Harnröhrenentzündung: Symptome

Brennen und Schmerzen beim Wasserlassen, häufiges Wasserlassen – die Beschwerden bei einer Harnröhrenentzündung ähneln oft den Symptomen einer Blasenentzündung

aktualisiert am 15.09.2014

"Geschäft" mit unangenehmen Begleiterscheinungen: Brennen beim Wasserlassen und Ausfluss deuten auf eine Harnröhrenentzündung hin


Betroffene berichten vor allem über Brennen beim Wasserlassen. Hinzu kommt der quälende und häufige Drang auf Toilette zu gehen. Zudem ist die Austrittsöffnung der Harnröhre oftmals gerötet, sehr schmerzhaft und juckt. Unangenehm ist Vielen das Auftreten von Ausfluss aus der Harnröhre (Fluor urethralis). Dieser zeigt sich meist glasig, trüb oder eitrig.

Männer und Frauen sind gleichermaßen betroffen, doch sind die Symptome in vielen Fällen nur sehr diskret oder fast gar nicht bemerkbar. Im Falle einer Urethtritis der Frau, beispielsweise verursacht durch Chlamydien, klagt nur eine von vieren über Beschwerden.

Aufgrund der möglichen Komplikationen, die sich aus einer Harnröhrenentzündung ergeben können, ist es sehr wichtig auf die Zeichen des Körpers zu hören, um Schlimmeres zu verhindern. Bei Frauen droht als Spätfolge einer chronischen Entzündung der Eierstöcke und Eileiter (Adnexitis) die Unfruchtbarkeit. Eine Harnröhrenentzündung hat in einigen Fällen eine Verengung der Harnröhre zur Folge (Harnröhrenstriktur). Bei Männern kann sich die Entzündung auf Hoden und Nebenhoden, in einigen Fällen auch auf die Prostata ausbreiten. Eine Infektion durch Chlamydien kann bei der Geburt auf das Neugeborene übertragen werden und eine Bindehautentzündung zur Folge haben, die unbehandelt die Erblindung des Neugeborenen verursachen kann.