CML: Diagnose

Die Blut- sowie die Knochenmark-Untersuchung stellen die wichtigsten Diagnoseverfahren bei einer chronischen myeloischen Leukämie dar
aktualisiert am 15.09.2014

Im Blutbild lassen sich bei einer CML charakteristische Veränderungen erkennen

Jupiter Images GmbH/Thinkstock LLC

Zu Beginn führt der Arzt ein ausführliches Gespräch über bestehende Beschwerden und mögliche Risikofaktoren (Anamnese) durch. Danach tastet er unter anderem Milz und Leber ab, da diese bei einer CML geschwollen sein können. Liegt der Verdacht auf eine chronisch myeloische Leukämie vor, erfolgen anschließend Labortests: eine Blut- sowie eine Knochenmark-Untersuchung.

Im Blut lassen sich charakteristische Veränderungen erkennen. Im Blutbild ist die Zahl der weißen Blutkörperchen (Leukozynten) deutlich erhöht. Dies ist vor allem auf eine stark erhöhte Anzahl reifer und unreifer Granulozyten zurückzuführen, die zu den weißen Blutkörperchen zählen. Auch die Anzahl der Blutplättchen kann erhöht sein. Ist die CML bereits fortgeschritten, kommt es zu einem Mangel an roten Blutkörperchen (Anämie) und Blutplättchen.

Eine Untersuchung des Knochenmarks ist wichtig, um die Diagnose nach der Blut-Untersuchung zu sichern. Dabei wird unter örtlicher Betäubung Knochenmark aus dem Beckenkamm entnommen. Mit sogenannten zytogenetischen Untersuchungen lässt sich die typische Veränderung der Erbsubstanz in den Zellen nachweisen: das Philadelphia-Chromosom. Mit molekularbiologischen Methoden kann  das veränderte Gen im Blut und im Knochenmark bestimmt werden.

Bei einem  kleinen Teil der CML-Patienten liegt diese typische Genveränderung nicht vor. Der Krankheitsverlauf dieser Erkrankten unterscheidet sich von der üblichen CML.

Mittels Ultraschall wird der Bauchraum untersucht. Eine vergrößerte Milz oder Leber kann der Arzt dadurch am Bildschirm sehen.


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