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Hornhautentzündung: Diagnose

Der Augenarzt untersucht die Augen mit einer Spaltlampe, um sich ein genaueres Bild der Hornhautoberfläche zu verschaffen. Zusätzlich kommen weitere Methoden zum Einsatz um die Ursache festzustellen

10.05.2013
Augenuntersuchung

Mit Hilfe einer Spaltlampe kann der Augenarzt die Hornhaut untersuchen


Liegt der Verdacht auf eine Hornhautentzündung vor, klärt der Arzt zunächst ab, welche Beschwerden bei dem Patienten auftreten, fragt nach früheren Entzündungen und prüft die Sehschärfe.

Anschließend untersucht er mit einer Spaltlampe die Hornhaut. Dieses Gerät ist eine Art Mikroskop, mit der der Augenarzt alle Schichten der Hornhaut mit einer bis zu 40-fachen Vergrößerung betrachten kann. Mit Hilfe der Spaltlampe kann er mögliche Verletzungen an der Oberfläche (Epithel) sowie Veränderungen in der mittleren (Stroma) oder inneren Schicht (Endothel) der Hornhaut erkennen.

Schließt der Arzt aufgrund der Symptome auf eine bakterielle Hornhautentzündung, kann er einen Abstrich von der Hornhaut und Bindehaut vornehmen. Die Probe lässt der Augenarzt auf Bakterien untersuchen. Dadurch stellt er erstens fest, ob tatsächlich Bakterien die Keratitis ausgelöst haben. Zweitens bestimmt der Arzt auf diese Weise die Art des Erregers. Pilze werden auf ähnliche Weise nachgewiesen. Grundsätzlich kann der Augenspezialist auch Viren nachweisen, dies ist jedoch viel aufwändiger.

Zudem kann der Arzt die Hornhautoberfläche mit speziellen Farbstoffen (Fluoreszein oder Bengalrosa) anfärben. Dadurch lassen sich – ebenfalls mit Hilfe der Spaltlampe – Veränderungen auf der Hornhaut entdecken. Gleichzeitig ermöglicht die Färbemethode, Aufschlüsse über die Qualität des Tränenfilms zu bekommen. Wird das Auge nicht ausreichend benetzt, verbleibt die Farbe zu kurz auf dem Auge. Anhand der sogenannten Aufbrechzeit ermittelt der Augenarzt, ob der Tränenfilm normal zusammengesetzt ist oder nicht.

Vermutet der Arzt, dass hinter der Keratitis  ein "trockenes Auge" steckt, wendet er gegebenenfalls den "Schirmer-Test" an. Mit dieser Methode misst er, wie viel Tränenflüssigkeit produziert wird. Dafür wird ein schmaler Filterpapierstreifen zwischen Unterlid und Augapfel in den Bindehautsack eingehängt. Sind nach fünf Minuten weniger als zehn Millimeter des Streifens befeuchtet, weist dies auf eine gestörte Tränensekretion hin.