Akute Bronchitis: Therapie

Eine akute Bronchitis lässt sich mit Hausmitteln und schleimlösenden oder hustenstillenden Medikamenten behandeln. Nur manchmal sind Antibiotika nötig
aktualisiert am 31.01.2014

Ein Hustensaft kann bei einer akuten Bronchitis helfen

Image Source/ RYF

Ist die akute Bronchitis durch Viren bedingt, ist eine ursächliche Therapie in der Regel nicht möglich. Die Behandlung zielt darauf ab, die Beschwerden zu lindern.

Hustenmittel

Solange der Husten trocken ist und vor allem nachts quält, können hustenstillende Mittel (Antitussiva) den Hustenreiz dämpfen. Löst sich der Husten, müssen Sie also Schleim abhusten, dann können schleimlösende Medikamente (Expektoranzien) helfen. Sie sollen das Sekret verflüssigen und/oder dessen Abtransport aus den Bronchien erleichtern. Eine Kombination aus hustenstillenden und –lösenden Mitteln ist normalerweise nicht sinnvoll, da beide gegensätzliche Wirkungen haben. Manchmal kommt dennoch eine Kombination infrage. Besprechen Sie mit dem Arzt, welche Therapie sich in Ihrem Fall empfiehlt.

Antibiotika

Ein Antibiotikum kann nur helfen, wenn die akute Bronchitis durch Bakterien verursacht wird. Normalerweise heilt eine solche Bronchitis jedoch von selbst ab, ein Antibiotikum ist nicht nötig. Besteht das Risiko, dass eine bakterielle Bronchitis einen schwereren Verlauf vernimmt oder dass zu einer viralen sekundär eine bakterielle Infektion hinzukommt, können Antibiotika sinnvoll sein.

Das ist zum Beispiel bei Menschen der Fall, die eine Grunderkrankung wie Asthma oder COPD (chronisch obstruktive Bronchitis) haben. Auch ältere Patienten und solche, die eine geschwächte Immunabwehr haben, zählen zur Risikogruppe.

Hausmittel und unterstützende Maßnahmen

Einfache Maßnahmen können den Verlauf einer akuten Bronchitis positiv beeinflussen und die Symptome lindern:

  • Mehrmals täglich mit einer 0,9-prozentigen Kochsalzlösung, mit Kamille oder ätherischen Ölen inhalieren. Wichtiger Hinweis: Ätherische Öle eignen sich nicht für Menschen mit empfindlichen Atemwegen und nicht für Kleinkinder!
  • Ausreichend viel trinken – am besten Wasser und ungesüßte Tees. Hinweis: Wer an einer Herz- oder Nierenerkrankung leidet, sollte die Trinkmenge mit einem Arzt absprechen
  • Körperliche Schonung, bei Fieber: Bettruhe
  • Wadenwickel können bei erhöhter Temperatur und leichtem Fieber helfen

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