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Auswärtsgedrehtes Lid (Ektropium): Symptome

Bei einem Ektropium ist das Lid – meist das Unterlid – nach außen gewendet. Das betroffene Auge tränt, ist gerötet, trocken. Ohne Behandlung drohen Komplikationen

von Dr. med. Claudia Osthoff, aktualisiert am 01.07.2015
Mann reibt sich die Augen

An einem gereizten Auge sollte man möglichst nicht reiben


Ektropium: Tränenträufeln & Co. ...

Die Beschwerden bei auswärtsgedrehtem Lid hängen von der Art und vom Ausmaß der Fehlstellung ab. Wenn zum Beispiel das Tränenpünktchen am inneren Augenwinkel, das normalerweise die Tränenflüssigkeit aufnimmt, mit nach außen gewendet ist, läuft die Tränenflüssigkeit über den Lidrand ab (Tränenträufeln, fachsprachlich Epiphora).

Die Betroffenen empfinden dies natürlich als störend und wischen die Tränen oft mit der Hand oder einem Taschentuch weg. Berühren sie dabei die empfindliche Bindehaut, wird diese gereizt. Außerdem kann das Ektropium sich dadurch noch stärker ausprägen. Man sollte daher die Tränen eher durch Abtupfen und nicht durch Wischen entfernen.

... zum Beispiel Bindehautentzündung

Als Folge der Auswärtsdrehung des Lides trocknet die Bindehaut aus. Sie wird zunehmend gereizt und entzündet sich. Es entsteht ein Fremdkörpergefühl. Das Auge ist gerötet. Die frei liegende Hornhaut wird nicht mehr ausreichend benetzt und entzündet sich ebenfalls. Alles in allem verschlechtert sich das Sehen. Bei einem unvollständigen Lidschluss infolge einer Gesichtslähmung (mehr dazu im Kapitel "Ursachen") wirkt sich besonders der mangelnde Hornhautschutz schädlich aus.