Chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung

Alkohol gilt als eine der Hauptursachen einer chronischen Pankreatitis. Auch angeborene Faktoren spielen eine wichtige Rolle. Häufigstes Symptom: Schmerzen im Oberbauch. Was dagegen hilft
von Dr. Martina Melzer, aktualisiert am 05.11.2013

Starke Schmerzen im Oberbauch können durch eine entzündete Bauchspeicheldrüse ausgelöst werden

Thinkstock/iStockphoto

Was ist eine chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung?

Die Bauchspeicheldrüse befindet sich im hinteren Bauchraum auf Höhe des Bauchnabels. Das Organ ist an der Regulation des Blutzuckerspiegels beteiligt, weil es unter anderem das Hormon Insulin bildet und freisetzt. Daneben spielt die Bauchspeicheldrüse, auch Pankreas genannt, eine wichtige Rolle bei der Verdauung. Die Drüse schleust Verdauungsenzyme in den Dünndarm.

Von einer chronischen Pankreatitis sprechen Ärzte, wenn sich die Bauchspeicheldrüse dauerhaft oder immer wieder entzündet. Dadurch geht langfristig das Gewebe des Organs zugrunde und wird durch ein narbiges Bindegewebe ohne Funktion ersetzt. Mediziner nennen das Fibrose.

Ursachen: Was löst die Entzündung in der Bauchspeicheldrüse aus?

Ist die Bauchspeicheldrüse bei einem Erwachsenen chronisch entzündet, lässt sich dies häufig auf Alkohol zurückführen. Allerdings wird die Rolle des Alkohols als Ursache der chronischen Pankreatitis meist von Ärzten und Patienten überschätzt. In den letzten Jahren hat sich herausgestellt, dass Rauchen ein möglicherweise noch viel wichtigerer Risikofaktor für die Krankheitsentstehung ist und auch erbliche Veranlagungen eine deutlich unterschätzte Rolle spielen.

Tritt die chronische Pankreatitis bei Kindern auf, spielen als Ursache oft Genveränderungen eine Rolle. So lösen Mutationen in bestimmten Genen von Verdauungsenzymen die sogenannte hereditäre (erbliche) chronische Pankreatitis aus.

Selten kann eine angeborene Fehlbildung des Pankreas (Pankreas divisum) das Organ chronisch entzünden. Auch zuviel Kalzium im Blut, zum Beispiel verursacht durch einen Hyperparathyreoidismus (Überfunktion der Nebenschilddrüse), begünstigt teilweise eine Bauchspeicheldrüsenentzündung. Bestimmte Fettstoffwechselstörungen, die zu hohen Triglyceridspiegeln im Blut führen, können ebenfalls für eine Pankreatitis verantwortlich sein.

Die Bauchspeicheldrüse sitzt im Oberbauch und gibt unter anderem Verdauungsenzyme wie Lipase und Amylase in den Dünndarm ab

W&B/Dr. Ulrike Möhle

Symptome: Welche Beschwerden ruft die chronische Pankreatitis hervor?

Die Symptome, die eine chronisch entzündete Bauchspeicheldrüse auslöst, sind nicht spezifisch für diese Krankheit. Vielmehr können verschiedene Ursachen solche Beschwerden bedingen. Dennoch gibt es Hinweise: Die meisten Patienten klagen über Schmerzen im Oberbauch, die immer wieder auftauchen oder auch dauerhaft bestehen. Sie strahlen häufig gürtelförmig aus und können sich bis in den Rücken ziehen.

Schreitet die Entzündung fort, verstärken sich mit der Zeit die Schmerzen. Zusätzlich macht sich der zunehmende Funktionsverlust der Bauchspeicheldrüse bemerkbar. Bildet und sondert das Pankreas in zu geringer Menge Verdauungsenzyme in den Dünndarm ab, kommt es vielfach zu Durchfällen. Der Stuhl ist fettig. Blähungen und Bauchkrämpfe können hinzukommen. Der Patient nimmt deutlich an Gewicht ab. Wird infolge der Entzündung weniger Insulin freigesetzt, bildet sich unter Umständen ein Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) aus.

