Alterssichtigkeit: Diagnose

Mit verschiedenen Tests kann der Arzt festellen, ob die Augen Unterstützung brauchen

aktualisiert am 01.04.2015

Buchstaben-Tafeln helfen, die Sehschärfe zu ermitteln


Da sich die Alterssichtigkeit (Presbyopie) im Alter ab 40 Jahren durch erste Probleme mit dem Nahsehen bemerkbar macht, empfiehlt es sich, zum Augenarzt zu gehen und dort die Brechkraft und die so genannte Akkomodationsfähigkeit der Augen untersuchen zu lassen. Als Akkomodation bezeichnen Ärzte die Fähigkeit des Auges, sich auf verschiedene Entfernungen flexibel einzustellen.

Die Sehschärfe des Auges lässt sich mit Hilfe von Sehproben-Tafeln leicht feststellen: Der Augenarzt fordert Sie dann auf, Zahlen oder Buchstaben vorzulesen, die schwarz auf weißem Grund in verschiedenen Größen abgebildet sind. Jedes Auge wird einzeln getestet.

Phoropter: Um die bestmögliche Sehschärfe für die Ferne und die Nähe noch genauer bestimmen zu können, wiederholt der Augenarzt den Test: Im zweiten Durchlauf schauen Sie durch ein Gerät, in dem der Augenarzt verschieden starke Korrekturgläser einstellen kann, und Sie geben nochmals an, welche Buchstaben und Zahlen Sie erkennen können. Eine Alternative zu einem solchen Phoropter ist die Messbrille, die Ihnen der Arzt aufsetzt und die er auch mit unterschiedlich starken Gläsern versehen kann. Wenn der Augenarzt das richtige Glas für die Ferne und die Nähe ermittelt hat, erreichen Sie in allen Entfernungen Ihre bestmögliche Sehschärfe. Anschließend kann Ihnen der Augenarzt die entsprechende Brille verordnen.


Mit Hilfe eines Refraktometers lässt sich die Lichtbrechung im Auge messen, ohne dass Sie selbst etwas tun müssen. Sie setzen sich lediglich vor das Gerät und schauen durch ein optisches System. Das Refraktometer schickt Lichtstrahlen ins Auge, die von der Hornhaut und der Linse gebündelt werden und schließlich auf die Netzhaut treffen. Das Gerät kontrolliert die Lichtbrechung und errechnet, welche Brillenstärke optimal wäre, um im Fern- und Nahbereich wieder gut sehen zu können.