Akute Bronchitis: Ursachen und Risikofaktoren

Viren sind der Hauptauslöser einer akuten Bronchitis. Was noch dazu beiträgt und wie die Infektion im Körper abläuft
aktualisiert am 31.01.2014

Bei der akuten Bronchitis entzündet: die Bronchien

W&B/Ulrike Möhle

Eine Bronchitis ist eine Entzündung der unteren Atemwege. Betroffen sind die Aufzweigungen der Luftröhre, die Bronchien und deren kleinere Verästelungen, die Bronchiolen. Oft ist auch die Luftröhre (Trachea) selbst in Mitleidenschaft gezogen (Tracheobronchitis). Die Zellen der gereizten Schleimhaut produzieren vermehrt zähes Sekret. Das führt zu Husten mit schleimigem Auswurf.

Akute Bronchitis: Die häufigsten Ursachen

In den meisten Fällen sind Viren die Auslöser der akuten Bronchitis. Als Erreger kommen bei Erwachsenen häufig Influenza-(Grippe), Parainfluenza-, Rhino- oder Adenoviren in Betracht. Bei Kindern sind die Erreger meist RS-(Respiratory Syncytial Virus), Adeno-, Coxsackie- oder Echoviren.

Die Viren werden entweder durch eine sogenannte Tröpfchen- oder per Schmierinfektion übertragen. Gesunde stecken sich bei Erkrankten beispielsweise an, indem sie die winzigen virenhaltigen Tröpfchen einatmen, die der Erkältete beim Husten, Niesen oder Sprechen versprüht. Von einer Schmierinfektion sprechen Ärzte, wenn die Krankheitserreger über die Hände weitergegeben werden oder von der Hand in den Mund gelangen.

Wesentlich seltener als Viren sind Bakterien die Ursache der akuten Bronchitis. Meist tritt eine bakterielle Bronchitis bei schlechter Abwehrlage oder bei einer Vorschädigung der Lunge beispielsweise durch Zigarettenrauch oder Luftschadstoffe auf. Auch beim Virusinfekt können Bakterien zusätzlich angreifen. Der Arzt spricht dann von einer "bakteriellen Superinfektion". Als auslösende Keime herrschen bei Erwachsenen Streptokokken, Hämophilus influenzae oder Moraxella catharrhalis vor. Bei Kindern und Säuglingen sind die Erreger oft Hamophilus influenzae, Mykoplasmen oder Chlamydien.

Sehr selten verursachen auch Pilze eine Bronchitis. Sie betrifft in erster Linie Menschen mit einem geschwächten Immunsystem (zum Beispiel durch Blutkrebs oder AIDS). Die häufigste Pilzbronchitis ist die sogenannte "Soorbronchitis", ausgelöst durch den Hefepilz Candida albicans.

Im Rahmen von Infekten wie Windpocken oder Keuchhusten kann ebenfalls eine akute Bronchitis auftreten.

Risikofaktoren

Die Bronchien sind besonders anfällig für Entzündungen, wenn sie vorbelastet sind. So kann Luftverschmutzung durch Feinstaub, Abgase oder Tabakrauch oder auch eine chronische Bronchien-/Lungenerkrankung (chronische Bronchitis, Mukoviszidose) die akute Bronchitis begünstigen. Trockene Luft, zum Beispiel in beheizten oder klimatisierten Räumen, reizt die Atemwege und trocknet die Schleimhäute aus. Das wiederum kann das Risiko für Atemwegsinfekte erhöhen. Auch Kälte kann sich ungünstig auf die Bronchien auswirken.


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