von außen aufgestellt. Parallel gibt es weniger Ablenkung. Wir sind mehr auf uns selbst zurückgeworfen. Da drehen sich die Gedanken schon gerne mal im Kreis.

Thomas Owezarek, Oberarzt an den Waldburg-Zeil Kliniken für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie und Resilienz- & Business-Coach & Trainer, empfiehlt in solchen Momenten, sich auf die sieben Säulen der Resilienz zu besinnen:

  • Optimismus
  • Akzeptanz der Situation
  • Lösungsorientierung
  • Verlassen der Opferrolle
  • Verantwortung übernehmen
  • Netzwerkorientierung
  • Planung der Zukunft

Was jetzt helfen kann: Führen Sie sich vor Augen, dass wir können uns in jedem Moment entscheiden können, wo unser gedanklicher Fokus hingeht. Konzentrieren wir uns auf die beängstigende Lage, die wir nur bedingt beeinflussen können oder sehen wir neugierig die Chancen, die uns der aktuelle Alltag bietet? Kehrt unser Leben wieder in die Normalität zurück, sind wir sicherlich um eine große Erfahrung reicher, die unsere Widerstandsfähigkeit Krisen gegenüber deutlich erhöht hat.