Apfel

Ein kulinarischer Alleskönner, der das ganze Jahr erhältlich ist. Der Apfel ist das Lieblingsobst der Deutschen
aktualisiert am 21.12.2015

Der Apfel - das Lieblingsobst der Deutschen

Shotshop/Artjazz

Inhaltsstoffe des Apfels: Der Alleskönner

Äpfel bestehen zu 85 Prozent aus Wasser – und bringen es dennoch auf zahlreiche Inhaltstoffe. So liefern Äpfel Kohlenhydrate in Form von leicht verdaulichen Zuckerarten. Auch als Vitamin-C-Lieferant punktet der Apfel. Allerdings hängt der Gehalt stark von der Sorte ab. Vitamin C spielt eine Rolle beim Aufbau des Bindegewebes und fördert die Eisenaufnahme des Körpers. Weitere Inhaltsstoffe von Äpfeln sind unter anderem Kalium, Kalzium und Magnesium.

Herkunft des Apfels: Älter als wir Menschen

Die ursprüngliche Heimat des Apfels liegt vermutlich in Südwestchina. Andere Quellen sprechen vom Kaukasus, dem Balkan oder dem Gebiet östlich des schwarzen Meeres als Wiege des Kernobstes. Über Handelswege verbreitete sich die Frucht über die gesamten gemäßigten Zonen der Welt. In Mitteleuropa stammen die ältesten Apfelüberreste aus der Jungsteinzeit. Äpfel werden kultiviert, seitdem es Menschen gibt. Die Perser züchteten erste Kultursorten. Heute ist der Apfel mit einem durchschnittlichen Pro-Kopf-Verzehr von etwa 17 Kilo im Jahr das Lieblingsobst der Deutschen.

Botanik: Der Apfel gehört zu den Rosengewächsen

Der Apfel zählt zur Familie der Rosengewächse. Er entstand aus einer Kreuzung von Holzapfel und Zwergapfel. Der Apfelbaum ist ein sommergrüner Laubbaum mit im Wechsel stehenden ovalen, meist gesägten Blättern. Das Holz des Baumes ist rötlich und zählt zu den heimischen Edelhölzern. Der Baum blüht je nach Sorte meist zwischen April und Juni. Der zum Verzehr geeignete Kulturapfel, der malus domestica, besteht aus Schale, Fruchtfleisch und dem Kerngehäuse.

Heute gibt es weltweit etwa 20.000 verschiedene Sorten, die sich deutlich voneinander unterscheiden in Geschmack, Konsistenz und teilweise auch im Nährwertgehalt. Beliebte Sorten sind zum Beispiel Braeburn, Elstar, Jonagold und Gala. Bekannte Anbaugebiete in Deutschland sind das Alte Land bei Hamburg und die Gegend rund um den Bodensee.

Apfel-Saison: Das ganze Jahr

Spezielle Lagertechniken sorgen dafür, dass Äpfel acht bis zehn Monate nach der Ernte ihre optimale Reife noch nicht überschritten haben. Hauptsaison ist von August bis Oktober. Etwa die Hälfte der bei uns verzehrten Äpfel kommt aus Deutschland, der Rest aus Italien, Frankreich, Österreich und den Niederlanden. Im Frühjahr und Sommer stammen Importe aus Neuseeland, Südamerika und Südafrika.

Lagerung von Äpfeln: Kühl und in Plastik

Äpfel mögen es kühl. In Plastikbeuteln mit kleinen Luftlöchern verpackt lagern sie gut im Kühlschrank bei ein bis drei Grad, im Keller oder der Garage. Der Plastikbeutel sorgt dafür, dass der Apfel nicht so schnell schrumpelig wird. Übrigens: Das Kernobst reift nach. Das Reifegas Ethylen lässt auch andere Früchte wie Bananen schneller reifen, wenn sie zusammen mit Äpfeln gelagert werden.

Tipps zur Zubereitung: Aber bitte mit Schale

Äpfel sind kulinarische Alleskönner. Ob als Kompott, Mus, roh, gekocht, als Füllung in Geflügelgerichten, würzig zubereitet oder süß in Kuchen – seine Verwendungsmöglichkeiten sind vielfältig. Roh eignet er sich, zum Beispiel mit Bananen und Pflaumen, für Obstsalate. Herzhaft schmeckt der Apfel in Kartoffel- oder Matjessalat. Zusammen mit geriebenem Meerrettich gilt er als klassische Beilage von Tafelspitz. Schälen sollte man die Frucht nicht, denn die meisten Vitamine und Ballaststoffe sitzen in und unter der Schale.

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Nährwerttabelle: Apfel (pro 100 Gramm)


Energie


kcal
54

Fett


gesamt (g)
Spuren

Kohlenhydrate


gesamt (g)
11

Mineralstoffe (mg)


Natrium (Na)
1
Kalium (K)
120
Calcium (Ca)
5
Magnesium (Mg)
5
Phosphat (P)
10
Eisen (Fe)
0,2
Zink (Zn)
0,1

Vitamine


Beta-Carotin (µg)
29
Vitamin E (mg)
0,5
Vitamin B1 (mg)
0,04
Vitamin B2 (mg)
0,03
Vitamin B6 (mg)
0,10
Folsäure (µg)
8
Vitamin C (mg)
10

Achtung: Die Werte können je nach Sorte stark variieren. Die Tabelle kann daher nur zur allgemeinen Orientierung dienen.

 

Quelle der Nährwertangaben: Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Die Nährwerttabelle


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