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Schielen: Diagnose

Schielt jemand, ob Kind oder Erwachsener, sollte er so bald wie möglich zum Augenarzt gehen

aktualisiert am 29.10.2013
Junge Frau beim Augenarzt

Wichtig: Wer schielt, sollte unbedingt einen Augenarzt aufsuchen


Eltern, deren Kind auf einmal schielt, und auch Erwachsene, die plötzlich schielen, sollten unbedingt zeitnah einen Augenarzt aufsuchen. Der kann die entsprechenden Untersuchungen vornehmen und die geeignete Behandlung besprechen.

Der Augenarzt überprüft als erstes, ob ein sekundäres Schielen vorliegt. Dabei führt eine Augenerkrankung, zum Beispiel an der Netzhaut oder im Bereich der Sehnerven, sekundär zu einem Schielen. Er schließt in diesem Zusammenhang auch einen bösartigen Netzhauttumor (Retinoblastom) aus. Diese Krebsart kommt allerdings nur sehr selten und zumeist bei Kleinkindern und Kindern vor. Ergibt die augenärztliche Untersuchung außer dem Schielen keinerlei Auffälligkeiten, misst der Arzt die Brechkraft der Augen und verschreibt gegebenenfalls eine Brille.

Liegt ein Lähmungsschielen vor – das sowohl im Kindes- als auch im Erwachsenenalter auftreten kann – wird meist eine Kernspintomografie erforderlich, die spezialisierte Zentren durchführen. Eine dem Schielen eventuell zugrunde liegende Ursache wird dann von den jeweiligen Spezialisten behandelt.

Handelt es sich um einen Mikrostrabismus, ist der Schielwinkel so klein, dass er häufig nicht auffällt. Diese Schielform ist besonders heimtückisch, weil die Kinder nicht oder häufig zu spät zum Augenarzt kommen. Das schielende, zum Sehen nicht benutzte Auge, weist häufig schon eine ausgeprägte Schwachsichtigkeit (Amblyopie) auf.

Wichtig: Schielt ein Kind nicht offensichtlich, kneift aber spontan immer wieder ein Auge zu, sieht plötzlich verschwommen oder erzählt von Doppelbildern, muss es zum Augenarzt.