Cashewnuss: Weniger Fett als andere Nüsse

Die Cashewnuss kommt ursprünglich aus Brasilien. Sie enthält fast 20 Prozent Eiweiß. Sie schmeckt als Snack, in Salaten oder exotischen Currygerichten

aktualisiert am 07.02.2014
Cashewnuss

Die Cashewnuss ist nierenförmig gekrümmt


Inhaltsstoffe: Fast 20 Prozent Eiweiß

Der Fettgehalt von Cashews ist mit etwa 42 Prozent verglichen mit anderen Nüssen eher niedrig. Sie bestehen außerdem zu fast 20 Prozent aus Eiweiß. Vitamine der B-Gruppe sind in ihnen enthalten, auch das B-Vitamin Folsäure. Des Weiteren kommen die Mineralien Magnesium, Kalium und Phosphor in Cashewnüssen vor. Das ebenfalls enthaltene Eisen spielt im menschlichen Körper eine entscheidende Rolle für den Sauerstofftransport.

Herkunft der Cashewnuss: Aus Brasilien in die ganze Welt

Die ursprüngliche Heimat der Cashewnüsse ist Brasilien. Portugiesische Seefahrer brachten den Baum schon im 16. Jahrhundert nach Mosambik und Indien. Heute findet der Anbau weltweit in tropischen Regionen Südamerikas, Afrikas und Asiens statt.

Botanik: Auch der Fruchtstiel ist essbar

Der Cashewbaum Anacardium occidentale ist im deutschen auch als Kaschubaum bekannt. Er stammt aus der Pflanzenfamilie der Sumachgewächse und ist immergrün. Bis zu zwölf Meter wächst er in die Höhe und trägt eine runde Krone. Mit einer Pfahlwurzel ist er fest im Boden verankert. Seitenwurzeln ermöglichen auch bei Nährstoffmangel oder Trockenheit das Überleben. Die kleine Cashewnuss ist die eigentliche Frucht des Baumes. Auf den ersten Blick kann man sie leicht übersehen, da ihr Fruchtstiel zur Reifezeit stark angeschwollen ist. Botaniker nennen diesen Fruchtstiel Cashewapfel. Er ist gelb bis rot gefärbt und hat eine birnen- oder paprikaähnliche Form. Am Ende des Fruchtstiels sitzt eine zwei bis dreieinhalb Zentimeter lange Steinfrucht, die Cashewnuss. Sie ist nierenförmig gekrümmt und hat eine harte Schale. Im Inneren befindet sich je ein essbarer Samen. Da die Schale beim Öffnen einen reizenden Stoff freigibt, müssen die Früchte zuerst geröstet werden. Dabei verflüchtigt sich der Reizstoff zu großen Teilen und die brüchige gewordene Schale lässt sich leicht aufknacken. Wegen der komplizierten Verarbeitung sind die Nüsse so teuer.

Saison: Cashews gibt es das ganze Jahr

Geschälte und geröstete Cashewnüsse sind das ganze Jahr über erhältlich.

Lagerung: Vor Feuchtigkeit schützen

Luftdicht eingeschweißt oder in Weißblechdosen verpackt kommen Cashewnüsse in den Handel. Die Nüsse zu Hause kühl, luftig und trocken lagern und zügig verbrauchen, da sie schnell ranzig werden. Vorsicht vor Schimmelpilzbefall!

Tipps zur Zubereitung: Salzig oder süß

Cashewnüsse kommen nur geschält in den Handel. Je nach Geschmack kann man sie salzig oder pikant gewürzt oder auch karamellisiert genießen. Zur Anreicherung von Müsli oder im Studentenfutter sind sie ebenfalls beliebt. Bei den Portionen wegen des relativ hohen Kaloriengehalts Maß halten. Cashewnüsse schmecken auch gut in herzhaften Gerichten und veredeln Salate und Saucen. Ein Genuss sind sie in Currygerichten, Hackfleischfüllungen und exotischen Geflügelgerichten. Auch zum Backen sind die Nüsse geeignet.

Zur Übersichtsseite des Obst- und Gemüselexikons

Nährwerttabelle: Cashewnuss (pro 100 Gramm)


Energie


kcal
572

Fett


gesamt (g)
42

Eiweiß


gesamt (g)
18

Kohlenhydrate


gesamt (g)
30

Mineralstoffe (mg)


Natrium (Na)
15
Kalium (K)
550
Calcium (Ca)
30
Magnesium (Mg)
270
Phosphat (P)
370
Eisen (Fe)
2,8
Zink (Zn)
2,1

Vitamine


Beta-Carotin (µg)
60
Vitamin E (mg)
0,8
Vitamin B1 (mg)
0,63
Vitamin B2 (mg)
0,26
Vitamin B6 (mg)
0,42
Folsäure (µg)
70

 

Quelle der Nährwertangaben: Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Die Nährwerttabelle