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Hornhautentzündung: Therapie

Eine Hornhautentzündung wird je nach Ursache mit unterschiedlichen Medikamenten behandelt

10.05.2013
Augentropfen

Sind Bakterien an einer Keratitis schuld, helfen Antibiotika-haltige Augentropfen


In den meisten Fällen verursachen Bakterien eine Keratitis. In diesem Fall verordnet der Arzt Augentropfen, die Antibiotika enthalten. Diese Mittel hemmen die Vermehrung der Erreger.

Liegt eine Infektion mit Herpes-Viren vor, setzt der Augenarzt meist den Wirkstoff Aciclovir ein. Dieser hilft gegen Herpes-simplex-Viren, aber auch gegen Windpockenviren. Der Arzneistoff kann in einer Kombination aus Augensalbe und Tabletten zum Einnehmen angewendet werden.

Führt ein "trockenes Auge"  zu einer Hornhautentzündung, kommen künstliche Tränen zum Einsatz. Dabei handelt es sich um spezielle Augentropfen, die das Auge benetzen und damit feucht halten. Dadurch wird der Tränenfilm, der die Hornhautoberfläche schützt, stabilisiert. Diese Tropfen müssen häufig und oft über lange Zeit benutzt werden.

Kommt es zu einem Hornhautgeschwür (Hornhautulcus), erfordert dies eine intensive antibiotische und entzündungshemmende Therapie mit Augentropfen und eventuell auch Tabletten. Der Augenarzt muss die Behandlung genau überwachen. Unter Umständen erfolgt dies in einem Krankenhaus. Bei einem Hornhautulcus handelt es sich in jedem Fall um eine Notfallsituation, da das Auge akut bedroht ist.

Eine neuere chirurgische Therapieoption bei einem Hornhautulcus ist die Amniontransplantation – das Aufnähen einer Amnionmembran auf die Hornhautoberfläche. Das Amnion ist der innerste Teil der menschlichen Eihaut oder Fruchtblase und steht nach jeder Entbindung zur Verfügung. Die Amnionmembran wirkt wie ein biologischer Verband, sie hat entzündungs- und vernarbungshemmende Eigenschaften und ermöglicht eine schnellere Abheilung eines Hornhautgeschwürs. Eine Narbenbildung der Hornhaut kann jedoch in der Regel nicht verhindert werden. Innerhalb einiger Wochen löst sich das Amniongewebe von selbst auf.