Nickelallergie: Therapie

Bei einer Nickelallergie sollte in erster Linie der Hautkontakt mit Nickel vermieden werden. Entzündungshemmende Salben und Cremes können die Symptome lindern

aktualisiert am 31.07.2013

Hautekzem durch Nickelallergie? Dann empfiehlt der Arzt meistens entzündungshemmende Salben oder Cremes


Eine Nickelallergie kann nicht geheilt werden. Wer allergisch auf Nickel reagiert, sollte versuchen, die Haut so weit wie möglich vor Nickel zu schützen – also nickelfreisetzende Gegenstände möglichst selten auf die Haut bringen (Expositionsprophylaxe). Dazu gehört zum Beispiel, auf nickelhaltige Schmuckstücke oder Gürtelschnallen zu verzichten, oder bei Nickelkontakt eventuell Handschuhe zu verwenden. Wer beruflich mit nickelfreisetzenden Materialien arbeitet (beispielsweise in der Galvanik), sollte möglichst Arbeits- und Hautschutzmaßnahmen optimieren.

Hautpflege stärkt Barriere gegen Nickel

Hautschäden begünstigen das Eindringen von Nickelionen und damit eine allergische Reaktion. Eine geeignete Hautpflege hilft, kleinen Hautrissen vorzubeugen und so die natürliche Hautbarriere gegen Nickel zu stärken.

Die Symptome einer Nickelallergie beruhen im Wesentlichen auf einer Entzündung der Haut. Kommt es zu einer solchen Hautreaktion, helfen entzündungshemmende Mittel gegen die Beschwerden. In den meisten Fällen wird der Hautarzt eine kortisonhaltige Salbe oder Creme verschreiben. Zur Nachbehandlung des allergischen Kontaktekzems sind oft regenerierende Pflegemittel günstig. Der Arzt berät hier, welche Präparate geeignet sind.

Nur bei schwerer Nickelallergie Tabletten

In schweren, ausgedehnten Fällen einer Nickelallergie rät der Arzt eventuell, Kortison in Tablettenform einzunehmen. Kommt es bei einem allergischen Kontaktekzem zusätzlich zu einer Infektion der Haut mit Bakterien, so werden meist Antibiotika zur örtlichen Behandlung eingesetzt.