Durch die chronische Pankreatitis können sich auch die Gallenwege verengen, was sich in einer Gelbfärbung der Haut äußern kann.

Folgen: Wie gefährlich ist die chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung?

Ist das Organ dauerhaft entzündet, geht – wie bereits erwähnt – das Gewebe langsam zugrunde. Es entsteht eine Pankreasinsuffizienz, also eine eingeschränkte Funktion. Ärzte unterscheiden zwischen einer exokrinen und einer endokrinen Pankreasinsuffizienz. Bei ersterer büßt die Bauchspeicheldrüse ihre Verdauungsfunktion ein. Es werden weniger Enzyme aus ihr freigesetzt, die für den Abbau von Fetten, Kohlenhydraten und Eiweißen aus der Nahrung verantwortlich sind. Besonders die Fettverdauung wird beeinträchtigt, was unter anderem zu einem Mangel an fettlöslichen Vitaminen im Körper führen kann.

Eine endokrine Pankreasinsuffizienz geht mit einer verminderten Bildung der Hormone Insulin und Glukagon einher. Beide spielen bei der Blutzuckerregulation eine zentrale Rolle. Insulin senkt den Blutzuckerspiegel und bewirkt, dass die Glukose (Traubenzucker) in die Zellen gelangt. Glukagon dient als Gegenpol und erhöht bei Bedarf den Zuckerspiegel im Blut. Fehlt Insulin, kann sich ein Diabetes mellitus ausbilden.

Neben einer Pankreasinsuffizienz können weitere Komplikationen auftreten: Die entzündete Bauchspeicheldrüse verengt die Gallengänge (Gallengangstenose), was mitunter zu Gelbsucht führt. Des Weiteren wird teilweise der Zwölffingerdarm eingeengt (Duodenalstenose). Hervorgerufen werden die verengten Stellen häufig auch durch Pseudozysten in der Bauchspeicheldrüse. Diese flüssigkeitsgefüllten Hohlräume vergrößern sich mit der Zeit und drücken auf benachbarte Bereiche. Sie  können heute aber sehr gut endoskopisch, also ohne Operation, behandelt werden.

Eine chronische Pankreatitis erhöht das Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs. Wer trotz erkrankter Drüse weiter Alkohol trinkt und raucht, verkürzt seine Lebenserwartung.

Diagnose: Wie stellt der Arzt eine chronische Pankreatitis fest?

Die Symptome im Bauch deuten auf verschiedene Krankheiten hin. Zudem fehlen bislang spezifische Nachweismethoden, die gezielte Anhaltspunkte für eine chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung liefern. Dadurch dauert es oft lange, bis der Arzt die Diagnose stellt. Mit diesen Verfahren bekommt der Mediziner Hinweise auf eine chronische Pankreatitis:

  • Pankreasfunktionstest: Meistens wird das Enzym Elastase in einer Stuhlprobe bestimmt. Ist seine Konzentration erniedrigt, spricht dies für eine nachlassende Funktion des exokrinen Pankreasgewebes. Teilweise erfolgt auch ein Nachweis anderer Bauchspeicheldrüsenenzyme im Stuhl oder ein Atemtest.
  • Ultraschalluntersuchung: Damit kann der Arzt die Bauchspeicheldrüse bildlich darstellen und überprüfen, ob sich das Organ sichtbar verändert hat. Sind die Ergebnisse zu ungenau, kann der Mediziner eine Endosonografie vornehmen. Dabei führt er den Ultraschallkopf mit Hilfe eines Endoskops (schlauchartiges Gerät) in die Speiseröhre ein und sieht sich das Pankreas durch die Magenwand oder die Duodenalwand genauer an.
  • Weitere bildgebende Verfahren, zum Beispiel eine spezielle Form der Magnetresonanztomografie (die MRCP) oder die Computertomografie (CT), können das Gewebe gemeinsam mit den Nachbarorganen abbilden und kommen zusätzlich infrage.

