Bindehautentzündung: Therapie

Augentropfen und –salben mit speziellen Medikamenten können eine Bindehautentzündung lindern. Welche Mittel zum Einsatz kommen, hängt davon ab, was die Bindehaut gereizt hat
03.12.2015

Augentropfen mit speziellen Wirkstoffen können eine Bindehautentzündung lindern

Jupiter Images GmbH/Bananastock

Eine Bindehautentzündung wird normalerweise lokal behandelt. Das heißt, der Patient wendet Augentropfen und/oder –salben an, die er in den Bindehautsack einbringt.

Liegt eine bakterielle Bindehautentzündung vor, enthalten Tropfen und Salben ein Antibiotikum. Diese Mittel töten die Krankheitserreger ab. Sie wirken jedoch nur effektiv, wenn der Patient sie ausreichend lange anwendet. Haben Herpesviren die Bindehaut befallen, dann helfen antivirale Wirkstoffe wie Aciclovir.
 Ist die Konjunktivitis allergisch bedingt, können sogenannte Antihistaminika die Symptome lindern. Die Substanzen hemmen die Ausschüttung von Histamin aus bestimmten Körperzellen und dämmen dadurch die allergische Reaktion am Auge ein.

Anwendungstipp: Weichen Sie das Sekret auf, das die Bindehaut verklebt – zum Beispiel mit einem feuchten Waschlappen. Spülen Sie das Sekret mit warmem Wasser aus, bevor Sie die Augentropfen benutzen. Augensalben können die Sicht behindern und die Lider etwas verkleben. Wenden Sie diese daher bevorzugt vor dem Zubettgehen an.

Hat sich die Bindehaut entzündet, weil das Auge zu trocken ist, können "künstliche Tränen" die Beschwerden lindern. Solche Augentropfen enthalten Stoffe, die eine Art künstlichen Film auf dem Auge bilden. Sie befeuchten es und halten diesen Effekt für einen längeren Zeitraum aufrecht.

Vorsicht bei manchen Augentropfen!

Augentropfen, in denen sich gefäßverengende Mittel befinden, helfen zwar gegen ein gerötetes Auge, sollten aber nur wenige Tage benutzt werden. Denn sie trocknen das Auge aus und können dadurch ihrerseits eine Irritation der Bindehaut auslösen.

Hausmittel, etwa Kamillenzubereitungen, empfehlen sich nicht. Kamille wirkt zwar leicht entzündungshemmend, kann jedoch schwere Allergien auslösen. Zudem sind selbst hergestellte Lösungen nicht steril und können Keime enthalten, die für das Auge gefährlich werden können.

Bindehautentzündung vermeiden

Hat zum Beispiel ein Kind eine infektiöse Bindehautentzündung, stecken sich Eltern und Geschwister schnell an. Vorbeugen können sie, indem sie nicht die gleichen Handtücher und Waschlappen benutzen. Außerdem: Regelmäßig die Hände mit Seife waschen. Wird die Bindehautentzündung durch eine Allergie ausgelöst, sollten Betroffene versuchen, das Allergen zu meiden.


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