Altersbedingte Makuladegeneration (AMD) – Risikofaktoren

Auch wenn Erbgut (Gene) und Alter bei der AMD eine entscheidende Rolle spielen, gibt es noch weitere, durchaus vermeidbare Risikofaktoren, etwa das Rauchen

aktualisiert am 30.08.2017

Rauchen schädigt die Gesundheit – und das Augenlicht


Rauchen und Bluthochdruck können die Entwicklung einer AMD fördern. Auch Störungen im Cholesterinstoffwechsel oder Immunreaktionen sollen eine Rolle spielen. Ob starkes Übergewicht (Adipositas) zur Verschlechterung der Erkrankung beiträgt, ist nicht gesichert, wird aber diskutiert. 

Werden die Augen zu oft oder ungeschützt der Sonne und UV-Licht ausgesetzt, so ist das riskant, denn es droht nicht nur eine Schädigung der Makula, sondern auch der Augenlinse (grauer Star). Dies betrifft möglicherweise eher Menschen mit blauen als mit braunen Augen. Blaue Augen haben weniger Pigment als braune; das Pigment wirkt als Schutz für die Netzhaut und Linse.

Wenn ein Familienmitglied an einer altersbedingten Makuladegeneration erkrankt ist, so haben auch erstgradig Verwandte ein erhöhtes Risiko. AMD in der Familie ist also ein maßgeblicher Risikofaktor. Dies scheint mit erblichen Gendefekten zusammenzuhängen, die im Laufe des Lebens zum Tragen kommen. So ist zwischen 65 und 74 Jahren etwa jeder Fünfte und ab 75 Jahren jeder Dritte von einer AMD betroffen, Frauen öfter als Männer. Bei fortgeschrittener Makuladegeneration eines Auges ist auch das andere Auge gefährdet.