Behandlung: Wie sieht die Therapie aus?

Da eine chronische Pankreatitis oft heftige Schmerzen auslöst, welche die Patienten sehr belasten, ist eine Behandlung mit Schmerzmitteln wichtig. Je nachdem, wie intensiv der Bauchschmerz ist, verschreibt der Arzt unterschiedlich stark wirkende Medikamente. Reichen beispielsweise Wirkstoffe wie Diclofenac oder Acetylsalicylsäure nicht aus, können Opiate wie Tramadol die Beschwerden lindern.

Daneben muss der Erkrankte strikt auf Alkohol verzichten und sollte möglichst keine Zigaretten rauchen. Beides verschlechtert die Beschwerden. Schüttet die lädierte Bauchspeicheldrüse zu wenige Verdauungsenzyme aus, können entsprechende Enzym-Präparate (Pankreatin) sie ersetzen. Der Patient nimmt die Enzyme zum Essen ein. Ziel ist, Beschwerden wie Fettstühle zu vermindern und die Nährstoffaufnahme zu verbessern.

Hat sich durch die andauernde Entzündung ein Diabetes entwickelt, muss dieser behandelt werden. Meistens spritzen die Betroffenen dann Insulin. Da der körpereigene Gegenspieler, das Glukagon, ebenfalls häufig fehlt, bekommen Patienten mit dieser Form des Diabetes leichter eine Unterzuckerung. Die Insulintherapie erfordert viel Geschick.

Bei einigen Patienten ist eine Operation der Bauchspeicheldrüse erforderlich. Dies kann vor allem nötig werden, wenn sich die Schmerzen nicht mehr mit Medikamenten oder durch endoskopische Methoden kontrollieren lassen. Auch wenn der Arzt nicht sicher zwischen einer Bauchspeicheldrüsenschwellung durch eine chronische Pankreatitis und einem Tumor der Bauchspeicheldrüse unterschieden kann, sollte der betroffene Teil des Pankreas chirurgisch entfernt werden. Der Eingriff gilt als anspruchsvoll und sollte daher in spezialisierten Zentren stattfinden.

Ernährung: Was Patienten beachten sollten

In vielen Fällen müssen Patienten Pankreasenzyme einnehmen, die vor allem das Enzym Lipase für die Fettverdauung enthalten und heute sehr wirksam sind. Daneben empfehlen Experten, dass Betroffene zu einem Ernährungsmediziner oder –berater gehen. Denn aufgrund der entzündeten Bauchspeicheldrüse fehlen den Betroffenen häufig Nährstoffe und Spurenelemente, sie sind unterernährt. Erkrankte nehmen unter anderem zu wenig fettlösliche Vitamine auf – also die Vitamine A, D, E und K. Besteht ein Mangel, können Nahrungsergänzungsmittel diesen ausgleichen – dies erfolgt in Absprache mit dem behandelnden Arzt.

Zu einer fettarmen Ernährung raten die meisten Mediziner nicht. Zwar können Patienten, deren Verdauung durch die erkrankte Bauchspeicheldrüse beeinträchtigt ist, Fett weniger gut verstoffwechseln. Aber der Enzymersatz sollte dieses Defizit normalerweise beheben. Außerdem haben Betroffene zum Teil einen erhöhten Energiebedarf.

Ganz wichtig: keinen Alkohol trinken und nicht rauchen! Wie schnell die Krankheit fortschreitet, wird entscheidend vom Alkohol- und Tabakkonsum beeinflusst. Wer nicht selbst von diesen Suchtmitteln loskommt, sollte sich in einer entsprechenden Einrichtung beraten lassen.

