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Uveitis: Symptome

Welche Symptome auftreten, hängt von vielen Faktoren ab – zum Beispiel von der Form der Uveitis und ob diese akut oder chronisch verläuft

aktualisiert am 30.03.2015
Rot unterlaufene Augen sind ein Symptom für Uveitis

Stark gerötete, tränende und schmerzende Augen – das kann für eine akute vordere Uveitis sprechen


Vordere Uveitis

Die häufigste Form, die vordere Uveitis, kann akut oder chronisch verlaufen. Tritt sie akut, also plötzlich auf, kann sie sich durch folgende Symptome äußern: Das betreffende Auge ist stark gerötet, es schmerzt teils heftig, tränt und reagiert empfindlich auf Lichtreize.

Verläuft diese Gefäßhautentzündung chronisch, entwickelt sie sich schleichend über einen längeren Zeitraum. Schleichend bedeutet, der Patient bemerkt davon meist nichts. Erst wenn die Uveitis weiter vorangeschritten ist, kommt es zu Beschwerden: Der Betroffene sieht deutlich schlechter. Zudem kann er Flocken, Schatten oder Blitze wahrnehmen. Haben sich bei Kindern Teile der Gefäßhaut (Uvea) chronisch entzündet, bleibt dies nicht selten für lange Zeit unbemerkt. Denn das Auge sieht von außen normal aus und die Kinder klagen kaum über Beschwerden. Die Entzündung wird oft zufällig entdeckt, wenn der Augenarzt das Sehorgan routinemäßig überprüft.

Mittlere und hintere Uveitis

Diese beiden Formen verlaufen in den meisten Fällen chronisch und lösen erst spät Symptome aus. Äußerlich sieht das entzündete Auge meist normal aus. Es ist weder gerötet noch schmerzt es. Erkrankte berichten jedoch oft, dass sie Schlieren, Fussel oder Schatten sehen, die an derselben Stelle bleiben können oder sich bewegen. Hinweis: Wer "Mücken" vor den Augen erkennt, auch Mouches volantes genannt, braucht sich normalerweise keine Sorgen zu machen. Diese Schleier entstehen durch harmlose Trübungen im Glaskörper. Dennoch: Selten kann auch eine ernsthafte Krankheit dahinterstecken – wie die Uveitis oder eine Netzhautablösung. Deshalb immer zum Augenarzt gehen, wenn plötzlich "Mücken" auftauchen! Neben den Schlieren lässt als weiteres Anzeichen zumeist die Sehschärfe deutlich nach.

Mögliche Komplikationen

Haben sich Bereiche des vorderen inneren Augenabschnitts chronisch entzündet (Uveitis anterior), kann die Regenbogenhaut mit der Linse verkleben. Es kommt zu sogenannten Synechien, durch die sich die Pupille verziehen kann. Verläuft die mittlere oder hintere Uveitis chronisch, kann sich ein Makulaödem entwickeln. Dabei lagert sich Gewebsflüssigkeit an der Stelle des schärfsten Sehens ein, was die Sehschärfe verschlechtert. Alle drei Formen können im Laufe der Zeit zu einem grünen Star (Glaukom) führen, wenn der Augeninnendruck ansteigt. Auch die Linse kann sich zunehmend eintrüben, wodurch sich ein grauer Star (Katarakt) ausbilden kann. Im schlimmsten Fall erblindet der Patient dadurch.

Solche Komplikationen treten jedoch nur selten auf. In den meisten Fällen verschwindet eine Uveitis ohne gefährliche Folgen wieder.