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Zielgerichtete Therapie bei Brustkrebs

Bei HER2-positiven Tumoren können Medikamente, die sich gegen diesen Rezeptor richten, das Tumorwachstum bremsen und den Krebs manchmal sogar komplett zum Verschwinden bringen, insbesondere zusammen mit einer Chemotherapie

aktualisiert am 18.12.2019

Bei etwa jeder fünften Patientin mit Brustkrebs bilden die Tumorzellen besonders viele HER2-Eiweiße an ihrer Oberfläche: Der Tumor ist HER2-positiv. Mit Medikamenten, die sich gegen diesen Rezeptor richten, lässt sich dann gezielt eingreifen. Trastuzumab ist das schon am längsten bei Brustkrebs angewandte Medikament aus der vergleichsweise neuen Gruppe zielgerichteter Arzneistoffe.

Diese zielgerichteten Medikamente können - in der Regel parallel zur Chemotherapie – in verschiedenen Phasen der frühen Behandlung gegeben werden: entweder zunächst vor der Brustoperation, also neoadjuvant oder nach der Operation, also adjuvant.

Es hat sich herausgestellt, dass bei HER2-positiven Patientinnen eine neoadjuvante Behandlung mit Trastuzumab und Chemotherapie den Tumor in der Erstbehandlung sogar komplett zum Verschwinden bringen kann. Dies zeigt sich dann am Operationspräparat (Fachbegriff: pathologische Komplettremission, kurz pCR).

Die vor der Operation begonnene Antikörper-Therapie sollte danach bis zu einer Therapiedauer von einem Jahr fortgesetzt werden. Sie kann alle drei Wochen als Injektion unter die Haut verabreicht werden.

Zugelassen zur Behandlung von Brustkrebs in Frühstadien sind auch Neratinib und Pertuzumab.

Nebenwirkungen der zielgerichteten Therapie

Auch bei der zielgerichteten Therapie können Nebenwirkungen auftreten. Bei Trastuzumab zum Beispiel Herzprobleme, Kopfschmerzen oder Durchfälle.