Verschiedene Faktoren haben dazu beigetragen, dass vielen Patienten in spezialisierten Zentren heute viel besser als früher geholfen werden kann. Verantwortlich dafür sind unter anderem moderne genetische und bildgebende Diagnoseverfahren, die Möglichkeit Pseudozysten und schmerzhafte Stenosen endoskopisch (also ohne Operation) zu behandeln sowie verbesserte konservative Behandlungsmethoden und Operationsverfahren.


Markus M.Lerch

Unser Experte: Professor Markus M. Lerch, Facharzt für Innere Medizin

Universitätsmedizin Greifswald/Hans-Werner Hausmann

Beratender Experte: Professor Dr. med. Markus M. Lerch ist Facharzt für Innere Medizin und Direktor der Klinik für Innere Medizin A an der Uniklinik Greifswald. Herr Lerch ist zugleich Präsident der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten und hat die Leitlinie zur chronischen Pankreatitis mit verfasst.

Quellen:

S3-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und
Stoffwechselkrankheiten (DGVS): Definition, Ätiologie, Diagnostik, konservative, interventionell endoskopische und operative Therapie der chronischen Pankreatitis, Leitlinie 09/2012. Online: http://www.dgvs.de/media/Leitlinie_Chron.Pank..pdf (Abgerufen am 02.09.13)

Böhm M, Hallek M, Schmiegel W (Hrsg): Innere Medizin, begr. von Classen M, Diehl V, Kochsiek K, 6. Auflage, München Elsevier Urban & Fischer Verlag 2009

Overbeck M: Ernährung und Enzymsubstitution bei Pankreasinsuffizienz. In: Diät & Information, Verband der Diätassistenten 05/2012


Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.



Bauchspeicheldrüse

Gallenblase Solarplexus Ganglion Bauchschlagader Nervenfasern Dünndarm Bauchspeicheldrüsengang Milz Dünndarm Linke Niere Läppchen Milz Milzschlagader Bauchspeicheldrüsengang Läppchen mit Drüsengewebe Bauchspeicheldrüsengang Hauptgallengang Bauchspeicheldrüsengang Vater'sche Papille

Wie alle inneren Organe erhält auch die Bauchspeicheldrüse neben chemischen, z.B. hormonellen Steuersignalen, solche des vegetativen, nicht willentlich steuerbaren Nervensystems. Die hier abgebildeten Nervenfasern gehören zum Sympathikus, der neben dem Parasympathikus, ein Teil des vegetativen Nervensystems ist. Die sympathischen Nervenfasern ziehen von der Wirbelsäule kommend an Arterien entlang zu den inneren Organen. Ihre Nervenknoten (Ganglien) liegen hier im Bereich des 1. Lendenwirbels kurz überhalb der Bauchspeicheldrüse um die Bauchschlagader (Aorta abdominalis) und die von ihr abgehenden Arterienäste. Sie sind untereinander über zahlreiche Nervenfasern verbunden. So bilden sie ein strahlenartiges Geflecht aus Nervenfasern und Ganglien, das man aufgrund seines Aussehens früher als Sonnengeflecht oder Solarplexus bezeichnete. Es ist als äußerst empfindliche Region bekannt. Ein Schlag auf den Solarplexus kann bei einem erwachsenen Menschen zur Bewusstlosigkeit führen.

Die Bauchspeicheldrüse ist aus vielen kleinen Läppchen zusammengesetzt. Der Hauptteil eines Läppchens besteht aus Drüsengewebe, das den Verdauungssaft produziert. Er enthält vor allem Verdauungsenzyme zur Spaltung von Eiweißen, Fetten und Zuckern, deren Menge angepasst an die jeweils gegessene Nahrung schwankt. Das Sekret fließt in zahlreiche kleine Gänge, die schließlich in den zentralen Bauchspeicheldrüsengang münden.

