Das hilft bei einer Blasenentzündung

Wie Sie der schmerzhaften Infektion der Blase vorbeugen, wie die Erkrankung behandelt wird
von Sophie Kelm, aktualisiert am 16.03.2017

Hilft bei Blasenentzündung: eine Wärmflasche

W&B/Martin Ley

Wer in der Apotheke ein Präparat gegen Blasenentzündung verlangt, erhält zusätzlich zur Medizin meist auch einen mitfühlenden Blick. Denn die Infektion der Harnwege verläuft oft ziemlich schmerzhaft. Die häufigsten Symptome sind ein ständiger Harndrang, verbunden mit Schmerzen beim Wasserlassen.

Die Blasenentzündung tritt mit Vorliebe bei Frauen auf. Schätzungsweise jede Zweite sammelt einmal in ihrem Leben Erfahrungen am eigenen Leib. Männliche Blasen hingegen verschonen die Bakterien in der Regel. Die Keime gelangen meistens von außen über die Harnröhre in die Blase. Dort führen sie zu einer Entzündung und Reizung der Blasenwand. Verkühlung und eine geschwächte Immunabwehr, etwa durch andere Krankheiten, begünstigen den Infekt.

So beugen Sie einer Blasenentzündung vor:

  • Genügend trinken. Wer ausreichend trinkt, der spült seine Blase automatisch oft durch. So können sich Bakterien nur schwer dort ansiedeln.
  • Wärme. Ziehen Sie sich warm an. Setzen Sie sich nicht auf kalten Untergrund. Ein Oma-Tipp mit hoher Erfolgsrate.

  • Nasse Badesachen nach dem Schwimmen schnell ausziehen. In dem feuchten Klima fühlen Bakterien sich viel zu wohl. Wenn die körpereigene Abwehr dann noch durch den kühlen nassen Stoff geschwächt wird, haben sie ein leichtes Spiel.

  • Nach dem Sex aufs Klo. Beim Liebesspiel können Bakterien mechanisch in die Blase geschoben werden. Dem beugen Sie vor, indem Sie nach dem Sex sofort zur Toilette gehen.

Das hilft bei einer Blasenentzündung:

  • Viel trinken. Das spült die Krankheitserreger wieder aus dem Körper. (Achtung: Hat der Arzt die Trinkmenge begrenzt – etwa wegen einer Herz- oder Nierenkrankheit – dann Rücksprache zur idealen Trinkmenge halten.)
  • Kräutertees. Wer eine Blasenentzündung bereits ein paar Mal durchlitten hat, der erkennt eine sich anbahnende Harnwegserkrankung meist schon am häufigen Harndrang. In diesem Stadium können Sie dem Ausbruch eventuell noch mit harntreibenden und antientzündlichen Kräutertees gegensteuern. Oft verwendete Kräuter sind: Hauhechel, Birkenblätter, Orthosiphonblätter, Goldrutenkraut, Schachtelhalm, Bärentraubenblätter und Brennnessel. Diese Heilpflanzen gibt es als Tees und als Präparate zum Einnehmen in der Apotheke. Lassen Sie sich zu Auswahl und Anwendung beraten!

  • Antibiotikum. Häufig verordnet der Arzt ein Antibiotikum. Damit klingen die Beschwerden meist sehr schnell ab. Trotzdem müssen Sie das Medikament so lange einnehmen, wie der Arzt es verordnet hat. Ansonsten riskieren Sie einen Rückfall oder Resistenzenbildung der Krankheitserreger.

Auf jeden Fall gleich zum Arzt gehen sollten Schwangere mit Blasenentzündung, chronisch Kranke und Männer. Auch bei deutlichen Krankheitszeichen und Fieber sowie bei Kindern ist sofort der Arzt gefragt.


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