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Posttraumatische Belastungsstörung: Wie äußert sich die Angstreaktion?

Was ist eine posttraumatische Belastungsstörung? Aus der "Experten-Sprechstunde Angsterkrankungen"

aktualisiert am 08.11.2016
Entsetzen nach Erdbeben

Katastrophen wie ein Erdbeben können bei Überlebenden eine posttraumatische Belastungsstörung auslösen


Eine posttraumatische Belastungsstörung (abgekürzt: PTBS) ist die Folgereaktion auf eines oder mehrere traumatische Erlebnisse, zum Beispiel, Krieg, Gefangenschaft, Vergewaltigung, Naturkatastrophen, Erleben von sexualisierter Gewalt in der Kindheit, Folterung, Misshandlung, die die eigene Person oder einen anderen Menschen betreffen. Durch das Erleben der traumatischen Situation treten in der Folge starke Angstreaktionen auf, und es kommt zu einer Veränderung des Selbst- und Weltverständnisses.

Die Angstreaktion kann sich dabei in unterschiedlicher Weise äußern: erhöhte Schreckhaftigkeit und Ängstlichkeit oder emotionale Taubheit, Schlafstörungen, Erinnerungen in Form von Albträumen oder dem ungewollten, häufigen Wiedererleben der traumatischen Situation (sogenannte Intrusionen) oder Erinnerungslücken. Zudem zeigen die meisten Betroffenen ein ausgeprägtes Vermeidungsverhalten in Bezug auf Situationen oder Gefühle, die mit dem traumatischen Erlebnis in Zusammenhang stehen. Im Kindesalter zeigen sich teilweise andere Symptome in Form von Verhaltensauffälligkeiten oder des Verlustes schon gelernter Verhaltensweisen, also ein Entwicklungsrückschritt. Die Symptome der PTBS können unmittelbar nach dem Erlebnis oder auch nach mehrjähriger Verzögerung auftreten und sind mit einem starken Leidensdruck verbunden.

Prof. Dr. med. Ulrich Voderholzer
Ärztlicher Direktor / Chefarzt
Schön Klinik Roseneck
Prien am Chiemsee


Unser Experte beantwortet in der Sprechstunde "Angsterkrankungen" weitere interessante Fragen zum Thema krankhafte Angst (Angsterkrankung, Angststörung)



Dieser Artikel enthält nur allgemeine Informationen und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.