Die Pankreasläppchen, die reichlich mit Blutgefäßen und Nerven versorgt werden, bestehen hauptsächlich aus Drüsengewebe. Seine Zellen bilden das Bauchspeicheldrüsensekret mit Verdauungsenzymen. In das Drüsengewebe sind inselartig die hormonproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse eingelagert. Diese Zellgruppen werden nach dem deutschen Arzt Paul Lagerhans (1847-1888), auch als Langerhans-Inseln bezeichnet. Sie kommen vor allem im Bereich von Pankreaskörper und -schwanz vor, kaum im Pankreaskopf.

Der Bauchspeicheldrüsengang (Ductus pancreaticus), der vom Schwanz zum Kopf durch die gesamte Bauchspeicheldrüse zieht, führt dem Darm das in den Pankreasläppchen gebildete Verdauungssekret mit Enzymen zu. Er mündet mit der so genannten Vater’schen Papille in den Dünndarm. Kurz vor der Mündung vereint er sich häufig mit dem Hauptgallengang, in dem das andere wichtige Verdauungssekret, die Galle aus der Leber, zum Darm fließt. Seltener führen beide Gänge getrennt in den Darm.

Der Hauptgallengang mündet mit einer kleinen Aufwerfung (Papille) der Darmschleimhaut in den Dünndarm. Diese Mündung wird nach dem deutschen Anatom Abraham Vater (1684 - 1751) als Vater'sche Papille bezeichnet. Hier ist der Gallengang von einem ringförmigen Schließmuskel umgeben, der dauerhaft zusammengezogen ist und so ein Ausfließen von Galle und Bauchspeicheldrüsensekret verhindert, wenn der Darm leer ist. Sobald der Speisebrei aus dem Magen den Dünndarm erreicht, bewirkt ein Hormon in der Darmwand die Öffnung des Schließmuskels und den Abfluss der Verdauungssäfte in den Darm.

Die Gesamtheit aller Langerhans-Inseln bezeichnet man häufig als Inselorgan. Jede Langerhans-Insel enthält etwa 3000 Inselzellen, die in A, B und D-Zellen unterschieden werden. Die meisten, etwa 75 bis 80 Prozent, sind vom B-Typ. Sie bilden das wichtige Stoffwechselhormon Insulin, das die Aufnahme von Zucker aus dem Blut in die Körperzellen fördert. Die A-Zellen, deren Anteil etwa 20 Prozent beträgt, bilden Glukagon, den Gegenspieler zum Insulin. Glukagon unterstützt bei niedrigem Blutzuckerspiegel den Abbau von Energiereserven vor allem aus der Leber. Beide Hormone werden innerhalb der Läppchen direkt in Blutgefäße abgegeben, was als endokrine Drüsenfunktion bezeichnet wird (Pfeile). Etwa 5 bis 10 Prozent der Zellen sind vom D-Typ. Sie bilden das Hormon Somatostatin, das regulierend auf die A- und B-Zellen wirkt und deren Hormonproduktion dämpft.

Die exokrinen Drüsenzellen der Bauchspeicheldrüse sitzen in beerenförmigen Drüsenendstücken (Acini), aus denen die Läppchen aufgebaut sind. In jedem Endstück beginnt eine der kleinen Verzweigungen des Bauchspeicheldrüsenganges. Die Drüsen- oder auch Azinuszellen geben bei Bedarf das leicht basische Verdauungssekret mit den Verdauungsenzymen in den Ausführungsgang, also nicht in die Blutbahn oder direkt ins Gewebe ab (Pfeile). Dies wird als exokrine Drüsenfunktion bezeichnet. Die Produktion des Sekrets setzt bereits wenige Minuten nach der Nahrungsaufnahme ein und hält einige Stunden an. Angeregt wird sie durch Nervensignale und chemisch durch das Hormon Cholezystokinin aus der Darmschleimhaut, wenn Speisen den Magen bzw. den Darm erreichen.

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