Geschwollene Beine und Füße: Selbsthilfe und Vorbeugung

Wieder ins Lot kommen – wichtig für alle, die mit schweren, dicken Beinen zu tun haben. Die Therapie richtet sich nach der Ursache. Körperliches Training und normales Körpergewicht helfen dabei

von Andrea Blank-Koppenleitner, aktualisiert am 24.04.2018

Wohltat für die Beine: Wassertreten und Kneipp-Anwendungen halten Muskeln und Gefäße fit


Da Beinschwellungen sehr unterschiedliche Ursachen haben können, wird auch die Behandlung stets individuell ausgerichtet sein. Dicke Beine bei einem Herzleiden benötigen eine andere Therapie als Krampfadern. Für die Betroffenen bedeutet das, sorgfältig den Empfehlungen des Arztes zu folgen. Klären Sie Veränderungen und Beschwerden immer mit ihm ab. Zusätzlich können Sie die ärztliche Therapie durch eine gesunde Lebensweise unterstützen.

Für alle Erkrankungen, die zu Schwellungen führen, ist es unerlässlich, Risikofaktoren zu erkennen und zu meiden. Dazu gehören vor allem Zell- und Gefäßgifte wie Rauchen und Alkohol.

Auf Ernährung und Bewegung achten

Eine nachlässige, fett- und kalorienreiche Ernährung und damit verbundenes Übergewicht verstärken vorhandene Leiden. Wenn Sie zu viel auf die Waage bringen, bleibt nichts anderes, als auf die Mahnungen Ihres Arztes zu hören und abzunehmen. Das geht sehr oft auf gesunde Weise, indem Sie Ihre Ernährung langfristig umstellen und sich gezielt körperlich bewegen.

Körperliche Bewegung ist das A und O für fitte, gesunde Beine. Dabei kann jeder das für ihn richtige Aktivitätsmodell finden. Wer herzkrank ist, wird andere Bewegungsformen wählen, als jemand, der unter Krampfadern leidet, aber sonst gesund ist. Eine große Motivationshilfe sind häufig Sportgruppen, etwa Herzsportgruppen. Neben regelmäßigem Sport brauchen die Beine auch im Alltag immer wieder Abwechslung. Wenn Sie lang und viel stehen oder sitzen müssen, versuchen Sie, so oft wie möglich, Ihre Position zu verändern und zwischendurch kleine, stärkende Übungen einzubauen.

Beine komprimieren und wenn möglich hochlegen

Entlastend wirkt es häufig, die Beine hochzulegen, wann immer möglich. Bei wenigen Erkrankungen ist eine Hochlagerung nicht angezeigt, etwa bei arteriellen Durchblutungsstörungen. Ein Wechsel aus Liegen und Bewegung trägt dazu bei, die Beine zu entstauen.

Hat der Arzt Ihnen Kompressionsstrümpfe verordnet, dann scheuen Sie sich nicht, die Strümpfe auch entsprechend den Empfehlungen zu tragen. Es gibt inzwischen durchaus modische Modelle, die Ihnen individuell angepasst werden und die damit auch besser sitzen.

Die Psyche spielt eine wesentliche Rolle für viele Körperfunktionen. Stress und seelischer Druck verstärken vorhandene Leiden oder stellen nicht zu vernachlässigende Risikofaktoren dar. Regelmäßig entspannen und die Seele ins Gleichgewicht bringen – das gehört mit dazu, wenn es darum geht, die Beine zu entlasten.