Farbsehstörungen / Farbenblindheit: Symptome

Eine angeborene Farbsehschwäche nehmen Betroffene oft lange nicht wahr. Ist ein Mensch teilweise farbenblind, wirken für ihn viele Farben gleich, die für den Farbtüchtigen sehr unterschiedlich aussehen. So kann ein Rotblinder die reifen Erdbeeren in einem Erdbeerfeld nicht von den grünen Blättern unterscheiden

aktualisiert am 11.03.2013
Bei Farbblindheit werden die Rücklichter von Autos nicht erkannt

Rotblinde erkennen auch ein kräftiges Rot nicht – zum Beispiel die roten Rückleuchten eines bremsenden Autos


Sieht ein Mensch von Geburt an bestimmte Farben schwächer oder gar nicht, ist ihm dies oft nicht bewusst. Schließlich hat er nie erlebt, wie die Farben normalerweise aussehen. Erst wenn Angehörige oder Bekannte den Betroffenen darauf ansprechen, fällt ihm auf, dass er Farben anders oder überhaupt nicht wahrnimmt.

Ein typisches Beispiel ist der vermeintlich "dunkelrote" Pullover, den eine Person mit einer Rotsehschwäche eingekauft hat. In Wirklichkeit ist der Pullover aber hell und pink. Menschen, die Grün schwächer wahrnehmen, beschreiben diesen Farbton nur dann richtig, wenn er sehr kräftig ist.

Total farbenblinde Menschen, sogenannte Achromaten, haben eine auf zehn bis 20 Prozent reduzierte Sehschärfe und sehen Gegenstände bei Tageslicht unscharf und farblos. Zudem leiden die Betroffenen oft an einem Augenzittern (Nystagmus) und sind stark lichtempfindlich.  Bei schwachen Lichtverhältnissen – zum Beispiel nachts – sehen sie fast genauso gut wie eine Person, die Farben ganz normal erkennt.