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Coronakrise: Freude und Furcht der Deutschen

Laut einer Umfrage der Apotheken Umschau freuen sich die Deutschen am meisten darauf, endlich ihre Familie und Freunde wiederzusehen. Die größte Angst haben sie davor, dass COVID-19 ein Familienmitglied trifft. Wirtschaftliche Sorgen plagen vergleichsweise wenige

von Apotheken Umschau, 06.05.2020

Die Corona-Krise zwingt die Menschen weltweit zu schmerzhaften Einschränkungen. Doch inzwischen zeigen die strengen Ausgangs-und Kontaktbeschränkungen ihre Wirkung. Erste Lockerungen wurden bereits beschlossen. Die Apotheken Umschau wollte wissen, worauf sich die Deutschen jetzt am meisten freuen und was sie immer noch fürchten.

Grafik mit Balkendiagramm zeigt Umfrage-Ergebnisse an: Freude der Deutschen

Kontakt zu Freunden und Familie steht ganz oben

Die aktuelle repräsentative Umfrage im Auftrag des Wort & Bild Verlages hat ergeben, dass die sozialen Kontakte offenbar am schmerzlichsten vermisst werden. "Ich freue mich am meisten darauf, mich mit Freunden zu treffen", geben 51 Prozent aller Befragten an. Fast gleich viele (49 Prozent) sind voller Vorfreude, endlich die Familie und Verwandte wiederzusehen.

Aber auch die Freizeitaktivitäten haben einen hohen Stellenwert, wie die Umfrage zeigt. Jeweils 46 Prozent der Befragten sind froh, wenn sie wieder Ausflüge und Reisen unternehmen oder Restaurants und Kneipen besuchen können. Dagegen rangieren Friseurtermine (28 Prozent), Shoppen (24 Prozent) und Sport im Verein beziehungsweise Fitnessstudio (22 Prozent) relativ weit hinten in der Prioritätenliste.

Grafik mit Balkendiagramm zeigt Umfrage-Ergebnisse an: Furcht der Deutschen

Größte Sorge gilt den Familienangehörigen

Angst ist nach wie vor ein prägendes Gefühl in der Corona-Krise, wie die Umfrage zeigt. 46 Prozent und damit fast die Hälfte der Befragten befürchten, dass sich jemand aus ihrer Familie mit dem Virus anstecken könnte. Fast ebenso viele haben Angst, dass sie selbst oder ein Familienmitglied schwer erkranken oder an der Infektion mit COVID-19 sterben könnten.

Die Sorge um die persönliche Gesundheit steigt dagegen mit dem Alter der Befragten an. Kein Wunder: Bei Patienten über 60 nimmt die Lungenerkrankung infolge der Ansteckung mit dem Corona-Virus häufig einen viel schwereren Verlauf. Entsprechend ängstigen sich 46 Prozent der ab 60-Jährigen vor einer Infektion, bei den jüngeren Befragten sind es nur 31 Prozent.

Vergleichsweise wenige fürchten um ihre wirtschaftliche Existenz

Führende Wirtschaftsinstitute prognostizieren Deutschland einen vorübergehenden Rückgang des Bruttoinlandsprodukts und eine Steigerung der Arbeitslosenzahlen aufgrund der Corona-Krise.

Solche Nachrichten wirken sich natürlich auf die Gefühlslage der Deutschen aus. 38 Prozent der Befragten sorgen sich, dass es in Deutschland mit der Wirtschaft bergab geht. Allerdings befürchten nur 15 Prozent, dass sie selbst die Krisenzeit finanziell nicht überstehen. Noch weniger, nämlich 12 Prozent sorgen sich um ihren Arbeitsplatz beziehungsweise um ihre geschäftliche Grundlage. Damit scheint die Mehrheit der Deutschen optimistisch zu sein, dass sich die Wirtschaft rasch von der Krise erholen wird.


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